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Ihr Fall, Inspector Morse Kriminalerzählungen. Ein Fall für Inspector Morse 14 von Dexter, Colin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.06.2019
  • Verlag: Unionsverlag
eBook (ePUB)
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Ihr Fall, Inspector Morse

Wie führt Inspector Morse die Kurzgeschichte einer Oxford-Absolventin zu ihrem Mörder? Was erwartet Morse und Lewis in Zimmer 231 des Randolph Hotels? Warum lässt ein Diebstahl an Weihnachten den Inspector mit untypischem Wohlwollen auf die Festtage blicken? Und was passiert, wenn Morse selbst einem brillant ausgeführten Verbrechen zum Opfer fällt? In sechs raffinierten Fällen läuft Inspector Morse noch einmal zur Hochform auf. Fünf weitere kriminalistische Rätsel bergen neue Figuren und Verwicklungen - und sogar den großen Sherlock Holmes. Colin Dexter (1930-2017) studierte Klassische Altertumswissenschaft und war erst als Oberstufenlehrer und anschließend als Prüfer an der Oxford-Universität tätig. 1973 schrieb er Der letzte Bus nach Woodstock. Es folgten dreizehn weitere Fälle für Inspector Morse, die als Fernsehserie verfilmt wurden. Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mehrmals mit dem CWA Gold Dagger. Für sein Lebenswerk wurde Dexter mit dem CWA Diamond Dagger und dem Order of the British Empire für Verdienste um die Literatur ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 06.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783293310377
    Verlag: Unionsverlag
    Serie: Inspector Morse 14
    Originaltitel: Morse's Greates Mystery and other Stories
    Größe: 2552 kBytes
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Ihr Fall, Inspector Morse

Das größte Rätsel

"Heda!", brummte Scrooge mit seiner gewöhnlichen Stimme, so gut er sie vorzutäuschen vermochte. "Was fällt Ihnen ein, zu dieser Tageszeit zu erscheinen?"

Charles Dickens, Ein Weihnachtslied in Prosa

E r hatte zaghaft an Morse' Wohnung in Nord-Oxford geklopft. Nur wenige waren je in die büchergesäumten, wagnergeschwängerten Räume eingeladen worden, und sogar er - Sergeant Lewis - hatte sich nie allzu willkommen gefühlt. Selbst in der Weihnachtszeit nicht. Und so klang es denn auch nicht gerade nach dem Fest der Freude, als Morse Lewis hereinwinkte und schlecht gelaunt die Unterhaltung mit dem Bankdirektor zu Ende führte.

"Hören Sie! Wenn ich im Moment ein paar Hundert auf meinem Konto stehen lasse, dann ist das meine Sache. Ich verlange noch nicht mal Zinsen dafür. Was ich verlange, ist nur, dass Sie mir nicht diese verdammten Bankgebühren aufdrücken, wenn ich - wie oft?, ein-, zweimal im Jahr? - überziehe. Es ist nicht so, dass ich geizig wäre" - Lewis' Augenbrauen hoben sich einen Zentimeter -, "aber wenn Sie mich noch mal damit belasten, möchte ich, dass Sie mich anrufen und mir sagen, warum!" Morse knallte den Hörer auf und saß schweigend da.

"Sie hören sich nicht so an, als ob Sie in Weihnachtsstimmung wären", wagte Lewis zu äußern.

"Ich kann Weihnachten nicht ausstehen - konnte ich noch nie."

"Sie bleiben in Oxford, Sir?"

"Ich werde mich in der Küche betätigen."

"Plumpudding?"

"Wände streichen. Plumpudding kann ich nicht ausstehen - konnte ich noch nie."

"Sie klingen jede Minute mehr wie Scrooge, Sir."

" Und ich werde einen Roman von Dickens lesen. Das mache ich Weihnachten immer. Vielmehr wieder lesen."

"Wenn ich mit Dickens anfangen würde, welchen ...?"

"Ich würde als ersten Bleakhaus nehmen, als zweiten Klein Dorrit - "

Das Telefon klingelte, und Morse' Sekretärin teilte ihm aus dem Hauptquartier mit, dass er bei der Wohltätigkeitstombola der Polizei einen Geschenkgutschein über fünfzig Pfund gewonnen hatte, und diesmal legte Morse erheblich besser gelaunt auf. "Sagten Sie 'Scrooge', Lewis? Nur damit Sie es wissen, ich habe bei dieser Tombola fünf Lose gekauft - ein Pfund das Stück!"

"Ich habe auch fünf Lose gekauft, Sir."

Morse lächelte selbstgefällig. "Wir sollten mildtätiger sein, Lewis! Es kommt darauf an, dass man diese Anliegen unterstützt, nicht, dass man gewinnt. "

"Ich warte im Auto, Sir", sagte Lewis ruhig. Er wurde langsam ärgerlich. Mit Morse' Jähzorn konnte er sich abfinden, aber er ertrug es nicht, sich noch mehr über dessen uneigennützige Großzügigkeit anzuhören.

Morse' alter Jaguar war wieder mal in der Werkstatt ("Zu geizig, sich einen neuen zu kaufen!", behaupteten die Kollegen), und es fiel an diesem Tag Lewis zu, den Chief Inspector herumzuchauffieren; zweifellos würde er ihm außerdem (wenn die Dinge nach Plan liefen) das eine oder andere Bier spendieren müssen. Was in der Tat recht wahrscheinlich war, da Morse es an diesem Dienstagmorgen so gedeichselt hatte, dass ihre Ankunft im George mit dem Zeitpunkt der Öffnung zusammenfallen würde. Während sie am Bahnhof vorbeifuhren, berichtete Lewis Morse, was er bisher über die Ereignisse des vergangenen Tages herausgefunden hatte.

Die Gäste des George hatten für die Littlemore-Stiftung für geistig behinderte Kinder vierhundert Pfund gesammelt. Diese stolze Summe sollte Ende der Woche dem Geschäftsführer der Stiftung überreicht werden, und die Oxford Times hatte versprochen, dass einer ihrer Fotografen das große Ereignis festhalten würde. Mrs Michaels, die Wirtin, war vormittags gegen halb elf von ihrem Mann vor der Bank am Carfax abgesetzt worden und ha

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