text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Im Auge des Mörders von Hünnebeck, Marcus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.05.2017
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Im Auge des Mörders

Wenn du zu Hause nicht mehr sicher bist ... Ein Serientäter vergeht sich auf grausame Weise an Frauen. Zuerst dringt er in ihre Wohnungen ein und vergewaltigt sie. Ein paar Wochen später verschafft er sich erneut Zugriff auf seine Opfer und tötet sie - egal, wie gut sie von der Polizei bewacht werden. Als die Journalistin Eva Haller in ihrem erfolgreichen Blog der Kölner Polizei vorwirft, nicht genug zum Schutz der Frauen unternommen zu haben, gerät sie selbst ins Visier des Täters. Statt an die Polizei wendet sie sich jedoch an einen Mann, den sie im Zuge ihrer Recherchen kennengelernt hat: den Leibwächter Stefan Trapp. Der erste Auftrag des Leibwächters - jetzt als eBook bei beTHRILLED! Marcus Hünnebeck ist ein Naturtalent: Seit 2001 erscheinen seine Romane, überwiegend im Selbstverlag, und das mit sehr großem Erfolg! Wenn der Autor nicht gerade am Schreibtisch sitzt, treibt er gerne Sport, früher unter anderem auch Bogenschießen, und verbringt viel Zeit mit seinem Sohn. Marcus Hünnebeck lebt in Monheim am Rhein. Seine große Affinität zu Thrillern stammt vielleicht daher, dass er einmal versehentlich polizeilich gesucht wurde. Doch das ist eine andere Geschichte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 09.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732545063
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 742 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Im Auge des Mörders

2

Eva atmete tief ein und hielt dann die Luft an. Die goldene Mitte der siebzig Meter entfernt stehenden Zielscheibe befand sich im Visier ihres Sportbogens. Der Bogen war gespannt, ihr Körper verharrte regungslos an der Schießlinie. Mit einem minimalen Fingerzucken gab sie die Sehne frei, die nach vorn federte und den Pfeil beschleunigte. Schon jetzt ahnte sie, dass der Versuch gelungen war.

Leise hörten sie und ihr Konkurrent Philipp Sekunden später, wie der leichte Carbonpfeil klackend in die Scheibe einschlug. Philipp hob sein kompaktes Sportfernglas an die Augen, musterte das Ergebnis und verzog mürrisch den Mund.

"Angeberin", murmelte er frustriert. "Wieder eine Zehn."

Damit lag Eva zwei Schüsse vor dem Ende ihres Wettstreits uneinholbar in Führung.

Die Vereinsmitglieder, die zuvor auf dem Bogensportplatz in Leverkusen mit ihnen trainiert hatten, dann jedoch irgendwann auf ihren Wettkampf aufmerksam geworden waren, applaudierten lautstark. Walter Brunner, ein älterer Mann, der als Vereinsvorsitzender zwar jeden Tag auf dem Trainingsgelände war, den Sport allerdings nicht mehr ausübte, schlug Philipp halb tröstend, halb schadenfroh gegen das Schulterblatt.

"Hättest dich halt nicht mit einer fünffachen deutschen Meisterin messen sollen", belehrte er ihn. "Aber die fünfzig Euro wird Eva bestimmt der Vereinskasse spenden."

Eva sah Walter überrascht an. "Wie kommst du denn darauf? Ich habe beim Einkaufsbummel dieses wunderbare Paar Schuhe entdeckt. Falls ich einen weiteren Mutigen finde, der es mit mir aufnehmen möchte, sind sie bezahlt. Bist du interessiert?"

"Ohne meine verfluchte Arthrose würde ich dir gern zeigen, was man von einem alten Sack noch lernen kann", antwortete er.

Eva zwinkerte ihm zu. Walter war vor langer Zeit ihr erster Trainer gewesen und hatte ihre Begeisterung fürs Bogenschießen geweckt.

Sie richtete die Aufmerksamkeit wieder auf das Ziel und spannte einen neuen Pfeil ein. Bei ihrem bisherigen Resultat konnte sie in der erst wenige Wochen laufenden Freiluftsaison eine Trainingsbestleistung erzielen. Diesen Frühling war es ihr noch leichter als sonst gefallen, sich von der Hallensaison mit den lediglich achtzehn Metern entfernt stehenden Zielscheiben auf die großen Entfernungen umzustellen. Der nächste Schuss, der im Neuner-Ring landete, unterstrich dies. Mit einer Zehn beendete sie den äußerst zufriedenstellenden Trainingsabend.

Sie legte den Bogen auf dem pinkfarbenen Ständer ab, ehe sie Richtung Scheibe lief, um ihre Pfeile zu ziehen. Bei dem kleinen Marsch genoss sie die warme Frühlingsluft. Am rechten Rand des Sportplatzes, der an ein Waldgebiet grenzte, standen hohe Eichen. Im Sommer unterbrach sie das Training manchmal für einen Spaziergang, um störende Gedanken zu vertreiben. Spätestens, wenn sie den Bach erreichte, hatte sie ihre innere Unruhe meist im Griff.

Das Geräusch eines Flugzeuges, das sich im Landeanflug auf den Flughafen Köln-Bonn befand, störte in diesem Moment die Idylle. Aber sie hatte gelernt, die Außenwelt beim Schießen komplett auszublenden. Das galt auch für die Fahrgeräusche von der nahen A3, die der Wind ebenfalls gelegentlich herübertrug.

Als sie an die Schießlinie zurückkehrte, drückte ihr Philipp einen Fünfzigeuroschein in die Hand. "Glückwunsch", sagte er zerknirscht.

Mit einem angedeuteten Knicks bedankte sie sich. Philipp war zwar einer der besten männlichen Schützen des Vereins, doch für einen Sieg bei wichtigen Meisterschaften fehlte ihm die notwendige Konstanz. In jeden seiner Wettkämpfe streute er schwache Schüsse ein. Trotzdem hielt er sich für einen ausgereiften Bogensportler, der an seiner Technik nichts mehr verbessern musste. Vielleicht half ihm dieser finanzielle Verlust, um in den nächsten Wochen an seiner Einstellung zu arbeiten.

Eva trat zu Walter und überließ ihm das Geld. "Für die Jugendkasse."

"Danke. Kommst du gleich mit ins

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen