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Im Haus meines Feindes Roman von Brown, Sandra (eBook)

  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Im Haus meines Feindes

Seit Jahren ist Detective Burke Basile dem zwielichtigen Staranwalt Pinkie Duvall auf den Fersen. Als Burke einen Handlanger Duvalls mit der Pistole bedroht, löst sich ein Schuß - und trifft Burkes eigenen Kollegen. Von Schuldgefühlen gequält, quittiert Burke den Dienst und schmiedet einen wahnwitzigen Plan. Er entführt Pinkies schöne Frau Remy in die Sümpfe Louisianas. Und dort, trotz Remys Wut und Burkes Verachtung, begehen die beiden einen verhängnisvollen Fehler: In der Schwüle der Nacht vergessen sie den gemeinsamen Feind ...

Sandra Brown arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman "Trügerischer Spiegel" auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher die Spitzenplätze der New-York-Times-Bestsellerliste erreicht! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman "Die Zeugin", der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte - ein Erfolg, den sie mit jedem neuen Roman noch einmal übertreffen konnte. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641103354
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Blanvalet Taschenbuch Nr.336
    Originaltitel: Fat Tuesday
    Größe: 1180 kBytes
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Im Haus meines Feindes

2. Kapitel

"Remy?"

Sie drehte sich um und strich sich mit dem Rücken ihrer in einem Gummihandschuh steckenden Hand eine Haarsträhne aus der Stirn. "Hallo. Ich habe dich nicht so früh erwartet."

Pinkie Duvall stolzierte den Mittelgang des Treibhauses entlang, schloß sie in die Arme und küßte sie nachdrücklich. "Ich habe gewonnen."

Sie erwiderte sein Lächeln. "Das habe ich mir gedacht."

"Wieder ein Freispruch."

"Glückwunsch."

"Danke, aber diesmal war es kaum eine Herausforderung." Ein breites Grinsen zeigte, daß seine Bescheidenheit nur gespielt war.

"Für einen weniger brillanten Anwalt wäre es eine gewesen."

Sein Grinsen wurde noch breiter, denn er freute sich über ihr Lob. "Ich fahre ins Büro, um ein paar Anrufe zu erledigen, aber wenn ich zurückkomme, bringe ich die ganze Gesellschaft mit. Roman hat dafür gesorgt, daß alles in Bereitschaft ist. Als ich reingekommen bin, sind schon die ersten Lieferwagen vom Partyservice vorgefahren."

Ihr Butler Roman und das gesamte Hauspersonal hatten sich seit Prozeßbeginn in Alarmbereitschaft befunden. Die Partys, die Pinkie zur Feier seiner Siege gab, waren so berühmtberüchtigt wie der protzige Brillantring, den er am kleinen Finger der rechten Hand trug und dem er seinen Spitznamen "Pinkie" verdankte.

Seine Siegesfeiern nach einem Prozeß wurden so begierig erwartet wie die Verfahren selbst und von den Medien ausführlich geschildert. Remy hatte den Verdacht, daß manche Geschworenen nur deshalb für einen Freispruch stimmten, um endlich auch einmal eine von Pinkie Duvalls berühmten Feten miterleben zu können.

"Kann ich bei den Vorbereitungen irgendwie helfen?" Natürlich gab es für Remy nichts zu tun, was sie schon im voraus wußte.

"Du brauchst nur zu kommen und so wunderbar wie immer auszusehen", erklärte er ihr, ließ seine Hände über ihren Rücken gleiten und küßte sie nochmals. Dann ließ er sie los und wischte ihr ein paar Krümel Erde von der Stirn. "Was machst du überhaupt hier? Du weißt doch, daß ich hier drinnen nicht allzuviel Betrieb haben will."

"Hier war auch kein Betrieb. Ich bin allein hergekommen. Ich habe einen Farn aus dem Haus rübergebracht, weil er nicht gesund aussieht und wahrscheinlich ein bißchen Dünger braucht. Keine Angst, ich habe deine Pflanzen nicht angefaßt."

Das Treibhaus war Pinkies Reich. Die Orchideenzucht war sein Hobby, aber er nahm es sehr ernst und achtete im Treibhaus ebenso auf Ordnung und Präzision wie in seiner Anwaltskanzlei und allen übrigen Lebensbereichen.

Jetzt nahm er sich einen Augenblick Zeit, um die Reihen der von ihm gezogenen Pflanzen stolz zu betrachten. Nur wenige seiner Freunde und noch weniger seiner Feinde wußten, daß Pinkie Duvall mit Leidenschaft Orchideen züchtete und ein Experte auf diesem Gebiet war.

Extreme Maßnahmen stellten sicher, daß im Treibhaus immer ideale Kulturbedingungen herrschten. Es gab dort sogar einen eigenen Raum für die Meß- und Steuergeräte, die das empfindliche Treibhausklima regelten. Pinkie hatte sich gründlich mit der Orchideenzucht beschäftigt und nahm alle drei Jahre am internationalen Orchideenkongreß teil. Er wußte genau, bei welcher Beleuchtung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur jede einzelne Orchideenart am besten gedieh. Ob Cattleyen, Laelien, Cymbidien oder Oncidien - Pinkie pflegte und hegte sie wie eine Krankenschwester eine Frühgeburt und bot allen den Nährboden, die Belüftung und die Feuchtigkeit, die sie brauchten. Als Gegenleistung erwartete er, daß seine Pflanzen beispielhaft und außergewöhnlich gediehen.

Ganz als wollten sie ihren Gebieter nicht enttäuschen, taten sie das auch.

Im allgemeinen. Aber jetzt runzelte er die Stirn, während er auf eine Gruppe von Pflanzen mit der Bezeichnung Oncidium varicosum zutrat. Ihre Rispen waren dicht mit Blüten besetzt - aber nicht so üppig wie die ihrer Nachbarn. "Diese blöd

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