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Im Namen des Paten Ein mörderischer Auftrag zwischen Lagune und Riviera von Loibelsberger, Gerhard (eBook)

  • Verlag: Haymon Verlag
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Im Namen des Paten

KRIMI-SPANNUNG ZWISCHEN CANAL GRANDE UND DEM HAFEN VON TRIEST Kann ein einfacher Job zu einem einzigen Spießrutenlauf werden? Wolfgang 'Lupino' Severino soll als Bote einen Speicherstick von Venedig nach Grado transportieren. Dabei gerät er zwischen die Fronten zweier Mafia-Familien und setzt nicht nur seine große Liebe, sondern auch sein Leben aufs Spiel. Denn was sich anfänglich als leichter Auftrag dargestellt hat, entpuppt sich schnell als mörderisches Katz-und-Maus-Spiel. Und schon bald weiß Lupino nicht mehr, wer Freund ist und wer Feind. SCHWARZER CAFFÈ, DUNKLE RIVIERA UND SALZIGE MEERESBRISE Vor der malerischen Kulisse zwischen dem Dogenpalast in Venedig und dem Hafen von Triest liefert Gerhard Loibelsberger einen packenden Krimi in großem italienischen Stil: mit viel caffè espresso, salziger Luft aus der Lagune und mafiösen Machenschaften. Leserstimmen: 'Gerhard Loibelsberger schafft es, in die Unterwelt Italiens zu entführen und dabei trotzdem einen humorvollen, kulinarischen Krimi zu schreiben. Ideale Urlaubslektüre!' 'Venedig, Grado und Triest sind eine perfekte Kulisse für Gerhard Loibelsbergers Krimi. Die alten Cafés, der Canal Grande, die Lagune von Grado - ein bisschen düster und mit viel Flair!' 'Ein spannender Krimi, der mich nicht mehr losgelassen hat. Gerhard Loibelsberger versteht es, mit Überraschungsmomenten aufzuwarten und man weiß nie, was auf der nächsten Seite passiert ...' Gerhard Loibelsberger, 1957 in Wien geboren, landete einen Riesenerfolg mit seinen 'Naschmarkt-Morden' - einem historischen Kriminalroman rund um den schwergewichtigen Inspector Joseph Maria Nechyba. Den 'Naschmarkt-Morden' folgten zahlreiche weitere Kriminalromane - 2016 etwa erhielt Loibelsberger den goldenen Homer für 'Der Henker von Wien' und 2016 erschien bei Haymon der SOKO-Donau-Krimi 'Killer-Tschick'. Gerhard Loibelsbergers zweite Heimat ist Italien, wo auch sein neuer Krimi 'Im Namen des Paten' spielt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709938027
    Verlag: Haymon Verlag
    Größe: 6530 kBytes
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Im Namen des Paten

Mestre

eins

"Vaffanculo! 1 "

Knurrte Lupino Severino. Der Bub, der ihn gerade am Jackenärmel gezupft hatte und der ihm schon seit geraumer Zeit gefolgt war, erschrak über diese rüde Reaktion. Lupino war müde und grantig. Er hatte gerade eine dreistündige Führung mit einer österreichischen Touristengruppe hinter sich. Eigentlich galt der Frust-Ausbruch dieser Gruppe und nicht dem Kleinen neben ihm. Als er dessen entsetzten Gesichtsausdruck sah, tat es ihm leid.

"Che vuoi? 2 "

Der Bub zögerte. Dann antwortete er leise, dass ein alter Freund ihn sprechen wolle. Neuerlich reagierte Lupino unwirsch: "Non ho nessun amici ... 3 "

Der Kleine schaute irritiert. Dann antwortete er trotzig, dass er doch einen Freund haben müsse. Und dieser Freund habe einen Job für ihn. Er sei doch Privatdetektiv, oder nicht? Lupino war überrascht. Was war das für eine eigenartige Geschichte? Seine Neugier war geweckt, und er deutete dem Buben, dass er vorangehen solle.

"Come ti chiami? 4 "

"Nino."

Zu seiner Überraschung führte ihn Nino schnurstracks zum Bahnhof Santa Lucia. Dort nahmen die beiden einen Regionalzug, mit dem sie nach Mestre zuckelten. Während der Fahrt über den Damm, der Venedig mit dem Festland verbindet, schwiegen beide. Der Kleine starrte aus dem Fenster auf die trüben Gewässer der Lagune und die sich in der Ferne abzeichnenden Hafenanlagen von Marghera. Die Sneakers des Kindes waren neu, seine Jeans von einem Designer, und die Jacke war ebenfalls ein teures Stück. Ziemlich kostspielig angezogen, der Kleine, dachte sich Lupino. Wer zum Teufel schickt mir diese Rotznase als Boten? Und was soll die ganze Scheiße mit einem Freund? Lupino ging in sich und dachte nach. Nein, als unterbeschäftigter Privatdetektiv, der seinen Lebensunterhalt als Fremdenführer verdiente, hatte er keine Freunde. Okay, da war Marcello; Besitzer der Osteria da Marcello und Bruder seiner Lebensgefährtin Luciana. Außerdem gab es noch den verrückten Gino, der als Koch in der Osteria da Marcello arbeitete. Das waren im Großen und Ganzen seine sozialen Kontakte. Seine Eltern waren beide tot, Verwandte hatte er nur im fernen Wien. Ach ja, fast hätte er ihn vergessen: Ranieri. Commissario Ranieri war ein Jugendfreund und später, als Lupino noch selbst Polizist war, sein Kollege. Seit sie gemeinsam den Venedig-Ripper zur Strecke gebracht hatten, war die Freundschaft zwischen den beiden noch enger geworden. Aber Ranieri würde ihm nie so einen Lausebengel als Boten schicken. Der würde einfach in der Osteria da Marcello vorbeischauen und dort mit ihm reden. Schließlich war die Osteria Lupinos zweites Wohnzimmer. In Mestre verließen der Privatdetektiv und der Bote den Regionalzug. Der Bub führte Lupino aus dem tristen Bahnhof hinaus in die nicht minder triste Stadt. Nach circa 10 Minuten Fußmarsch bog der Kleine plötzlich in ein Caffè ein. Es war eines jener Lokale, die in den frühen 1970er Jahren aufgesperrt hatten. Braune Kunstledersitzgruppen, dunkelbraune Täfelung, beige-orange-braune Tapeten. Da hier seit damals die Zeit stillstand, hatte sich am Interieur nichts verändert. Entsprechend abgefuckt sah alles aus.

"Un momento ...", murmelte der Bub und verschwand hinter dem Tresen. Eine aufgetakelte Mittvierzigerin, die eine weiße Bluse trug, unter der man erkannte, dass der Büstenhalter unter der immensen Last ihrer Brüste ächzte und dessen Träger tief in das üppige Fleisch einschnitten, stellte Lupino unaufgefordert einen Espresso vor die Nase. Er schlürfte ihn mit Bedacht. Im Hintergrund brabbelte leise ein Radio und die Tapeten, die während vieler Jahrzehnte von Zigarettenrauch gebeizt worden waren, verströmten nun ihrerseits muffigen Nikotingeruch. Müde und erschöpft harrte Lupino der Dinge.
zwei

Nach fünf Minuten stellte ihm die üppige Kellnerin neuerlich einen Espresso vor die Nase. Zu sei

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