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Im Tal der Hoffnung Ein Südfrankreich-Krimi von Ziegler, Silke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2019
  • Verlag: Grafit Verlag
eBook (ePUB)
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Im Tal der Hoffnung

Sechs tote Frauen, eine hat überlebt. Warum? Eine grausame Verbrechensserie erschüttert das südfranzösische Montpellier: Jahr für Jahr wird eine Studentin entführt, missbraucht und getötet. Als Adèle Nélard verschwindet, wendet sich ihr Vater an Raphaël Dumont. Der charmante Ex-Polizist genießt einen hervorragenden Ruf als Privatdetektiv und sieht nur einen Weg, sich dem Täter zu nähern: Er muss Coralie Beladier fi nden und sie überzeugen, ihm zu helfen. Denn sie ist das einzige Opfer, das der Entführer hat laufen lassen. Und dafür muss es einen Grund geben ... Die perfekte Mischung aus packendem Krimi und romantischer Liebesgeschichte! Silke Ziegler, Jahrgang 1975, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Weinheim an der Bergstraße. Die gelernte Finanzassistentin arbeitet nach Anstellungen in diversen Kreditinstituten an der Universität Heidelberg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 18.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783894257538
    Verlag: Grafit Verlag
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Im Tal der Hoffnung

31

Aigues-Mortes

Nachdem die Kinder sich jeweils eine Tüte mit Leckereien in einem der großen Süßigkeitenläden in der Altstadt ausgesucht hatten, lotste Raphaël sie zur Place Saint Louis. "Möchtet ihr einen Milchshake trinken?" Er blickte über die noch leeren Gastronomieflächen. Ein paar Straßen weiter, außerhalb der alten Stadtmauern, die das Zentrum von Aigues-Mortes umgaben, fand um diese Zeit der sonntägliche Markt statt. Für Touristen war es zu früh.

"Ich nehme Vanille", verkündete Fabienne erfreut.

"Monsieur Mauron wohnt in der nächsten Seitengasse", erklärte Raphaël ihnen, während er auf die Eisdiele zusteuerte. "Ich denke, das Gespräch wird nicht lange dauern." Er sah seinen Sohn an. "Nimm das Geld, kauft euch, was ihr wollt." Er zeigte auf die Tische, die auf der Straße standen. "Wartet hier, bis ich wieder zurück bin, d'accord?"

"Warum können wir nicht einfach mitgehen?", maulte Laurent, der wenig begeistert darüber schien, dass er sich die nächsten Minuten allein mit seiner Schwester abgeben musste.

"Das geht nicht, das habe ich euch doch erklärt. Monsieur Mauron wird nicht auf meinen Besuch warten. Ich habe keine Ahnung, ob er überhaupt mit mir sprechen möchte. Aber mit zwei Jugendlichen im Schlepptau ..." Raphaël grinste. "Ich beeile mich, versprochen." Behutsam legte er Laurent eine Hand auf die Schulter. "Pass auf Fabienne auf, Großer. Ich kann mich doch auf dich verlassen, oder?"

"Ja", nuschelte Laurent und nickte schwach.

Zufrieden winkte Raphaël den beiden nochmals zu, bevor er in die Nebenstraße einbog. Alte Dorfhäuser mit dicken Natursteinmauern reihten sich dicht aneinander, die meisten wirkten gepflegt und sahen mit den bunt gestrichenen Klappläden adrett und heimelig aus. Raphaël überflog die Hausnummern, während er die Gasse entlangschlenderte. Franck und Lisa Mauron wohnten in einem dreistöckigen Haus mit gelber Fassade. Im ersten Stock befand sich ein französischer Balkon. Die Haustür war weiß gestrichen, daneben wuchs Lavendel. Raphaël sah sich noch einmal um. Der Asphalt lag menschenleer hinter ihm. Fast konnte man vergessen, dass die Häuser sich mitten in der Stadt befanden, so ruhig war es hier. Er klingelte.

Eine rothaarige Frau öffnete die Tür. "Ja, bitte?"

Raphaël bemühte sich um ein Lächeln. "Bonjour, Madame. Mein Name ist Raphaël Dumont. Ich bin Privatermittler und würde gern mit Ihrem Mann sprechen."

"'Privatermittler'?" Die Frau sah ihn ungläubig an. "Heute ist Sonntag."

"Das ist mir durchaus bewusst. Ich versichere Ihnen, dass ich lediglich ein paar Fragen an Monsieur Mauron habe. Es geht um die verschwundene Studentin aus Montpellier. Ich würde Sie nicht behelligen, wenn es nicht dringend wäre."

Zögernd trat sie einen Schritt zurück. "Franck, kommst du mal bitte?"

Irgendwo im Inneren des Hauses waren Schritte zu hören. Raphaël spürte Madame Maurons Blick auf sich.

"Was gibt es denn?" Fragend sah Franck Mauron zu seiner Frau.

"Hier ist jemand, der mit dir reden möchte."

Erneut erklärte Raphaël sein Anliegen.

"Wie kommen Sie auf mich?" Mauron runzelte skeptisch die Stirn.

"Es geht um Coralie Beladier. Könnten wir vielleicht drinnen miteinander sprechen?"

"Coralie?", stieß Mauron überrascht aus, bevor er seine Frau unsicher anblickte. "Natürlich, kommen Sie herein."

Raphaël spürte das Unbehagen der Ehefrau. "Ich möchte aber nicht ...", begann er vorsichtig.

"Lisa weiß Bescheid", fiel ihm Coralies Ex-Freund ins Wort. "Wir sind seit drei Jahren verheiratet." Er raufte sich das Haar. "Mon dieu, das ist Ewigkeiten her."

"Wollt ihr euch ins Wohnzimmer setzen? Dort seid ihr ungestört", schlug seine Frau vor.

Franck Mauron nickte und forderte Raphaël auf, ihm zu folgen. Das Wohnzimmer befand sich im hinteren Teil des Erdgeschosses. Helle Holzmöbel bildeten einen schönen Kontras

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