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Im Visier Ein Jack-Reacher-Roman von Child, Lee (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.06.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Im Visier

"Der bislang beste Jack-Reacher-Roman." Stephen King
John Kott ist einer der besten Scharfschützen, die die U.S. Army jemals hervorgebracht hat. Doch er ist auch ein skrupelloser Mörder, der den französischen Präsidenten erschießen wollte. Das Attentat schlug fehl, aber in Kürze wird er eine neue Gelegenheit haben: der G8-Gipfel in London. Es gibt nur einen Mann, der ihn aufhalten kann. Nur einen, der Kott ebenbürtig ist. Jener Mann, der Kott schon einmal ins Gefängnis brachte: Jack Reacher!

Lee Child wurde in den englischen Midlands geboren, studierte Jura und arbeitete dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen. 1995 kehrte er der TV-Welt und England den Rücken, zog in die USA und landete bereits mit seinem ersten Jack-Reacher-Thriller einen internationalen Bestseller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Anthony Award, dem renommiertesten Preis für Spannungsliteratur.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 25.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641221065
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Jack Reacher .19
    Originaltitel: Personal (19 Reacher)
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Im Visier

1Bis vor einer Woche hatten Höhen und Tiefen mein Leben geprägt. Teils war es gut. Teils nicht so gut. Größtenteils war es gleichförmig. Lange träge Perioden, in denen nicht viel passierte, und zwischendurch kurzzeitig hektische Aktivität. Eigentlich wie beim Militär. Und auf diese Weise fanden sie mich. Man kann die Army verlassen, aber sie verlässt einen nie. Nicht endgültig. Nicht vollständig.Die Fahndung der Army nach mir begann zwei Tage nachdem irgendein Kerl auf den französischen Präsidenten geschossen hatte. Davon hatte ich in der Zeitung gelesen. Ein Attentat aus großer Entfernung mit einem Scharfschützengewehr. Damit hatte ich nichts zu tun. Ich war fast sechstausend Meilen weit entfernt in Kalifornien mit einer jungen Frau zusammen, die ich in einem Bus kennengelernt hatte. Sie wollte zum Film. Ich nicht. Deshalb ging sie nach achtundvierzig Stunden in L. A. ihres Weges, und ich fuhr mit dem Bus weiter. Erst für ein paar Tage nach San Francisco, anschließend nach Portland, Oregon, wo ich drei Tage blieb, und dann weiter nach Seattle. Auf dieser Strecke hielt der Bus an der Abzweigung nach Fort Lewis, wo zwei Frauen in Uniform ausstiegen. Dabei ließen sie auf dem Sitz jenseits des Mittelgangs ein Exemplar der Army Times vom Vortag liegen.Die Army Times ist eine seltsame alte Zeitung. Sie wurde vor dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen, erscheint weiterhin wöchentlich, ist voller Nachrichten von gestern und bringt alle möglichen praktischen Tipps und Informationen, wie die Schlagzeilen dieser Ausgabe verkündeten: Neue Bestimmungen! Änderungen bei Abzeichen und Aufnähern! Vier weitere Uniformänderungen geplant! Gerüchten nach sind die Nachrichten von gestern, weil sie aus alten AP -Zusammenfassungen abgeschrieben werden, aber wer die Texte genauer analysiert, entdeckt manchmal wirklichen Sarkasmus zwischen den Zeilen. Die Leitartikel sind gelegentlich mutig, die Nachrufe manchmal interessant.Was der einzige Grund dafür war, dass ich nach der Zeitung griff. Manchmal sterben Leute, deren Tod einen freut. Oder auch nicht. In beiden Fällen muss man davon erfahren. Aber so weit kam ich nie, denn auf der Suche nach den Nachrufen blieb ich bei den Kleinanzeigen hängen. Wie immer suchten dort Veteranen andere Veteranen. In Dutzenden von Anzeigen, alle mit ähnlichem Text.Darunter eine mit meinem Namen.Genau mitten auf der Seite standen eingerahmt fünf Wörter in Fettdruck: Jack Reacher Rick Shoemaker anrufen .Das musste Tom O'Days Werk sein. Allein deshalb kam ich mir später ein bisschen lahm vor. Nicht dass O'Day kein cleverer Typ gewesen wäre. Das musste er sein, denn er hatte lange überlebt. Sogar sehr lange. Ihn gab es seit ewigen Zeiten. Wie ein Hundertjähriger hatte er schon vor zwanzig Jahren ausgesehen. Dieser große, dürre, hagere, ausgezehrte Mann bewegte sich, als könnte er jeden Augenblick wie eine defekte Stehleiter zusammenklappen. Er entsprach niemandes Vorstellung von einem Infanteriegeneral, sondern sah eher wie ein Professor aus. O'Day hätte ein Anthropologe sein können. Seine Überlegung war jedenfalls schlüssig gewesen: Reacher bleibt unter dem Radar, was Busse und Züge, Wartesäle und Schnellrestaurants betrifft, die - zufällig oder nicht - der wirtschaftlich vernünftige Lebensraum von Mannschaftsdienstgraden sind, die im PX eher die Army Times als irgendeine andere Zeitung kaufen und sie um sich herum verbreiten, wie Vögel Beerensamen verbreiten.Und er konnte damit rechnen, dass mir ein Exemplar in die Hände fallen würde. Irgendwie. Früher oder später. Irgendwann. Weil ich mich informieren wollte. Man kann die Army verlassen, aber sie verlässt einen nie. Nicht vollständig. Betrachtete man die Army Times als Kommunikationsmittel, durch das man mit jemandem Kontakt aufnehmen konnte, musste er s

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