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Im Zeichen der roten Rose von Sala, Sharon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Im Zeichen der roten Rose

Gabriel Donner's Leben zerbricht, als seine Eltern bei einem Autounfall sterben. Von da an plagen ihn Albträume, in denen er grausame Morde begeht. Den Opfern legt er dabei jedes Mal eine Rose auf die Brust. Kurze Zeit später liest er in der Zeitung von den Morden und fürchtet, dass er tatsächlich selbst der Täter sein könnte. Die junge Hellseherin Laura Dane will ihm helfen, dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Gabriel lehnt ihre Hilfe zunächst ab, entwickelt jedoch schnell Gefühle für Laura - und ist deshalb schockiert, als er sie ebenfalls in einem Traum sieht: Sie ist das nächste Opfer.

Weitere Romantic-Suspense-Romane von Sharon Sala bei beTHRILLED u.a.: 'Eine fast perfekte Lüge', 'Blutroter Schnee' und 'Der ohne Sünde ist'.

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 335
    Erscheinungsdatum: 01.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732542246
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1828 kBytes
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Im Zeichen der roten Rose

PROLOG

Mit jedem langsamen Atemzug hob und senkte sich Gabriel Donners Brust. Die Frau an seiner Seite unterbrach ihre Tätigkeit und starrte in stummer Faszination auf das winzige Rinnsal, das zwischen kraftvollen Muskeln über seinen Bauch rann. Kurz bevor es das Laken benetzte, beugte sie sich über das Bett und fing die Wassertropfen mit einem Lappen auf.

"Tut mir leid", sagte sie leise. Dann warf sie das nasse Tuch in eine Schüssel neben dem Bett und schwenkte es darin.

Sie war eine Krankenschwester, die an diesem Tag zwei Schichten hintereinander ableisten musste. Seit vielen langen Stunden arbeitete sie auf der Station, und es sah nicht so aus, als könnte sie bald Feierabend machen.

Geschickt wrang sie das überschüssige Wasser aus dem Lappen, legte ihn auf die Wange des Patienten und folgte den Konturen seines Gesichts, während sie es sorgsam wusch.

Im Augenblick der Berührung zogen sich seine Brauen zusammen, und ein Muskel zuckte in seinem Kinn. Davon abgesehen, zeigte er keine weitere Regung. Manchmal fragte sie sich, ob er je wieder sprechen würde. Mitleid verdunkelte ihre Augen. Welch ein wunderbarer Mann - und so schwer verletzt ... Sie hatte seine Krankenkarte gelesen und die Ärzte in den Fluren reden hören. Was die Genesung dieses Patienten betraf, wagten sie keine Prognosen, und das verstand sie nur allzu gut.

Sie kannte Gabriel Donners Geschichte. In ihrem Beruf begegnete sie solchen Schicksalen viel zu oft. Seine Eltern waren ums Leben gekommen, weil jemand betrunken am Steuer eines Autos gesessen hatte.

Mit gerunzelter Stirn wusch sie das eine Bein vorsichtig von oben nach unten, dann das andere von unten nach oben. Der arme Mann - es war so traurig ... Verloren in einer Welt irgendwo zwischen Leben und Tod, wusste er nicht einmal, dass er einen Unfall erlitten und ihn überlebt hatte, dass seine Eltern dabei jedoch gestorben waren.

Über zwei Wochen waren verstrichen, seit man ihn ins Krankenhaus eingeliefert hatte, und er lag immer noch im Koma. Doch obwohl er sich nicht bewegte, ging etwas seltsam Lebendiges von ihm aus.

Teilweise hing das mit seiner Größe zusammen. In gewisser Weise wirkte sie wie der Beweis seiner Existenz, allein schon durch den kraftvollen Körperbau. Er lag in einem der längsten Klinikbetten, und das Personal musste seine Beine immer wieder anwinkeln, damit seine Zehen nicht gegen das Fußbrett stießen. Zu seinen breiten Schultern passten die eindrucksvollen Muskeln in Armen und Brust. Seine Beine waren lang und sehnig. Und so dauerte es jeden Tag fünfundzwanzig Minuten, bis die Schwester den ganzen Gabriel Donner gewaschen und abgetrocknet hatte.

Ihr Blick kehrte zu seinem Gesicht zurück. Über der Stirn lagen kurze schwarze Haarsträhnen. Sie hatte ihn bereits rasiert. Nun ergriff sie den Waschlappen und schob sein Haar nach hinten. Stets tat sie ihr Bestes, um ihn sauber zu halten und für eine gepflegte äußere Erscheinung zu sorgen. Neben seinen langen dichten Wimpern stach vor allem die Nase hervor, die sich ein wenig seitwärts neigte, als wäre sie einmal gebrochen und danach etwas schief zusammengewachsen. Das Kinn wies auf einen ausgeprägten Eigensinn hin, die Lippen - jetzt erschlafft - schienen normalerweise voll und wohlgeformt. Welche Vitalität er ausstrahlen mochte, wenn er erwachen würde, konnte sich die Schwester gut vorstellen.

Nachdem sie seine Toilette beendet hatte, blieb sie neben dem Bett stehen und betrachtete sein Gesicht. Hin und wieder zuckten die Nasenflügel, reagierten auf Reize, die nur er spürte. Mit Hilfe zweier anderer Schwestern drehte sie den scheinbar leblosen Körper zur Seite, um das Bett frisch zu beziehen.

Sie rückte ihre Brille zurecht und inspizierte den Ständer mit den Infusionsgeräten, die Dosis der intravenösen Medikamente und justierte den Tropf. Schließlich packte sie ihre Sachen zusammen. An der Tür drehte sie sich no

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