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Im Zeichen des Drachen Thriller von Clancy, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Im Zeichen des Drachen

Tom Clancy - die Nummer eins unter den internationalen Thrillern!Ein fehlgeschlagenes Attentat auf den Chef des russischen Geheimdienstes ist der Auslöser für eine weltweite Krise. Jack Ryan - neu gewählter Präsident der USA - ist gezwungen, seine schärfste Waffe einzusetzen, den Antiterrorspezialisten John Clark. Ein Szenario von erschreckender Aktualität. Tom Clancy hatte mit seinem ersten Thriller, Jagd auf Roter Oktober, auf Anhieb internationalen Erfolg. Der Meister des Techno-Thrillers stand seitdem mit allen seinen großen Büchern an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Tom Clancy starb im Oktober 2013.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1168
    Erscheinungsdatum: 01.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641085841
    Verlag: Heyne
    Serie: Jack Ryan Bd.11
    Originaltitel: The Bear and the Dragon
    Größe: 4874 kBytes
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Im Zeichen des Drachen

1

EXPLOSIONSECHO

"Also, wer waren seine Feinde?", fragte Oberstleutnant Schablikow.

"Gregori Filipowitsch hatte viele. Er war nicht gerade zurückhaltend und hat viele Leute schwer beleidigt und ..."

"Und?", drängte Schablikow. "Er ist doch nicht auf offener Straße in die Luft gejagt worden, weil sich irgendein Ganove durch ihn in seiner Ehre verletzt sah!"

"Er hat sich ernstlich Gedanken darüber gemacht, am Rauschgifthandel teilzunehmen."

"Aha. Erzählen Sie uns mehr."

"Grischa hatte Kontakte zu Kolumbianern. Vor drei Monaten kam es zu einem Treffen in der Schweiz, wo er mit seinen neuen Partnern vereinbarte, dass sie ihm über den Hafen von Odessa eine Ladung Kokain zukommen lassen. Es wird gemunkelt, dass er den Stoff über eine Pipeline nach Moskau schaffen wollte."

"Und wie wollte er die Kolumbianer bezahlen?", fragte der Milizoberst. Der Rubel war schließlich kaum etwas wert.

"Mit harter Währung. Grischa hatte viele Kunden aus dem Westen und auch manche von hier, die mit Devisen bezahlen. Die hat er gut zu bedienen gewusst."

Rasputin , dachte Schablikow. Wenn einer zügellos gewesen war, dann er. Russische Mädchen an Freier zu verkaufen - und auch Jungs, wie Schablikow wusste - und daran so viel zu verdienen, dass er sich eine große deutsche Limousine kaufen konnte (in bar, wie seine Leute inzwischen herausgefunden hatten), und jetzt auch noch Drogen importieren wollen! Gegen Bezahlung im Voraus und natürlich in harter Währung, weil die Kolumbianer an Rubel kaum interessiert sein würden. Nein, Awseijenko war kein Verlust für sein Land. Seine Mörder müssten eigentlich ausgezeichnet werden ... wenn nicht anzunehmen wäre, dass sie in die Bresche springen und die Organisation dieses Luden übernehmen ... und die würden bestimmt cleverer sein. Das war das eigentlich Problematische. Auch im Biotop der Kriminalität fand eine Art von Auslese statt. Die Polizei konnte immer nur die greifen, die ohnehin fällig waren, während die Cleveren immer cleverer wurden und die Polizei langsam nicht mehr mitkam, zumal die anderen immer mindestens einen Schritt voraus waren.

"Und wer sind die anderen im hiesigen Drogengeschäft?"

"Das weiß ich nicht. Man schnappt zwar hier und da ein paar Namen auf, und ich kenne auch diverse Kleindealer. Aber wer dahinter steckt, weiß ich nicht."

"Finden Sie's heraus!", forderte Schablikow ungehalten. "Das dürfte Ihnen doch wohl nicht schwer fallen."

"Ich will es versuchen", versprach der Informant.

"Aber dalli, Pawel Petrowitsch. Und Sie werden außerdem herausfinden, wer Rasputins Platz einnimmt."

"Sehr wohl, Genosse Oberstleutnant." Das übliche zackige Kopfnicken.

Schablikow war sich seiner Macht bewusst. Er konnte andere zwingen, und das tat gut. In diesem Fall ließ er ein Mittelgewicht der Unterwelt für sich springen und konnte davon ausgehen, dass es ihn zufrieden stellte, denn wenn nicht, würde es hoppgenommen und hätte keine Einnahmen mehr. Als Gegenleistung durfte der Informant Schutz beanspruchen, jedenfalls solange er nicht allzu dreist über die Stränge schlug. Das war überall auf der Welt so, wie Oberstleutnant Jefim Konstantinowitsch Schablikow von der Moskauer Miliz wusste. Wie sollte die Polizei sonst die wirklich schweren Übeltäter jemals dingfest machen? Kriminelle auf Kriminelle anzusetzen war die leichteste und billigste aller Ermittlungsmethoden.

Allerdings durfte nicht vergessen werden, dass solche Informanten Kriminelle und somit nur begrenzt zuverlässig waren und zu Lüge, Übertreibung oder Erfindung neigten, um die andere Seite zufrieden zu stellen. Und darum musste Schablikow aufpassen, dass er nicht alles glaubte, was man ihm auftischte.

Pawel Petrowitsch Klusow hatte Zweifel, was seine Zusammenarbeit mit diesem korrupten Polizeioberst anging

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