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Im Zeichen des Todes von Wilson, Sam (eBook)

  • Erschienen: 14.12.2016
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
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Im Zeichen des Todes

Mit jedem Opfer wird seine Fährte blutiger ...

Es ist ein gnadenloses System, in dem die Geburtsstunde darüber entscheidet, ob man ein Leben in Reichtum oder Armut und Elend führt. Niemand schafft es aus eigener Kraft. Die Sterne sind Gesetz. Und sie bringen den Tod ... Als eine Mordserie von unvergleichlicher Brutalität die Stadt erschüttert, ruhen alle Augen auf Detective Jerome Burton und Profilerin Lindi. Der eine glaubt an seinen Jagdinstinkt, die andere an die Macht der Sterne - und beide wissen, dass sie es mit dem gefährlichsten Verbrecher zu tun haben, den die Stadt je gesehen hat. Doch sein Plan ist so finster, dass er alles Vorstellbare übersteigt ...

Feuer, Wasser, Erde, Luft - welcher Tod ist dir vorherbestimmt?

Sam Wilson wurde in London geboren, zog noch als Kind in seine neue Heimat Zimbabwe. Seinen Studiengang, Kreatives Schreiben, schloss er mit Auszeichnung ab. 2011 wurde er unter den Top 200 der vielversprechendsten Südafrikaner gelistet. Heute arbeitet er als Regisseur in Kapstadt. Im Zeichen des Todes ist sein Debüt.

Produktinformationen

    Größe: 706kBytes
    Herausgeber: Penhaligon
    Übersetzer: Übersetzung: Helweg, Andreas
    Untertitel: Thriller
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 480
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641195113
    Erschienen: 14.12.2016
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Im Zeichen des Todes

1

Rachel würde an ihrem ersten Arbeitstag zu spät kommen, aber dafür konnte sie nichts. Der Waschsalon an der Gull Street öffnete erst um acht Uhr morgens, und der Manager von JiffyMaids bestand auf einer tadellosen Erscheinung, auch wenn jede Putzfrau nur eine Garnitur Arbeitskleidung gestellt bekam. Gestern hatte sie bis spät in die Nacht auf dem vierzigsten Geburtstag eines Schützen in West Skye gearbeitet, wo sie ein betrunkener Gast angebaggert und ihr versehentlich Guacamole auf die saubere weiße Schürze geschmiert hatte.

"Gut, dass Sie die anhaben", hatte der Mann gesagt, um seine Verlegenheit zu überspielen. Er wusste nicht, dass sie sich am nächsten Tag auf keinen Fall mit einem Fleck auf der Schürze bei einem neuen Kunden blicken lassen konnte. Nachdem sie vier Stunden unruhig geschlafen hatte, war sie kurz vor Öffnung des Waschsalons aufgewacht und dorthin geeilt, um ihre Uniform in die Schnellwäsche zu stecken. Sie hatte vor der Maschine gesessen und beobachtet, wie sich die Trommel drehte. Die Zeiger rückten beständig auf neun Uhr vor, auf den Zeitpunkt, zu dem sie bei dem neuen Kunden erscheinen sollte.

Sie wartete so lange wie möglich, dann unterbrach sie den Trockenvorgang und zog sich in der Toilette die Uniform an. Wie nass die Kleidung noch war, bemerkte sie erst, als sich die verbliebene Hitze verflüchtigt hatte. Das karierte blaue Kleid klebte ihr kalt und feucht an den Beinen. Sie steckte ihre anderen Sachen in eine Plastiktüte und stieg in den Bus nach Conway Heights, einem nördlichen Bezirk von San Celeste. Während der Fahrt kontrollierte sie ständig die Uhrzeit auf ihrem Telefon. Kurz vor neun - sie war noch immer nicht angekommen - wurde ihr endgültig flau im Magen. Sie wollte niemanden verärgern. Schließlich war sie eine Waage.

Conway Heights war ein nobler Stadtteil im Norden der Stadt. Abwesend starrte Rachel aus dem Fenster auf Bäume, Tennisplätze und Villen im toskanischen Stil. Alles sah so hell und sauber aus, und sie fühlte sich wie ein Eindringling.

An der Morin Road stieg sie aus. Die Plastiktüte mit der trockenen Kleidung schlug gegen ihr Bein, während sie drei Blocks hügelaufwärts zum Eden Drive hetzte. Die Häuser hatten ordentliche Vorgärten mit gepflegten Blumenbeeten.

Das breite, eingeschossige Haus ihres Kunden war beige gestrichen und das Dach flach. Als sie mit fieberhaften Schritten über den mit Ziegelsteinen gepflasterten Weg zum Eingang ging, legte sie sich eine Entschuldigung zurecht. Ihr Finger lag schon auf der Klingel, doch dann sah sie, dass die Tür einen Spalt offen stand.

Sie drückte sie ein wenig weiter auf.

"Hallo?", rief sie. "JiffyMaids!"

Keine Antwort.

Auf halber Höhe stand ein Holzspan vom Rahmen ab. Rachel berührte ihn zaghaft. Der Span war so lang wie ihr Finger und ragte aus einer Bruchstelle. Allem Anschein nach war die Tür eingetreten worden.

"Hallo?", rief sie noch einmal und drückte auf die Klingel. Irgendwo im Haus ertönte ein Summen, doch sie bekam keine Antwort.

Rachel zitterte in ihrem feuchten Kleid. Sie machte einen Schritt zurück in die Sonne und blickte die Straße rauf und runter. Nichts. Nur der Verkehr und ein paar bellende Hunde.

Mit zusammengepressten Lippen holte sie ihr rosarotes Handy aus der Plastiktüte.

Der Anruf wurde nach dem zweiten Klingeln entgegengenommen.

"Polizeinotruf. Was möchten Sie melden?"

"Hallo?", sagte Rachel unsicher. "Ich stehe vor ... äh ... 36 Eden Drive in Conway Heights. Ich bin gerade erst angekommen. Die Tür ist eingetreten, und niemand reagiert auf mein Rufen."

Sie hörte das leise Klicken einer Tastatur, dann meldete sich die Telefonistin wieder.

"Gut, ich schicke Ihnen einen Streifenwagen. Wie heißen Sie, bitte?"

Die Frau klang freundlich und gelassen. Ihr Waage-Trällern hatte etwas Beruhigendes.

"Rachel Wells."

"Wohnen Sie dort?"

"Nein", erklärte Rache

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