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In Blut verbunden Thriller von MacBride, Stuart (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2016
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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In Blut verbunden

Eigentlich sollte man belohnt werden, wenn man einen Psychopathen fasst und dessen Opfer rettet. Allerdings nur, wenn man dabei alle Regeln befolgt. Logan McRae, stellvertretender Detective Inspector, erhält also statt einer Beförderung eine 'berufliche Entwicklungschance' in einem kleinen Küstenort nördlich von Aberdeen. Psychopathen scheint es dort nicht zu geben, dafür Drogendealer, Ladendiebe und entlaufenes Vieh. Und einige Vermisstenfälle. Da es sich bei den Verschwundenen jedoch um erwachsene Männer handelt, wird der Sache keine größere Bedeutung zugemessen. Das ändert sich, als ein totes Mädchen am Strand angespült wird. Denn Logan kommt einem Zusammenhang zwischen den vermissten Personen und diesem Mordfall auf die Spur ...

Stuart MacBride hatte in zahlreichen Berufen gearbeitet, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. "Die dunklen Wasser von Aberdeen", sein erster Roman um den Ermittler Logan McRae, wurde als bestes Krimidebüt des Jahres ausgezeichnet. Seither sind die brillanten Spannungsromane des Schotten aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Stuart MacBride lebt mit seiner Frau im Nordosten Schottlands.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 736
    Erscheinungsdatum: 14.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641167530
    Verlag: Goldmann
    Serie: Logan McRae Bd.9
    Originaltitel: The Missing and the Dead
    Größe: 1499 kBytes
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In Blut verbunden

2

Die Scheibenwischer schoben sich quietschend und ächzend über das Glas und befreiten es von dem dünnen Überzug aus winzigen weißen Flöckchen. Die Stadt hatte die Weihnachtsdekoration noch nicht abnehmen lassen: Schneemänner, Stechpalmenzweige, Glocken, Rentiere und Weihnachtsmänner leuchteten hell aus der Dunkelheit hervor.

Vor zehn Tagen war hier sicher noch die Hölle los - Hogmanay, der 31. Dezember, war wie hundert Freitagabende auf einmal -, aber jetzt waren die Straßen wie ausgestorben. Die Leute hockten wahrscheinlich alle zu Hause, bis über beide Ohren im Minus nach dem Weihnachts-Konsumrausch, und warteten sehnsüchtig auf den nächsten Zahltag.

Die Reifen des zivilen Einsatzwagens pflügten zischend durch den Schneematsch. Kein Verkehr - die einzigen anderen Fahrzeuge parkten am Straßenrand und ließen sich vom Schnee einen weißen Anstrich verpassen.

Logan drehte sich auf seinem Sitz um und warf einen bösen Blick nach hinten, während sie auf die North Deeside Road einbogen. "Letzte Chance, Graham."

Graham Stirling saß vornübergebeugt da, die Hände jetzt vor dem Bauch gefesselt, und befühlte mit schmutzigen Fingern seine blutverkrusteten Nasenlöcher. Seine Stimme klang belegt und tonlos. "Sie haben mir die Nase gebrochen ..."

Neben ihm auf dem Rücksitz schniefte Biowaffen-Bob. " Aye , und Sie haben ihm noch nicht mal dafür gedankt, oder?" Die dicke durchgehende Braue über seinen Augen verformte sich zu einem haarigen V. Er lehnte sich zu Stirling hinüber, so dicht, dass eines seiner großen, abstehenden Ohren dessen Stirn berührte. "Jetzt beantworten Sie die Frage: Wo ist Stephen Bisset?"

"Ich brauche einen Arzt."

"Einen kräftigen Tritt in den Hintern brauchen Sie, sonst nichts." Bob ballte eine Hand zu einer haarigen Faust. "Jetzt sagen Sie uns, wo Bisset ist, oder ich schwöre bei Gott, dass ich ..."

"Detective Sergeant Marshall! Es reicht ." Logan bleckte die Zähne. "Wir prügeln nicht in Polizeifahrzeugen auf Gefangene ein."

Bob lehnte sich zurück und ließ die Faust sinken. " Aye , da versaut man ja bloß die Polster. Rennie, such doch mal eine ruhige Ecke, wo wir anhalten können. Eine ruhige, dunkle Ecke."

DS Rennie hielt den Wagen am Zebrastreifen an und spielte mit den Fingern ein Trommelsolo auf dem Lenkrad, während zwei elegant gekleidete Männer wankend die Straße überquerten. Sie hatten einander die Arme um die Schultern gelegt und grölten einen alten Rod-Stewart-Song, ohne sich von dem heftiger werdenden Schneetreiben stören zu lassen.

Ihre Anzüge sahen wesentlich teurer aus als der von Rennie. Und ihre Frisuren auch - nicht allzu schwierig bei seinem hochgegelten Blondschopf über dem rotwangigen Gesicht und dem Hals, der in einem zwei Nummern zu weiten Hemdkragen verschwand. Wie ein kleiner Junge, der mit den Sachen seines Vaters Verkleiden spielt. Er warf einen Blick über die Schulter. "Sie wollen doch, dass das Gericht erfährt, dass Sie kooperiert haben, nicht wahr, Graham? Dass Sie uns geholfen haben? Könnte Ihnen ein paar Jährchen Knast ersparen."

Schweigen.

Stirling zupfte ein Klümpchen geronnenes Blut von der Haut unter seiner Nase ab und schmierte es auf den zerrissenen Stoff seines Kleids.

"Der DI meint es ernst, Graham, er wird Sie nicht noch einmal fragen. Warum tun Sie sich nicht den Gefallen und sagen ihm, was er wissen muss?"

Eine Pause. Dann blickte Stirling auf. Und lächelte. "Okay."

Bob griff nach seinem Airwave. "Wurde aber auch Zeit. Also schießen Sie los - Adresse?"

Grahams rosarote Zunge tauchte zwischen den blassen Lippen auf und leckte sie ab. "Nein. Sie und der Junge müssen aussteigen. Ich rede mit ihm" - er deutete auf Logan -, "oder wir fahren zurück zum Präsidium, und Sie besorgen mir einen Anwalt."

"Seien Sie nicht albern, Stirling, wir werden nicht ..."

"Kein Ko

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