text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

In den Dünen von Ho: Krimi von Bieber, Horst (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.05.2016
  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

In den Dünen von Ho: Krimi

Ulf Kamberg kommt von einer Dienstreise nach Hause, seine Frau Karin ist verschwunden, in ihrer Ehe kriselt es allerdings schon lange. Zur gleichen Zeit beginnen ihn Unbekannte aus unbekannten Gründen zu verfolgen, sie scheinen auf der Suche nach einer 'Sache' zu sein, die sie in Kambergs Besitz vermuten. Und sie wollen diese 'Sache' unbedingt haben...dass sie nicht ungefährlich sind und wenig Skrupel besitzen, wird sehr schnell allen Beteiligten klar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 150
    Erscheinungsdatum: 25.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738903614
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 274 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

In den Dünen von Ho: Krimi

Erstes Kapitel

Minutenlang schwebte er zwischen Wachen und Schlafen, ganz erfüllt von dem fernen Brausen, das mit seiner Gleichförmigkeit den immer noch Schlaftrunkenen einlullte. Er wusste nicht, wo er war, und es beunruhigte ihn nicht einmal. Dann begann alles ganz schwach zu zittern und zu schwanken, er schüttelte die Benommenheit ab und richtete sich vorsichtig auf. Die Kabine war dunkel, die anderen Passagiere schliefen noch. Die Maschine hatte die Turbulenz durchquert und lag wieder ruhig wie ein Brett. Ein Uhr, er rechnete, sechs Stunden Zeitunterschied. In knapp drei Stunden mussten sie in Frankfurt landen, und als er behutsam die Sonnenblende einen Spalt hochschob, drang ein blendend heller Strahl herein. Drei Stunden, das hieß Kanarische Inseln oder schon nördlich davon. Plötzlich hatte er es eilig, nach Hause zu kommen. Das war schon immer so gewesen, unangenehme Dinge brachte er gern rasch hinter sich, und manchmal sah es aus, als fiebere er Auseinandersetzungen förmlich entgegen.

Die Stewardess lächelte ihm zu, während sie das Frühstück servierte. Am Abend hatten sie sich unterhalten, sie war aus einer deutschstämmigen Familie und amüsierte sich über sein eingerostetes Portugiesisch, witzig und selbstbewusst, eine echte Brasilianerin. Ihr Deutsch war so perfekt, dass er ihr auf den Kopf zusagte, sie habe es irgendwo zwischen Köln und Düsseldorf gelernt oder aufgefrischt.

Beim Aussteigen hielt sie ihm die Hand hin: "Mehr üben! Das nächste Mal höre ich die unregelmäßigen Verben ab."

"Vielen Dank. Das wird dann ein noch angenehmerer Flug."

Passkontrolle, ein misstrauischer Blick auf sein Handgepäck, unfreundliches Winken: Oh ja, Deutschland hatte ihn wieder. Direkt hinter der Ticket-Kontrolle wartete sein Fahrer auf ihn, doch diesmal lachte er nicht breit, sondern machte ein ernstes, fast bedrücktes Gesicht.

"Guten Morgen, Krause."

"Guten Tag, Herr Kamberg."

"Was ist los? Sie sehen aus, als hätten Sie Zahnschmerzen."

"Nein, nein, nur ... Sie sollen bitte sofort Frau Henseler anrufen, es ist wichtig."

"Wie bitte?" Christa Henseler machte dreimal die Woche in ihrem Haus im Taunus sauber, er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, warum er sie dringend anrufen sollte.

"Es ist ... es geht ... also, wegen Ihrer Frau."

Krause war ein herzensguter Mensch, pünktlich, zuverlässig und immer gut gelaunt, aber manche Sachen musste man ihm zweimal ganz langsam erklären, und deswegen nickte Kamberg nur: "Mach' ich, danke."

Sie holten das Gepäck vom Band, Krause pfiff schon wieder leise vor sich hin und legte auf der Autobahn los. Was sollte das heißen: Wegen Karin? Achselzuckend griff er nach den Zeitungen, die auf dem Nebensitz lagen, darunter schimmerte natürlich einer dieser verhassten grauen Aktendeckel mit rotem Rand hervor: Wichtig und eilig. Oh ja, auch die Firma hatte ihn wieder.

Seine Sekretärin, so verschlossen wie tüchtig, schien sich ehrlich zu freuen, dass er wieder im Lande war. Im letzten Moment hatte er daran gedacht, für sie etwas zu besorgen, die beiden Ketten waren nicht kostbar, aber lustig, aus bunten, glattpolierten Steinen und Halbedelsteinen. Für Teufelchen vielleicht eine Spur zu jugendlich; sie hieß Ingrid Teufel und konnte entzückend süßsauer grienen, wenn er sie Teufelchen nannte.

"Vielen Dank, Herr Kamberg."

"Gern geschehen." Er wusste, dass sie Mühe hatte, Gefühle zu zeigen, und schmunzelte aufmunternd: "Irgendetwas Neues, das ich sofort wissen müsste?"

"Nein." Sie schüttelte den Kopf. "Nur Frau Henseler hat heute morgen angerufen, Sie möchten sich bitte sofort bei ihr melden."

"Gibt es einen bestimmten Grund?"

"Mir hat sie nichts sagen wollen."

Mühsam blieb er ernst; Teufelchen war beleidigt, weil er keine Geheimnisse vor ihr hatte, und nun meinte seine Putzhilfe, die rechte Bürohand dürfe nicht alles erfahren.

"Okay, d

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen