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In seinen Händen Thriller von Coben, Harlan (eBook)

  • Verlag: Page & Turner
eBook (ePUB)
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In seinen Händen

Idylle oder Abgrund, Täter oder Opfer - nichts ist so, wie es scheint ... Die 17-jährige Haley McWaid führt ein idyllisches Vorstadtleben: mustergültige Schülerin, Captain des Lacrosse-Teams und schon mit einem Bein im renommierten Elite-College. Doch dann verschwindet Haley von einem Tag auf den anderen spurlos, und für die McWaids bricht eine Welt zusammen. Derweil feiert Fernsehreporterin Wendy Tynes mit ihrer Show Quotenerfolge: Vor laufender Kamera stellt sie mutmaßlichen Sexualverbrechern eine Falle. Ihr neues Opfer ist Sozialarbeiter Dan Mercer, den sie mühelos überführt und der bald auch mit Haleys Verschwinden in Verbindung gebracht wird. Doch Dans Geschichte ist nicht so einfach, wie alle glauben, und nach und nach kommen Wendy Zweifel. Sie beginnt neue, unbequeme Fragen zu stellen. Und obwohl ihr dabei jemand gewaltige Steine in den Weg legt, merkt sie bald, dass auch in der Vorstadtidylle oft alles anders ist, als es scheint ... Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Thriller wurden bisher in über 40 Sprachen übersetzt und erobern regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten. Harlan Coben, der als erster Autor mit den drei bedeutendsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet wurde - dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award -, gilt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Familie in New Jersey.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641045111
    Verlag: Page & Turner
    Originaltitel: Caught
    Größe: 1718 kBytes
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In seinen Händen

" ZWEITER TEIL (S. 196-197)

FÜNFUNDZWANZIG

Beerdigungen liefen immer sehr ähnlich ab. Man sprach dieselben Gebete, las die üblichen Bibelstellen, es wurden die vermeintlich tröstenden Worte gesprochen, die, besonders in solchen Situationen, in den Ohren eines Außenstehenden oft entweder wie banale Ausflüchte oder wie fast schon obszöne Rechtfertigungen klangen. Auf der Kanzel passierte auch immer das Gleiche - echte Unterschiede gab es eigentlich nur bei den Reaktionen der Trauernden.

Die Beerdigung Haley McWaids hatte sich wie eine bleierne Decke über das Viertel gelegt. Der Kummer lastete auf allen, erschwerte jede Bewegung und füllte die Lunge mit Glasscherben, so dass jeder Atemzug zur Qual wurde. Im Moment litten alle, die hier wohnten, aber Wendy wusste genau, dass das nicht so bleiben würde. Sie hatte es bei Johns vorzeitigem Tod erlebt. Kummer hatte eine verheerende Wirkung, er zerfraß die Menschen.

Aber bei Freunden, selbst bei den engsten Freunden, kam der Kummer nur zu Besuch. Bei der Familie blieb er länger, oft ging er nie ganz - aber das sollte wahrscheinlich auch so sein. In der Kirche hatte Wendy sich ganz hinten in die Ecke gestellt. Sie war spät gekommen und früh wieder gegangen. Sie hatte Marcia oder Ted nicht angesehen. Das würde sie sich jetzt "echt nicht antun", wie Charlie, der noch am Leben war, so gerne sagte. Es war einfach eine Art Selbstschutz, und für sie war das so in Ordnung.Die Sonne brannte vom Himmel. Auch das schien bei Beerdigungen immer gleich zu sein.

Ihre Gedanken wollten wieder zu John zurückkehren, an seinen geschlossenen Sarg, aber sie unterdrückte auch diesen Impuls. Sie ging die Straße entlang. An der Ecke blieb sie stehen, schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken, so dass ihr die Sonne ins Gesicht schien. Es war elf Uhr, Zeit, sich mit Sheriff Walker im Büro der Gerichtsmedizinerin zu treffen. Die Gerichtsmedizin für die Countys Essex, Hudson, Passaic und Somerset befand sich in Newark in einem deprimierenden Teil der Norfolk Street.

Mit Newark war es in letzter Zeit tatsächlich wieder etwas bergauf gegangen, allerdings nur im Osten der Stadt. Hier hingegen hatte sich nicht viel getan. Eigentlich recht passend für die Gerichtsmedizin. Sheriff Walker erwartete sie auf der Straße. Er wirkte wie immer ein bisschen unsicher wegen seiner Größe, ließ die breiten Schultern herabhängen. Sie erwartete fast, dass er sich zu ihr herunterbeugen und mit ihr dann wie mit einem kleinen Mädchen reden würde, und irgendwie machte ihn das noch liebenswerter. "Wir haben beide ein paar arbeitsreiche Tage hinter uns, was?", sagte Walker."

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