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Infam ... und tödlich! Kriminalerzählungen von Bottländer, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.01.2014
  • Verlag: Universitätsverlag Brockmeyer
eBook (ePUB)
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Infam ... und tödlich!

Ein psychiatrischer Frauenmörder versetzt eine Stadt in Angst und Schrecken. Der Mörder eines Porno-Fotografen versucht einen bösen Trick. Eine Mutter sorgt sich um ihre Kinder. Dafür müssen zwei Ehemänner sterben. In einer Silvesternacht wird ein junger Mann erschossen - mit Pappe. Ein brutaler Sexualtäter wird nach nur einem Jahr wieder in Freiheit entlassen. Er ermordet eine Mutter und ihre jugendliche Tochter. Seine Festnahme wird zu einer tödlichen Gefahr. Diese und andere außergewöhnliche Kriminalgeschichten basieren auf wahren Fällen. REINHARD BOTTLÄNDER 1948 in Bochum stammt aus einer Bergarbeiterfamilie, 1965 Eintritt in den Polizeidienst, Kriminalhauptkommissar. Er machte sich bereits in den 80er Jahren einen Namen als Jugendbuchautor, ab 2007 folgten Kriminalromane, die reale Hintergründe aufzeigen. Zuletzt bei uns erschienen sein Jugendkrimi: Konrad (2013)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 225
    Erscheinungsdatum: 30.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783819609541
    Verlag: Universitätsverlag Brockmeyer
    Größe: 270 kBytes
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Infam ... und tödlich!

Ich war auf dem Reiterhof in Westrich. Hier hatte der Bauer, der seit Jahren seinen Lebensunterhalt nicht mehr als Landwirt, sondern als Polizist verdiente, eine lange Reithalle gebaut. Direkt an der rechten Seite der Halle angebaut befanden sich links und rechts von der Stallgasse die Pferdeboxen. Rund zwanzig Pferde standen hier. Auch unser Fidibus, ein brauner Wallach, inzwischen vierzehn Jahre alt. Im vorderen Teil der Reithalle befanden sich einige Räume, die als Sattelkammer, Futterkammer oder Abstellraum für verschiedene Gerätschaften dienten. Ein größerer Raum war als Aufenthaltsraum ausgebaut. Es gab eine kleine Theke, ein paar Sitze um zwei Tische, einen offenen Kamin. Es war gemütlich dort. Hier waren schon viele feucht fröhliche Feiern von statten gegangen. So sollte es auch heute sein. Viele Einstaller und Freunde des Reiterhofes hatten sich eingefunden. Barbara stand hinter der Theke und zapfte fleißig Bier, denn der Durst war bei allen groß. Auch bei mir. Doch ich trank Mineralwasser. Ausgerechnet über Weihnachten und Neujahr war ich für die Mordkommission eingeteilt worden. Das bedeutete absolutes Alkoholverbot. Eine Ausnahme würde ich aber doch machen, nahm ich mir fest vor. Ich würde um Mitternacht ein halbes Glas Sekt mittrinken. Was sollte schon passieren? Na ja, wenigstens durfte ich essen. Um sich mit dem zu befassen, was da auf Tellern und Schalen fein dekoriert angeboten wurde, brauchte man keine große Einladung.

Ich hatte telefonisch mitgeteilt, wo ich zu erreichen war. Der Zeiger auf der großen Uhr rückte langsam auf die letzte Sekunde im alten Jahr zu, dann schallte es durch den Raum "Prosit Neujahr!" Ich stieß mit den anderen auf das neue Jahr an, als die Tür aufging. Zwei uniformierte Kollegen standen in der Tür. Ich wusste sofort, dass es um mich ging.

"Ein junger Mann ist erschossen worden. Die MK ist eingesetzt. Sie müssen sofort nach Bochum kommen." Keine fünf Minuten später war ich auf dem Weg.

Am Tatort traf ich als erstes auf einen uniformierten Kollegen der Schutzpolizei. Er stand auf der Straße und hatte die Aufgabe, Neugierige fernzuhalten. Es waren nur wenige. Der Tatort lag in einem ruhigen Vorort. Viele Menschen waren in die City gefahren, um dort in den Lokalen ins neue Jahr zu feiern. Andere waren in ihren Wohnungen geblieben und hatten von allem nichts mitbekommen. Einige Beamte der Mordkommission waren bereits vor mir eingetroffen. Ich kam von Dortmund, die anderen wohnten näher. Die Spurensicherung war ebenfalls bei der Arbeit. Polizeifahrzeuge, Notarztwagen, ein Krankenwagen und das Fahrzeug eines Bestatters standen in der Nähe.

"Weiß man schon, was genau passiert ist?"

"Nur so viel, dass ein junger Mann von einem Nachbarn erschossen wurde", sagte der Uniformierte. Er war sauer. Bestimmt, weil auch er heute im Dienst war und an diesem Einsatz teilnehmen musste. Und der konnte sehr lange dauern.

"Ist etwas über das Opfer bekannt?"

"Ich kenne den Toten. Er heißt Stefan Kroll. Er ist bei einem Paketdienst beschäftigt ... nein, er war dabei", verbesserte er sich. "Ich hatte schon einige Male mit ihm zu tun." Die Aussage klang nicht sehr freundlich. "Er hat in letzter Zeit einigen Ärger gemacht. Zuletzt ist er mit einer Machete durch die Gegend gerannt." Der Polizist sah grimmig aus.

"Mit einer Machete?"

Der Polizist nickte. "Nachbarn haben ihn damit gesehen und uns informiert."

"Und? Hat er was damit gemacht? Hat er jemanden damit bedroht?" Ich vermutete, dass hier vielleicht ein Tatmotiv zu finden sei.

"Nein. Er hat behauptet, sich notfalls damit verteidigen zu wollen. Eine dumme Ausrede. Wi

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