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Ist die Katze aus dem Haus Ein Fall für Mrs. Murphy von Brown, Rita Mae (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.04.2018
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Ist die Katze aus dem Haus

Mary Minor Harry Harristeen ist happy. Endlich tummelt sie sich wieder als Caddie auf dem Golfplatz von Crozet, an ihrer Seite Katze Mrs. Murphy. Plötzlich hört Harry Schüsse. Ein Spieler wurde ermordet, Greg Ginger McConnell, ein emeritierter Professor der University of Virginia. Zuletzt schrieb er an einem Buch über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und die Spuren, die er in ihrer Gegend hinterlassen hat. Besonders scheint ihn das ehemalige Kriegsgefangenenlager bei Charlottesville interessiert zu haben. Schon bald fragt sich Harry, ob McConnell vielleicht auf eine unliebsame Wahrheit gestoßen ist? Rita Mae Brown, geboren in Hanover, Pennsylvania, wuchs in Florida auf. Sie studierte in New York Filmwissenschaft und Anglistik und war in der Frauenbewegung aktiv. Berühmt wurde sie mit dem Titel Rubinroter Dschungel und durch ihre Romane mit der Tigerkatze Sneaky Pie Brown als Co-Autorin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 06.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843717526
    Verlag: Ullstein
    Originaltitel: Tail Gait. A Mrs. Murphy Mystery
    Größe: 12074 kBytes
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Ist die Katze aus dem Haus

2

10 . April 2015

L ange, tiefe, blassgoldene Strahlen brachten die Westseite der Friedhofsmauer von St. Lukas zum Leuchten. Viele der beigesetzten Seelen ruhten hier seit kurz nach dem Unabhängigkeitskrieg. Die Kirche selbst - aus handverlegten Steinen erbaut, viele davon stammten von den Feldern - passte altersmäßig zu den Verstorbenen. Der Schöpfer dieses friedvollen Ebenmaßes hatte sich in Mittelvirginia und eine junge virginische Schöne verliebt, als er wenige Meilen entfernt in einem Revolutionskriegslager lebte. Drei Bogengänge verbanden die Kirche an dem einen Ende mit dem Pfarramt am anderen. Der Innenhof von St. Lukas grenzte im Norden an den Hauptbogengang. An jeder Ecke bildeten die zwei kürzeren Gänge ein friedvolles Rechteck; ein längerer Gang war dem vorderen nachgebaut. Die Proportionen dieses alten Rechteckplans waren anmutig, schlicht und zeitlos. Die kürzeren Bogengänge mündeten in eingeschossige Steinbauten mit mundgeblasenen welligen Fensterscheiben. Ursprünglich als Klassenzimmer genutzt - einer Unter- und einer Oberschule -, dienten die Räume jetzt diversen Kirchengruppen. Das Gebäude der Männer befand sich auf der Nordseite, das der Frauen auf der Südseite, jedes ein Ebenbild des anderen, ganz wie bei den Bogengängen. Das Gebäude der Männer war so sauber, dass man von dem Kiefernkernholzboden hätte essen können, eine Sauberkeit, die jede Ehefrau dazu veranlasste, sich zu fragen, warum das bei ihr zu Hause nicht so war.

An diesen Innenhof grenzte ein geräumiger Außenhof, groß genug für Footballspiele und Veranstaltungen bei gutem Wetter. Als hintere Begrenzung diente der Friedhof, eingefasst von einer grauen Mauer aus denselben Steinen wie der Kirchenbau.

Von dem großen Hof aus lag das Pfarrhaus linker Hand des Friedhofs. Der Wohnsitz war im Lauf der Jahrhunderte größer geworden, sowohl durch Anbauten als auch durch eine Doppelgarage. Das Pfarrhaus, ursprünglich ein Stall mit darüberliegenden Wohnquartieren, war aus weiß gestrichenen Schindeln erbaut worden. Die Fensterläden waren mitternachtsblau, in jeden war oben ein Kreuz eingeritzt.

Als lutherische Kirche war St. Lukas hochkirchlich, doch obwohl der Innenraum von einer kurzen Liebelei mit Vergoldungen zeugte, war sie dezenter gehalten als die katholische Kirche am Ende der Straße, allerdings nicht annähernd so karg wie die Kirche zum Heiligen Licht.

In diesem angenehmen, behaglichen Heim führte eine Abendeinladung Freunde zusammen. Reverend Herbert Jones, letztendlich den Schatten entkommen, die der Tod seiner Frau geworfen hatte, bewirtete an diesem Abend Gäste. Obwohl seine Ehefrau, zu ihrer Zeit eine große Schönheit, schon vor sieben Jahren gestorben war, hatte der gute Mann lange gebraucht, um sich wieder zu fangen.

Drinnen saßen Harry und Fair Haristeen, Doktor der Veterinärmedizin, Susan und Ned Tucker, Nelson und Sandra Yarbrough, beide Zahnmediziner, Professor Greg "Ginger" McConnell und seine Frau Trudy, Marshall und Joyce Reese sowie Paul und Anita Huber bei Reverend Jones und seiner guten Freundin Miranda Hogendobber in dem schlichten, blassgelb gehaltenen Wohnraum. Nach dem Tod von Harrys Mutter war Miranda ihr eine Ersatzmutter und allen eine gute Freundin geworden. Miranda hatte auch eine engelhafte Singstimme, eine Stimme im Dienst der Kirche zum Heiligen Licht, einem evangelischen Gotteshaus.

Man konnte den Caterer in der alten Landhausküche bei der Arbeit hören.

"Ich weiß nicht, warum du mich das Abendessen für heute nicht hast kochen lassen", sagte Miranda, die in einem pfirsichfarbenen Kleid sehr hübsch aussah.

"Weil du dich dann übernehmen würdest." Herb lächelte, als Lucy Fur, eine lutherische Katze, auf die Rückenlehne seines Polstersessels sprang.

"Ich hatte ganz vergessen, wie hübsch dieses Haus ist", bemerkte Trudy. "Wie ein Schritt zurück in

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