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Jagd auf die Bestie Thriller von Carter, Chris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.07.2019
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Jagd auf die Bestie

Robert Hunter weiß, wie Mörder denken. Der Profiler des LAPD jagt die grausamsten Killer. Der schlimmste von allen war Lucien Folter - hochintelligent und gewaltverliebt. Als Lucien aus der Sicherheitsverwahrung ausbricht, folgt Hunter seiner blutigen Spur. Und der Killer lockt den Widersacher mit einem perfiden Spiel in seine Nähe: Wer ist der Klügere? Wer wird gewinnen? Der 10. Thriller mit Profiler Robert Hunter und seinem Partner Garcia. Chris Carter wurde 1965 in Brasilien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er studierte in Michigan forensische Psychologie und arbeitete sechs Jahre lang als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, wo er als Musiker Karriere machte. Mittlerweile lebt Chris Carter als Vollzeit-Autor in London. Seine Thriller um Profiler Robert Hunter sind allesamt Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 26.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843720571
    Verlag: Ullstein
    Serie: Robert Hunter .10
    Originaltitel: Hunting Evil
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Jagd auf die Bestie

4

Zu dem Zeitpunkt, als Direktor Kennedy die Nachricht von Lucien Folters Flucht aus dem Gefängnis erhielt, hatte dieser bereits die Grenze zwischen Virginia und Tennessee überquert und näherte sich mit hoher Geschwindigkeit der Stadt Knoxville. Sein Ziel, wenigstens fürs Erste, war eine kleine Holzhütte im abgelegenen Marschland des südlichen Louisiana. Doch ihm war klar, dass er vorsichtig sein musste. Einfach kopflos immer weiterzufahren war so ziemlich das Dümmste, was er tun konnte. Der Alarm im Lee-Hochsicherheitsgefängnis war längst ausgelöst worden. FBI und Justizministerium waren über seinen Ausbruch in Kenntnis gesetzt, vermutlich hatte man auch bereits das United States Marshals Office mobilisiert. Sein Fahndungsfoto war höchstwahrscheinlich noch nicht in den Morgennachrichten gezeigt worden, dafür war es noch zu früh, aber es würde nicht mehr lange dauern, bis die ersten Eilmeldungen zu seiner Flucht gesendet wurden, und spätestens zur Mittagszeit wäre sein Konterfei im ganzen Land zu sehen. Bevor er an irgendetwas anderes denken konnte, musste er zunächst sein Aussehen verändern, und dafür benötigte er einige Dinge, die sich in einer Stadt von der Größe Knoxvilles leicht besorgen ließen.

Doch eins nach dem anderen. Bevor er Knoxville erreichte, musste er zunächst einmal den silbernen Chevrolet Colorado loswerden, den er gerade fuhr. Der Pick-up-Truck gehörte dem Gefängniswärter Manuel Vargas, dessen Kleider und Autoschlüssel Lucien bei seiner Flucht aus dem Krankenflügel an sich genommen hatte. Sobald der Alarm ausgelöst worden war, würde man schnell dahinterkommen, dass Lucien in einem der Privatfahrzeuge der Wachen geflohen sein musste. Höchstwahrscheinlich lief die Fahndung nach dem Colorado bereits. Jeder Cop im ganzen Land würde nach dem Wagen Ausschau halten. Er musste ihn gegen einen anderen austauschen, und zwar so schnell wie möglich.

Während er noch darüber nachdachte, wie sich das am besten bewerkstelligen ließe, hatte das Schicksal ein Einsehen mit ihm. Auf der rechten Seite des Highways, etwa zweihundert Meter voraus, kam ein Rastplatz in Sicht, auf dem ein einzelnes Auto parkte - ein noch relativ neuer mitternachtsschwarzer Audi A6. Die ideale Gelegenheit.

"Aber hallo", sagte Lucien und richtete sich in seinem Sitz auf. Er drosselte das Tempo und lenkte den Truck auf den Rastplatz. Als er sich dem parkenden Auto näherte, sah er, dass eine Frau darin saß und telefonierte. Kein Beifahrer, keine Kinder auf der Rückbank.

"Perfekt."

Lucien parkte vier Stellplätze entfernt und sah sich rasch um - nur zur Sicherheit, falls es doch einen Beifahrer gab, der sich zum Pinkeln in die Büsche geschlagen hatte. Als er niemanden entdeckte, lächelte er. Dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder der Frau im Audi zu. Sie musste etwa vierzig Jahre alt sein und hatte ein Profil, das man fast als schön hätte bezeichnen können - wäre das Kinn nicht ein wenig zu spitz und die Nase ein wenig zu rund gewesen. Sie hatte schwarze Haare, einen gepflegten Kurzhaarschnitt und trug eine leichte braune Lederjacke. Sämtliche Fenster ihres Wagens waren geschlossen.

Um keinen Verdacht zu erregen, stieg Lucien aus und tat so, als wolle er die Reifen auf der Fahrerseite überprüfen. Die nächsten zwanzig Sekunden lang beobachtete er die Frau unauffällig aus der Distanz. Weil ihre Hand mit dem Telefon im Weg war, konnte er ihren Mund nicht sehen, aber ihre Miene, die Bewegung ihrer Augenbrauen und die Art, wie sie gestikulierte, suggerierten, dass sie mit jemandem stritt.

Lucien umrundete den Truck, um sich nun auch die Reifen auf der Beifahrerseite vorzunehmen, während er die ganze Zeit wachsam Ausschau hielt, ob sich auch kein weiteres Fahrzeug dem Rastplatz näherte. Er hatte Glück. Als er wenig später den Blick wieder auf den Audi richtete, stellte er fest, dass die Frau aufgelegt hatte. Sie saß nach vorn gebeugt, den Kopf am Lenkrad, die Augen geschlossen

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