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James Bond 02 - Leben und sterben lassen von Fleming, Ian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2012
  • Verlag: Cross Cult
eBook (ePUB)
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James Bond 02 - Leben und sterben lassen

007 nimmt es mit einem Gangsterboss und seiner schönen Sklavin auf ... Die wunderschöne, hellseherisch begabte Solitaire ist die Gefangene (und Handlangerin) von Mr. Big - Meister der Angst, Verbrechenskünstler und Voodoobaron des Todes. James Bond hat keine Zeit für solchen Aberglauben - er weiß, dass Mr. Big außerdem ein hochrangiger feindlicher Agent und eine echte Bedrohung ist. Mehr als das: Nachdem er ihn durch die Jazzkneipen von Harlem, die Everglades und schließlich bis in die Karibik verfolgen konnte, wird 007 klar, dass es sich bei Mr. Big um einen der gefährlichsten Männer handelt, denen er jemals begegnet ist. Und niemand, nicht einmal die rätselhafte Solitaire, kann sich sicher sein, wie ihr Wettkampf ausgehen wird ... Jeder kennt sie: die teils stark von den Vorlagen abweichenden Verfilmungen der James-Bond-Romane. Pünktlich zum 50-jährigen Jubliäum der Filmreihe gilt es die Ian-Fleming-Originale erstmals im 'Director's Cut' zu entdecken! Eine der größten Filmikonen überhaupt wird 50 Jahre alt! Passend dazu kommt Ende 2012 der 23. Teil der Saga mit dem Titel 'Skyfall' in die Kinos! Cross Cult schließt sich den Jubilaren des Mythos mit einer Wiederentdeckung der meisterhaft erzählten Agenten- und Spionageromane aus der Feder Ian Flemings an und beginnt die schrittweise Veröffentlichung aller James-Bond-Originalromane. Endlich wird es möglich sein, Titel wie 'Goldfinger', 'Thunderball' oder 'You Only Live Twice' komplett in ungekürzten Übersetzungen und mit den ursprünglichen Kapitelabschnitten und -überschriften zu lesen. Es verspricht eine einzigartige James-Bond-Bibliothek zu werden, die dazu einlädt, dem Kult um den britischen Gentleman-Geheimdienstler mit der 'Lizenz zum Töten' auf den Grund zu gehen.

Der Schöpfer von James Bond, geboren 1908 in London, wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs selbst zum Geheimdienstler der britischen Krone. Wenn also auch vieles von dem, was man in der James-Bond-Romanreihe - die 1953 mit Casino Royale begann und bereits vor dem ersten Film 'James Bond jagt Dr. No' (1962) begeistert rezipiert wurde - liest, eindeutig in den Bereich der Fiktion gehört, kann das doch nicht über den wahren Kern mancher Episoden und Verweise hinwegtäuschen. Überhaupt lassen sich nicht nur zahlreiche Anspielungen auf das weltpolitische Konfliktpanorama der ersten Nachkriegsjahrzehnte, sondern auch deutliche Parallelen zwischen dem Schriftsteller und seiner Figur feststellen: So flog Fleming schon in jungen Jahren zweimal aufgrund von 'Mädchengeschichten' von der Schule, und auch Flemings Reisen durch ganz Europa als Korrespondent für diverse Zeitungen spiegeln sich in der kosmopolitischen Ader des stets mit neuester Spionagetechnik und ebenso schlagfertigen Sprüchen ausgestatteten Globetrotters wider, der seinen Lieblingsdrink geschüttelt und nicht gerührt wünscht. Bevor Fleming 1964 verstarb, veröffentlichte er neben diversen anderen Büchern zwölf Romane und zwei Kurzgeschichten-Sammlungen mit dem Titelhelden James Bond und konnte noch die Premieren und den Erfolg der beiden ersten Filme genießen, in denen Sean Connery als erste Personifikation des Kultagenten seinen ultimativen Karrieredurchbruch erlebte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 19.09.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864250736
    Verlag: Cross Cult
    Serie: James Bond 007 Bd.2
    Originaltitel: Live and let die
    Größe: 1450 kBytes
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James Bond 02 - Leben und sterben lassen

DER ROTE TEPPICH

Im Leben eines Geheimagenten gibt es Momente voller Luxus. Bei manchen Aufträgen muss er die Rolle eines sehr reichen Mannes spielen. Und bei diesen Gelegenheiten sucht er Zuflucht in diesem Luxusleben, um die Erinnerung an die Gefahr und den Schatten des Todes zu verdrängen, und ist manchmal, so wie es jetzt der Fall war, im Territorium eines verbündeten Geheimdienstes zu Gast.

Von dem Moment an, als die BOAC Stratocruiser auf das internationale Flughafengebäude von Idlewild zurollte, wurde James Bond wie ein König behandelt.

Als er das Flugzeug zusammen mit den anderen Passagieren verließ, hatte er sich innerlich bereits mit dem berüchtigten Fegefeuer der US-Behörde für Gesundheit, Immigration und Zoll abgefunden. Er wusste, dass er mindestens eine Stunde in überhitzten, schmutzig grünen Räumen verbringen würde, die nach abgestandener Luft, altem Schweiß, Schuld und der Angst rochen, die alle Grenzgebiete umgibt: die Angst vor den geschlossenen Türen mit der Aufschrift PRIVAT, hinter denen sich die sorgfältigen Männer, die Akten und die ratternden Fernschreiber verbargen, die eilig Nachrichten nach Washington schickten, an die Betäubungsmittelbehörde, die Abteilung für Gegenspionage, das Finanzministerium oder das FBI.

Während er durch den bitterkalten Januarwind über die Rollbahn marschierte, stellte er sich vor, wie sein eigener Name durch das Netzwerk lief: BOND, JAMES, BRITISCHER DIPLOMATENPASS 0094567. Kurz darauf würden die Antworten über andere Maschinen zurückkommen: NEGATIV, NEGATIV, NEGATIV. Und dann die Antwort des FBI: POSITIV, ÜBERPRÜFUNG ABWARTEN. Es würden ein paar hektische Botschaften über die Verbindungsleitung zwischen dem FBI und der CIA ausgetauscht werden und dann: FBI AN IDLEWILD: BOND OKAY OKAY, und der uninteressierte Beamte am Schalter würde ihm mit einem "Ich hoffe, Sie genießen Ihren Aufenthalt, Mr Bond." seinen Pass zurückgeben.

Bond zuckte mit den Schultern und folgte den anderen Passagieren durch eine Drahtzaunabsperrung zu einer Tür mit der Aufschrift US-GESUNDHEITSDIENST.

In seinem Fall handelte es sich natürlich lediglich um eine langweilige Routine, aber ihm missfiel die Vorstellung, dass seine Personalakte irgendeiner ausländischen Macht in die Hände fallen könnte. Anonymität war in seinem Geschäft das wichtigste Werkzeug. Jeder noch so winzige Schnipsel seiner wahren Identität, der in irgendeine Akte gelangte, verringerte seinen Wert und stellte letztendlich eine Bedrohung für sein Leben dar. Hier in Amerika, wo man alles über ihn wusste, fühlte er sich wie ein Neger, dessen Schatten von einem Voodoo-Priester gestohlen worden war. Ein wesentlicher Teil von ihm war verpfändet und befand sich in den Händen anderer. In diesem Fall handelte es sich zwar um Freunde, aber dennoch ...

"Mr Bond?"

Ein freundlich wirkender, unscheinbarer Mann in Zivil war aus den Schatten des Gesundheitsdienstgebäudes getreten.

"Mein Name ist Halloran. Freut mich, Sie kennenzulernen!"

Sie schüttelten sich die Hände.

"Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Reise. Würden Sie mir bitte folgen?"

Er wandte sich an den Beamten der Flughafenpolizei, der vor der Tür Wache hielt.

"Okay, Sergeant."

"Okay, Mr Halloran. Wir sehen uns."

Die anderen Passagiere waren mittlerweile durch die Tür gegangen. Halloran wandte sich nach links, weg vom Gebäud

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