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Je kälter die Asche & Je dunkler das Grab Zwei Krimis in einem E-Book von Fox, Mary Ann (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Je kälter die Asche & Je dunkler das Grab

Zwei Krimis von Mary Ann Fox in einem E-Book! Je kälter die Asche. Mags Blake hat schlechte Laune. Sie vermisst ihren Freund, der in Oxford arbeitet, und ihr Transporter hat den Geist aufgegeben. Da kommt ihr eine Ausschreibung gelegen: Eine alte Zinnmine soll in ein Gartenparadies verwandelt werden. Doch bevor sie ihre Pläne vorlegen kann, brennt das Gebäude der alten Mine ab - und in den Trümmern wird eine Leiche gefunden. Schnell ist klar, dass es kein Unfall gewesen sein kann. Welche Geheimnisse birgt die alte Mine, für die es sich zu töten lohnt? Je dunkler das Grab. Die junge Gärtnerin Mags Blake wird von dem Historiker Sam Hawthorn um Hilfe gebeten. Er arbeitet an einer Festschrift über die Klosterinsel St. Michael's Mount, und Mags soll ein Kapitel über die Gärten der Insel schreiben. Bei ihren Recherchen stößt sie in einer Kapelle auf die nackte Leiche eines alten Mannes - niemand scheint ihn zu kennen. Als ein Freund von Mags unter Verdacht gerät, mischt sie sich mit Sam in die Ermittlungen ein. Dabei stoßen sie auf ein jahrzehntealtes Geheimnis. Und zwischen den beiden knistert es gewaltig ... Cornwall, Crime and a Cup of Tea. Eine liebenswerte Heldin ermittelt vor der atemberaubenden Kulisse Cornwalls.

Mary Ann Fox, Jahrgang 1978, verdiente sich ihr erstes Geld in einer Gärtnerei. Der Liebe wegen ging sie nach dem Studium nach England und arbeitete dort als Fremdenführerin, als Deutschlehrerin und dann im Botanischen Garten in Oxford. Sie arbeitet und lebt mittlerweile in Hamburg- Altona.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 506
    Erscheinungsdatum: 01.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841224828
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 1896 kBytes
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Je kälter die Asche & Je dunkler das Grab

Oxford, zwei Wochen zuvor

1

Mags trat aus dem warmen und von Stimmen erfüllten Sandwichladen hinaus in die kalte Winterluft. Sie wandte sich nach links und ging die High Street in Richtung Magdalen College entlang. Der Turm des College war schon von weitem zu sehen. Ende Januar waren nur wenige Touristen unterwegs, und die meisten der Studenten hatten Weihnachten zu Hause verbracht und waren noch nicht wieder an ihren Studienort zurückgekehrt. Die Vorlesungen würden erst in einer Woche wieder beginnen. Die sonst so laute und von Leben erfüllte Stadt lag mit ihren hellen Sandsteingebäuden und dem jahrhundertealten Kopfsteinpflaster wie in einem Winterschlaf vor Mags. Sie überquerte die Straße und ging durch den steinernen Torbogen und am verlassenen Kassenhäuschen vorbei in den Botanischen Garten. In den Wintermonaten war der Eintritt frei. Vereinzelte Schauer hatten die wenigen Besucher in die Gewächshäuser getrieben, und auch Mags zog es auf direktem Weg in die tropische Wärme.

Bei ihren Besuchen in den letzten Monaten hatte sie jede Pflanze und jeden Stein im Garten kennen- und lieben gelernt. Zu dieser Jahreszeit war von der Blütenpracht des Sommers wenig zu sehen, Mags konnte nur erahnen, wo schon bald wieder die Kletterrosen Scharen von Hummeln und Bienen anziehen würden, konnte sich den Duft der mit Lavendel eingefassten Beete vorstellen, und mit ganz viel Phantasie konnte sie auch die Wärme spüren, die die alten Sandsteinmauern an heißen Tagen speicherten und noch am Abend abgaben. Die großen Bäume, jetzt blätterlos und mit nass glänzendem Stamm und Ästen, würden willkommenen Schatten spenden. Sie wusste, dass der Garten in den letzten Jahren von der Begeisterung der Touristen für Oxford profitiert hatte. Viele kamen, um den Ort zu sehen, an dem so viele Szenen der Harry-Potter-Filme gedreht worden waren. Und Fans der Philip-Pullman-Serie um den »Goldenen Kompass« kamen gezielt in den Garten, um auf genau der Bank zu sitzen, auf der der Autor seine Helden Lyra und Will einmal im Jahr zusammenkommen lässt.

Der Garten schmiegte sich an den Fluss Cherwell und ragte an seinem hinteren Ende in die großen weiten Wiesen des Christ Church Meadow hinein.

Mags hatte dafür heute keinen Blick und eilte weiter in die Wärme der Gewächshäuser.

Das Palmenhaus war das größte der sieben Gewächshäuser, die sich an der Ostseite des Gartens am Ufer des Cherwell entlangzogen. Wie so vieles in Oxford schien auch der Fluss in der Zeit stehengeblieben zu sein und wurde in den Sommermonaten von Studenten und Touristen mit Holzbooten befahren. Auch Sam hatte Mags einmal zu einem solchen Ausflug mitgenommen und sich wider Erwarten mit der langen Stange, mit der die flachen Kähne durch den Fluss und seine Nebenarme gestakt wurden, nicht allzu ungeschickt angestellt.

Mags sah sich im Gewächshaus um. Neben den vielen Palmen, die ihre Blätter bis an das hohe Glasdach drückten, konnte sie auf Anhieb Zitronen- und Orangenbäume erkennen. Pfefferpflanzen trugen ihre roten, glänzenden Beeren und rankten sich an den anderen Pflanzen empor. Sie erkannte die Früchte des Kakaobaumes und sah und roch vor allem die gelben Blütenstände der Ingwerpflanzen. Einen Papayabaum erkannte sie an seinen dicken grünen Früchten und die den Boden bedeckenden Süßkartoffelpflanzen nur an dem weißen Schild, das aus der Erde ragte. Sie hatte sich in das satte Grün der Pflanzen verliebt und fühlte sich sicher und geschützt vor der grauen Nässe der Stadt.

Ihre übliche Bank war frei. Sie öffnete ihre Jacke und stellte vorsichtig die Tüte mit den Sandwiches neben sich ab. Dann zog sie die Mütze vom Kopf und fuhr sich mit den Fingern durch ihre sicherlich völlig verwuschelten Haare. Die Dusche in Sams kleiner Wohnung wurde durch den klitzekleinen Boiler nur unzureichend mit warmem Wasser versorgt, so dass sie sich am Morgen mit einer Katzenwäsche begnügt hatte.

Mags seufzte tief und versuchte,

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