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Jerry Cotton - Angst kennt keinen Ausweg von Cotton, Jerry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.03.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Jerry Cotton - Angst kennt keinen Ausweg

Wir starrten Director Fuller ungläubig an. Entsetzen und Unglauben spiegelte sich in unseren Mienen. Eben hatte uns der Chef des FBI mitgeteilt, dass fünf FBI-Agents wegen Vergewaltigung in Haft saßen. Die Fälle waren mit größter Geheimhaltung abgewickelt worden, um den Ruf des FBI nicht zu beschädigen. Nun war es zu einer weiteren Vergewaltigung durch einen Agent gekommen, und Phil und ich erhielten den geheimsten aller Geheimaufträge, der sich schnell als Himmelfahrtskommando erwies ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 22.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732527571
    Verlag: Bastei Lübbe
    Serie: Jerry Cotton .3066
    Größe: 1067 kBytes
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Jerry Cotton - Angst kennt keinen Ausweg

Es war später Nachmittag und eigentlich wollten wir das Büro in etwa zehn Minuten verlassen. Ich hatte Phil überredet, bei dem milden Frühlingswetter einmal nicht in sein stickiges Fitness-Studio zu gehen, sondern mit mir im Constitutional Garden zu joggen.

"Bist du so weit?", fragte Phil, der seinen Kopf in mein Büro gesteckt hatte. Ich räumte die restlichen Papiere vom Schreibtisch, schnappte mir mein Jackett und wir verließen mein Büro. Auf dem Gang kam uns Mr High entgegen, seine Stirn wies eine steile Falte auf und er sah uns an.

"Sie sind früh dran heute", meinte er zu uns. "Haben Sie am Abend etwas vor?", fragte er uns und ich wusste gleich, dass irgendetwas nicht stimmte.

"Wir wollten nur zwei Stunden joggen gehen, so bis sieben, dann könnten wir Ihnen wieder zur Verfügung stehen", meinte Phil und unser Chef nickte nachdenklich.

"Gut, machen Sie das, kommen Sie bitte dann um acht Uhr in das Restaurant Marcel's am Washington Circle, kennen Sie das?"

"Ja, natürlich. Was ist denn los, Mr High?", fragte ich. Klar, das Marcel's kannte man, es war der beste und teuerste Franzose hier in Washington, und wie ich gehört hatte, war das Restaurant erstklassig.

"Es handelt sich um eine Einladung zum Essen", sagte unser Chef ernst.

"Einladung zum Essen?", fragte Phil zögerlich. "Und warum sind Sie dann so besorgt darüber?"

"Ja, wir drei sind zum Essen eingeladen", erwiderte Mr High. "Von Director Fuller persönlich", meinte er.

"Der FBI Director lädt uns zum Essen ein", rutschte es mir scheinbar so überrascht heraus, dass Mr High wieder mit einem ernsten Gesicht nickte.

"Ganz genau, Jerry, und ich habe das untrügliche Gefühl, dass es nicht darum geht, unsere Leistungen zu honorieren. Wenn der Director ein Gespräch außerhalb des Headquarter möchte, dann kommt wahrscheinlich eine sehr unangenehme Sache auf uns zu. Darum seien Sie vorsichtig mit irgendwelchen vorschnellen Äußerungen heute Abend. Besonders Sie, Phil", ermahnte er uns. "Dann um acht Uhr, seinen Sie bitte pünktlich, die Reservierung lautet auf Mr Smith."

Wir waren laufen gewesen, wie geplant, dann hatte ich geduscht und war die fünfzehn Minuten zu Fuß zu Phils Apartment gegangen. Er wartete auf mich in der Lobby. Wir beide trugen dunkle Anzüge mit Krawatte, so wie wir es auch im Büro taten, und saßen zwei Minuten später in einem Taxi, das uns zum Washington Circle NW brachte, in dessen Nähe das Marcel's lag.

"Seit wir in Washington sind, plane ich schon, dort essen zu gehen", meinte Phil, als ich den Taxifahrer bezahlt hatte und wir die paar hundert Yards zu Fuß weitergingen. "Weißt du, es hat einen Michelin-Stern, doch heute habe ich irgendwie keine besondere Lust darauf."

Phil hatte genau wie ich ein ungutes Gefühl bei der Sache. Vor allem irritierte mich, dass die Reservierung auf einen anderen Namen lief. Natürlich musste der FBI Director sich in der Öffentlichkeit bedeckt halten.

Doch der Name Fuller kam in den Vereinigten Staaten so oft vor, dass ich mich schon lange gefragt hatte, ob es sein richtiger Name war oder ob man ihm, aus Sicherheitsgründen für seine Familie, eine andere Identität gegeben hatte.

Das Nächste, was mir dann sofort ins Auge fiel, waren die fehlenden Bodyguards - Agents, die sich immer in der Nähe des Directors aufhielten. Wenn sich einer von unseren Männern außerhalb des Restaurants aufgehalten hätte, dann hätte ich das sofort bemerkt. Ich sah nur Mr Highs Wagen mit seinem Fahrer und Bodyguard.

"Bitte, meine Herren", meinte der Empfangschef, als wir nach der Reservierung für Mr Smith fragten. "Ich bringe Sie in unseren kleinen separaten Raum, der auf Wunsch von Mr Smith reserviert wurde."

Wir durchquerten das elegante Restaurant mit den großen goldenen Spiegeln und der ganz in weiß und beige gehaltenen Ausstattung. Es war kurz vor acht Uhr und die vielleicht fünf

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