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Jerry Cotton - Die Geisel des Generals von Cotton, Jerry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.06.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Jerry Cotton - Die Geisel des Generals

Eines Nachts erhielt ich den Anruf von Brenda Foster, der Frau des Staatsanwalts Travis Foster, der zugleich auch einer meiner besten Freunde war. Ihr Mann sei spurlos verschwunden, sagte sie mir am Telefon. Ich nahm mit Phil sofort die Ermittlungen auf, die uns zu einem geheimnisvollen Mann führten, der sich der 'General' nannte...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 02.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732512232
    Verlag: Bastei Lübbe
    Serie: Jerry Cotton .2232
    Größe: 1035 kBytes
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Jerry Cotton - Die Geisel des Generals

"Mr .... X?", erkundigte sich Foster, als er am Tisch des Fremden anlangte.

Der Mann war an die fünfzig Jahre alt, trug einen Trenchcoat, den er trotz der Hitze, die in der Bar herrschte, nicht abgelegt hatte. In seinen Zügen lag ein gehetzter Ausdruck, sichtbare Nervosität.

"Machen wir es weniger theatralisch", erwiderte er mit zitternder Stimme. "Mein Name ist Benson."

"Freut mich, Mr. Benson", sagte Foster, während er seinem Informanten gegenüber Platz nahm. "Zunächst möchte ich wissen, woher Sie meinen Namen und meine Nummer kennen."

"Unwichtig", entgegnete Benson. "Alles, was Sie zu kümmern braucht, sind die Informationen, die ich für Sie habe."

"Informationen worüber? Über Mr. Quaid?"

"So ist es."

"Woher wissen Sie, dass ich mich für diesen Mann interessiere?"

Der andere lachte freudlos. "Sie wären bestürzt, wenn Sie ahnten, was wir alles von Ihnen wissen, Foster."

"Wir?" Der Anwalt hob die Brauen, während ihn plötzlich ein ungutes Gefühl beschlich. "Wer ist 'wir', Mr. Benson?"

"Hübsch langsam, Mr. Foster", sagte der andere. "Immer eins nach dem anderen. Fürs Erste sollte es Ihnen genügen zu wissen, dass ich Mr. Quaid kannte. Wir waren gewissermaßen ... Kollegen."

"Sie arbeiten auch für die NY-Finance?", erkundigte sich Foster so naiv, dass der andere lachen musste.

"Sie sollten sich allmählich von ihren konservativen Vorstellungen verabschieden", meinte er. "Wie Sie bereits festgestellt haben dürften, war George Quaid nicht das, was er zu sein vorgab."

"Allerdings", bestätigte Foster. "Aber was war er?"

"Eine gute Frage", brummte Benson. "Auch ich weiß nicht alles, aber ich kann Ihnen sagen, dass George Quaid nicht George Quaid war."

Der Anwalt legte die Stirn in Falten, verstand kein Wort.

"Glauben Sie nichts von dem, was man Ihnen erzählt hat", mahnte Benson. "Quaid arbeitete für ..."

Urplötzlich unterbrach sich der Informant. Er wurde kreidebleich, während er hinüber zum Eingang starrte.

"Ich muss gehen", sagte er auf einmal, griff in die Tasche seines Trenchcoats und legte ein paar Dollarnoten auf den Tisch, um seinen Drink zu bezahlen.

"Gehen? Jetzt? Aber Sie haben mir noch nicht verraten, wer ...?"

"Hören Sie!" Benson beugte sich über den Tisch, sandte Foster einen beschwörenden Blick. "Wenn ich nicht augenblicklich verschwinde, werde ich niemals wieder etwas verraten. Ich haue ab - und wenn Sie klug sind, Foster, dann tun Sie das auch. Die kennen Ihren Namen. Die wissen, wer Sie sind."

"Wer? Von wem sprechen Sie?"

Benson stand auf.

"Ich muss gehen", wiederholte er.

Dann schlug er den Kragen seines Trenchcoats hoch - und war im nächsten Moment inmitten des Gewirrs von Gästen verschwunden.

"Benson ...?"

Foster stand auf, blickte sich nach seinem Informanten um - doch der geheimnisvolle Mann war nirgends mehr zu sehen.

Die kennen Ihren Namen. Die wissen, wer Sie sind, hallten Bensons Worte in Fosters Bewusstsein nach.

Er erhob sich ebenfalls, ließ seinen Blick über die zwielichtigen Besucher des Lokals schweifen, fragte sich, was Benson so in Aufregung versetzt haben mochte.

Der Informant hatte auf Foster einen labilen Eindruck gemacht, hatte auf ihn physisch wie seelisch sehr angeschlagen gewirkt. Sollte er seinen Worten Glauben schenken? Oder war der angebliche Informant nur ein kranker Mann, der unter Paranoia litt?

Andererseits - woher hatte er Fosters Nummer? Und wieso wusste er über Quaid Bescheid?

Die Unruhe verstärkte sich, und Travis Foster verspürte das dringende Bedürfnis, Bensons Rat zu befolgen und das Lokal zu verlassen.

Den Kopf gesenkt, um nicht erkannt zu werden, bahnte er sich einen Weg durch die Menge zum Ausgang. Er konnte die Blicke, die ihm argwöhnisch folgten, beinahe körperlich fühlen.

Endlich

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