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Jerry Cotton - Ende einer Lüge von Cotton, Jerry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Jerry Cotton - Ende einer Lüge

Auf einer Müllkippe in Pennsylvania wurden 14 Leichen gefunden. Das Besondere daran war, dass sie alle eines natürlichen Todes gestorben waren. Dr. Willson und Dr. Fortesque von unserem SR-Team in Quantico stellten schnell fest, dass diese Toten alle professionell für eine Bestattung vorbereitet worden und teilweise auch schon beerdigt gewesen waren. Wir standen vor einem Rätsel, das noch größer wurde, als wir einen ermordeten Bestatter fanden...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 29.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732518463
    Verlag: Bastei Lübbe
    Serie: Jerry Cotton .3041
    Größe: 687 kBytes
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Jerry Cotton - Ende einer Lüge

Nur noch ein paar Schaufeln, dann würde für Randy ein anstrengender Arbeitstag zu Ende sein. Sein Blick fiel auf die Uhr im Armaturenbrett, während er den Hebel betätigte. Die mächtige Baggerschaufel grub sich tief in den Müllberg und hob sich kurz darauf gefüllt in die Höhe.

In den zwei Jahren, die Randy bei der Mülldeponie der Landsdale Township beschäftigt war, hatte er noch nie auf diesem entlegenen Teil der Deponie zu tun gehabt. Aus dem Seitenfenster beobachtete Randy, wie die ersten seiner Kollegen Bierdosen aufrissen.

Durstig war er auch, nachdem er den ganzen Tag in dem Führerstand von der Sonne gebraten worden war. Er stellte den Hebel fest, sodass die Baggerschaufel auf Augenhöhe auspendelte, und griff nach seiner Wasserflasche.

Der erste Schluck landete jedoch sogleich prustend an der Windschutzscheibe, weil er erschrocken zusammenzuckte. Er starrte in das wächserne Gesicht, das mitsamt Schulter und Arm aus der Erde in seiner Baggerschaufel herauslugte.

"Verdammt noch mal, jetzt laden die auch noch ausrangierte Schaufensterpuppen hier ab. Was die Leute so alles wegwerfen", fluchte Randy und ließ die Schaufel hinabgleiten.

Es dauerte einen Moment, bis er das unbehagliche Gefühl bemerkte, das seine Wut verrauchen ließ. Er stieg aus dem Bagger und trat zu dem zum Teil abgetragenen Müllberg, aus dem noch mehr Körperteile hervorragten.

Zwei Gesichter waren freigelegt, doch die Anzahl der Extremitäten ließ auf mehrere Körper schließen. Randys Magen zog sich zusammen. Plötzlich wäre es ihm lieber gewesen, er wäre tatsächlich auf ein Sortiment Plastikpuppen gestoßen. Doch der erste Anschein trog, denn Schaufensterpuppen hatten keine geschlossenen Augen.

"Hey, Randy, was ist los?", rief einer seiner Kollegen.

Randy blickte hinüber. Erst nachdem er sich geräuspert hatte, brachte er einen Ton heraus. "Ich denke, wir sollten die Polizei alarmieren. Jemand hat ein paar Leichen hier abgelegt."

Die Streifenpolizisten ließen die Mülldeponie weiträumig absperren. In Schutzanzüge gehüllt und mit Atemmasken versehen, arbeitete das Spurensuchteam auf der Restmülldeponie. Nach und nach wurde ein Leichnam nach dem anderen auf die vorbereiteten Tragen gelegt.

Detective Sergeant Sarah Walton und Officer Steve Jones vom Landsdale Police Department zogen ebenfalls ihre Schutzmasken über, um den Gestank etwas einzudämmen. Vor dem ersten Beamten der Spurensuche blieben sie stehen. Es handelte sich um den Pathologen Dr. James Masters vom gerichtsmedizinischen Institut in Pittsburgh.

"Können Sie uns schon etwas über die Todesursache mitteilen?", fragte Sergeant Walton und deutete auf den Leichnam auf der Trage.

"Ich tippe mal auf einen natürlichen Tod", erwiderte Masters lakonisch. "Wie es aussieht, haben wir es hier mit einbalsamierten Leichnamen zu tun, was man nicht nur an der wächsernen und relativ gut erhaltenen Haut erkennen kann."

Er zog das verschmutzte Hemd der Leiche hoch. Sarah Walton beugte sich vor und betrachtete die waagerechte und senkrechte Hautnaht, die sich über Brust- und Bauchbereich zog. Sie runzelte die Stirn. "Eine Obduktionsnaht!"

"Die Leichen, die ich bisher gesehen habe, sind obduziert worden. So viel ist klar. Seltsam ist nur, dass die Nähte im unteren Bauchbereich nicht verschlossen sind", erklärte Masters.

Hinter ihr räusperte sich Jones und trat einen Schritt zurück. Sie wusste, dass er eine Weile brauchen würde, um seinen Magen wieder zu beruhigen. Sie selbst hingegen hatte keine Probleme mit dem Anblick von Leichen. Dazu war ihr Interesse an einem Fall zu groß, als dass sie sich von Empfindlichkeiten davon abhalten lassen würde.

"Möglicherweise sind die Nähte aufgerissen, als man die Leichen auf den Müll geschmissen hat. Die Kleidung ist zwar festlich, doch zerrissen und verschmutzt. Teilweise lassen sich verschiedene Blessuren an den Hautpartien ausmachen. Ich gehe mal davon

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