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Jerry Cotton Sonder-Edition - Folge 22 Das Mörder-Spiel von Cotton, Jerry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Jerry Cotton Sonder-Edition - Folge 22

Es begann in Chicago. Eine Serie von Morden, für die jedes Motiv fehlte. Dann geschahen in New York ähnliche Verbrechen. Phil und ich machten uns daran, nach Spuren zu suchen, die uns zu dem Killer führen würden. Doch das, was wir fanden, führte in die unterschiedlichsten Richtungen. Nach und nach konkretisierte sich bei mir eine schier unglaubliche Vermutung ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 80
    Erscheinungsdatum: 15.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732527618
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1245 kBytes
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Jerry Cotton Sonder-Edition - Folge 22

2

Seit mich Mr High auf die Spur des Killers gesetzt hatte, war ich 48 Stunden nicht aus den Schuhen gekommen und hatte doch keine brauchbare Spur gefunden. Ich kam zu der Überzeugung, dass die Lösung des Falls in Chicago liegen musste.

Drei Stunden später saß ich in der Maschine nach Chicago. Während die Stewardess die Passagiere mit Kaffee versorgte, blickte ich von den Akten auf, die ich mir mitgenommen hatte.

Soviel stand für mich schon fest: Der Killer musste ein Mann sein, der so durchschnittlich und normal aussah, dass er niemandem auffiel.

In Chicago nahm ich mir ein Taxi und fuhr sofort zu Lieutenant Thompson, der die Mordfälle bearbeitete. Fulham hatte ihn über mein Kommen verständigt.

"Ich bin gespannt, Agent", sagte Thompson, als wir uns in seinem Büro gegenüberstanden, "ob ihr vom FBI mehr findet als wir. Manchmal bin ich ganz schön sauer gewesen, wenn ich einen Fall an den FBI abgeben musste. Aber diesmal bin ich für jede Unterstützung dankbar."

"Fair von Ihnen, Lieutenant, dass Sie das sagen. Ohne Ihre Hilfe wäre ich aufgeschmissen."

Er nickte zufrieden. "Sie werden von mir über jeden Fall alles erfahren, was Sie wissen müssen. Hier - das sind die Akten." Er zeigte auf einen beachtlichen Papierberg, der seinen Schreibtisch zierte.

"Nicht wahr?", sagte ich ironisch. "Das ist ja eine abendfüllende Lektüre."

"Ich stelle Ihnen mein Büro zur Verfügung, Agent", erklärte Thompson. "Sie können hier zu jeder Tages- und Nachtzeit arbeiten. Aber sicher werden Sie erst einmal in Ihr Hotelzimmer wollen."

"Kommt nicht in Frage", erwiderte ich. "Ich bleibe gleich hier. Wenn Sie mich mit ein paar Sandwiches und einer Flasche Whisky versorgen, bin ich wunschlos glücklich."

Thompson gab seiner Sekretärin die nötigen Ausweisungen; ich zog mein Sakko aus und rückte mir den Papierstapel näher.

"Halt", sagte ich dann. "Bevor ich die gesammelten Werke der Polizei von Chicago lese, geben Sie mir erst zu jedem Fall ein paar Stichworte!"

"Okay", erklärte Thompson, "nichts leichter als das!"

"Fall eins: Mike Gordon, Anfang sechzig. Liegt genau sechs Wochen zurück. Der Mann war Toilettenwärter in einem Hotel. Begab sich vom Spätdienst gegen zwei Uhr nachts in seine Wohnung. Wurde im Treppenhaus erwürgt aufgefunden. Sah erst nach einem Unfall aus, aber unser Doktor entdeckte die Würgemale am Hals. Keine Spuren zu entdecken."

"Fall zwei: Demetrios Kolona, Mitte fünfzig, verheiratet. Grieche. Lebte seit zehn Jahren in Chicago. Angestellter bei einem Buchmacher. Wurde nachts auf dem Heimweg von seiner Stammkneipe in einer Nebenstraße erstochen."

"Mordwaffe vorhanden?"

"Nein, Agent. Der Killer nahm sie mit. Der Verdacht fiel zuerst auf einen Kollegen, mit dem Kolona häufig Streit hatte. Aber der Mann hatte ein einwandfreies Alibi."

"Dann also Fall drei, Lieutenant", bat ich.

Thompson holte tief Luft. "Das war eine Frau. Estelle Warner. Seit ein paar Jahren geschieden. Verkäuferin in einem Warenhaus. Mitte Dreißig. Der Killer zertrümmerte ihr mit einem Kaminhaken den Schädel. Es muss geschehen sein, als sie gerade die Wohnung betreten hatte. Der Mörder erwartete sie und schlug von hinten auf sie ein. Den Kaminhaken ließ er zurück - sonst keine Spuren."

"Was ließ Sie jetzt daran denken, dass diese drei Morde auf den gleichen Täter zurückgingen?"

"Alle drei Taten ließen, so sehr wir auch suchten, kein anderes Motiv erkennen als das: Mord um des Mordens willen."

"Kann es nicht sein, dass doch ein Motiv dahintersteckt, das nur noch nicht erkennbar ist?"

Thompson legte seine Stirn in Falten. "Was sollte es sein? Welche Vorteile hat der Killer dadurch gewonnen, dass er Gordon, Kolona, Mrs Warner und Lawrence tötete - von Ihrem Fall in New York abgesehen?"

"Bleiben wir bei den Fällen. Was war mit Lawrence?"

"Tja, Lawrence. Das war eigentlich der inter

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