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Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers Thriller von Matheson, Nadine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers

Der menschliche Körper ist ein wunderbares Puzzle, einzigartig in seiner Präzision und seiner aufeinander abgestimmten Perfektion! Der Jigsaw Man liebt Puzzles über alles. Doch ein perfektes Puzzle ist nur eines, das in seine Einzelteile zerlegt ist. Nur so kann er die wahre Schönheit erkennen - indem er jedes Teil für sich betrachtet. Hände, Füße, Beine, Arme, Köpfe. Welche Freude! Und wahre Freude muss man teilen, nicht wahr? In der ganzen Stadt ... Wirst du sein nächstes Opfer sein?

Nadine Matheson wurde in Deptford in Südwest-London geboren und ist dort auch aufgewachsen. Sie arbeitet als Verteidigerin in Strafrechtsverfahren, kennt also die Welt ihrer Serie genau. Sie hat außerdem den Schreibwettbewerb der Londoner Universität gewonnen, JIGSAW MAN - Im Zeichen des Killers ist ihr erster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 478
    Erscheinungsdatum: 28.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732588107
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Jigsaw Man
    Größe: 3897 kBytes
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Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers

Kapitel 1

Das Wichtigste war, ruhig zu bleiben. Er durfte nicht sehen, dass er sie getroffen hatte. Wieder einmal.

»Rob, dafür habe ich keine Zeit. Ich werde zu spät zur Arbeit kommen«, sagte Henley, als sie sich die Wagenschlüssel vom Sideboard schnappte und zur Tür ging.

»Genau das ist das Problem. Das hast du nie. Du ...«

Das Knallen der Haustür erstickte den Rest seiner Worte, aber sie wusste ohnehin, wie es weiterging.

Du hast nie Zeit. Für dich kommt die Arbeit immer zuerst.

Detective Inspector Anjelica Henley schaute zu dem Reihenhaus mit der frisch gestrichenen blauen Tür zurück. Nicht zum ersten Mal fragte sie sich, was es wohl über sie aussagte, dass sie mit Vergewaltigern und Mördern glücklicher war als mit ihrem eigenen Mann. Sie fühlte, dass ihre Wut schneller zunahm als die Hitze in der Luft. Als sie ins Auto stieg, zeigte das Thermometer auf dem Armaturenbrett vierundzwanzig Grad, und dabei war es noch nicht einmal halb acht. Da sie jedoch gegen den Verkehr fahren musste, würde sie nur fünfzehn Minuten brauchen, um von ihrem falschen heimischen Idyll in Brockley in die relativ vernünftige Welt des Dezernats für Serienmorde zu kommen, die sogenannte SCU. Sie betrachtete ihr Spiegelbild im Rückspiegel. Sie hatte das Haus viel zu schnell verlassen und vergessen, die kleine Narbe auf ihrer rechten Wange und die dunklen Ringe unter den Augen abzudecken. Das Klingeln ihres Handys unterbrach die neuesten Verkehrsmeldungen von BBC London. Stephen Pellacia stand auf dem Display.

»Wo steckst du?«

»Auch dir einen guten Morgen. Ich bin auf dem Deptford Broadway. In gut zehn Minuten bin ich da«, antwortete Henley.

»Komm nicht aufs Revier«, sagte Pellacias Stimme aus den Lautsprechern. Er sprach schnell, als versuche jemand anders, seine Aufmerksamkeit zu erregen. »Du musst einen kleinen Umweg machen, zum Ende der Watergate Street.«

»Zur Watergate Street? Warum das denn? Ich habe viel zu viel gegen dich in der Hand, als dass ich den Laufburschen für dich spielen müsste.«

»Wir haben einen Fall. Ein Haufen Körperteile ist in der Gegend verstreut gefunden worden. Es ist allerdings noch zu früh, um zu sagen, ob sie alle zum selben Opfer gehören oder ob wir es mit mehr als einem zu tun haben. Ramouter ist schon unterwegs. Er wird dich da treffen, und ...«

Henley machte eine Vollbremsung, als plötzlich ein Moped vor ihr kreuzte. Sie war sofort angespannt, als hätte man einen Schalter umgelegt. »Was meinst du damit, Ramouter ist schon unterwegs? Warum hast du denn nach dem geschickt?« Sie versuchte zwar, ihren Ärger zu verbergen, doch es gelang ihr nicht. »Wie kommst du darauf, dass ich ...?«

Pellacia ignorierte sie. »Ich schicke dir die CAD-Details.«

Henley schlug mit der Hand aufs Lenkrad. Das Letzte, was sie jetzt brauchte, war ein übertrieben enthusiastischer, unerfahrener Detective, der ihr an den Fersen klebte, ein gottverdammter Azubi.

Die Watergate Street, unweit der verstopften Creek Road, war um 07:40 Uhr für gewöhnlich ein ruhiges Wohngebiet, doch jetzt standen die Bewohner vor ihren offenen Haustüren und fragten sich, warum gerade ein Korso von Streifenwagen durch ihre Straße gefahren war. Trotz der hellen Sonne am wolkenlosen blauen Himmel herrschte in der Straße ein geradezu unheimliches Zwielicht. Die Äste mächtiger Kirschbäume bildeten ein fast undurchdringliches Dach über dem Asphalt. Henley parkte gegenüber einem Pub mit Namen The Admiral, nur ein paar Meter von der Polizeisperre entfernt, an der sich ein kleines Grüppchen Gaffer versammelt hatte. Mehrere Fahrzeuge bremsten ab und wendeten nach rechts, als sie erkannten, dass ihre übliche Abkürzung zur Rushhour gesperrt war. Detective Constable in Ausbildung Salim Ramouter stand auf der anderen Seite des Absperrbands, ein kurzes Stü

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