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Juister Taucher. Ostfrieslandkrimi von Jorritsma, Sina (eBook)

  • Verlag: Klarant
eBook (ePUB)
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Juister Taucher. Ostfrieslandkrimi

Der gewaltsame Tod eines Tauchers schockt die ostfriesische Insel Juist. Anstatt mit seinen Freunden heute zu einem Tauchgang aufzubrechen, liegt Pascal erschlagen in einer mutwillig versenkten Yacht. Die Inselkommissare Antje Fedder und Roland Witte nehmen die Gruppe ins Visier und stoßen auf merkwürdige Reaktionen auf den Tod des Freundes. Am verstörendsten jedoch ist die Notiz, die sie im Tagebuch des Opfers entdecken: Ich bin der Nächste auf der Liste. Geht es um eine Todesliste? Treibt ein Serienmörder sein Unwesen auf der idyllischen Nordseeinsel? Und wer ist die attraktive Frau, die ein so auffälliges Interesse an der versenkten Yacht zeigte und dann spurlos verschwand? Gerade beginnen die Ermittler, das Puzzle zusammenzusetzen, da erreicht sie die nächste Schreckensnachricht ... In der "Witte und Fedder ermitteln" - Reihe sind bisher erschienen: 1. Juister Herzen 2. Juister Düfte 3. Juister Reiter 4. NEU: Juister Taucher Alle Ostfriesenkrimis von Sina Jorritsma können unabhängig voneinander gelesen werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965860896
    Verlag: Klarant
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Juister Taucher. Ostfrieslandkrimi

Kapitel 1

"Meine Yacht wurde versenkt!"

Diesen Satz gab ein junger Mann von sich, als er morgens um halb neun in die Juister Polizeiwache stürmte. Kommissarin Antje Fedder blickte auf. Sie hatte gerade überlegt, ob sie ihren Kollegen anrufen sollte. Roland Witte war nämlich spät dran, denn der Dienst begann um acht Uhr.

Doch nun konzentrierte sie sich auf den Besucher. Er war ihr unbekannt, aber das hatte auf einer Touristeninsel mit ständig wechselnden Urlaubern nichts zu bedeuten. Der Mann war groß und athletisch gebaut, er trug eine zerschlissene Jeans und ein Sweatshirt mit einem aufgedruckten Anker. Die tiefe Gesichtsbräune ließ darauf schließen, dass er sich oft im Freien aufhielt. Er schien also ein passionierter Wassersportler zu sein. Antje konnte seine Aufregung verstehen, denn solche Hobby-Fahrensleute waren oft mit ihrem Boot regelrecht verheiratet. Wenn es beschädigt wurde, empfanden sie es fast so schlimm wie eine Verletzung bei einem geliebten Menschen.

Als Polizistin hatte Antje gelernt, einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie deutete auf ihren Besucherstuhl.

"Moin, ich bin Kommissarin Fedder. Nehmen Sie doch bitte Platz."

Der Melder starrte sie an, als ob er einen Geist sehen würde.

"Haben Sie nicht gehört, was ich gesagt habe? Sie müssen etwas unternehmen!"

Seine Stimme klang schrill, er schien wirklich sehr nervös zu sein. Antje blieb freundlich: "Ich werde auch tätig werden, aber zunächst benötige ich einige Fakten."

"Ja, selbstverständlich. Entschuldigen Sie bitte, ich stehe ein wenig neben mir. Die Gundis ist ein Erbstück, sie gehört beinahe zur Familie."

Die Kommissarin hatte bereits ihren Notizblock aufgeschlagen.

"Ich nehme an, Gundis ist der Name Ihrer Yacht?"

Der Mann nickte. Antje schätzte ihn auf Anfang dreißig, also ungefähr ihr eigenes Alter. Sie hakte nach: "Und Sie sind ...?"

"Ich heiße Ole Kramm. Einige Freunde und ich wollten zum Tauchen hinausfahren. Die anderen schlafen noch, also bin ich schon mal allein zum Yachthafen gegangen, um das Boot vorzubereiten. Und da musste ich feststellen, dass irgendein Dreckskerl die Gundis versenkt hat!"

Während Kramm sprach, war er sehr blass geworden. Es kam Antje so vor, als ob er gleich vom Stuhl kippen würde. Sie schaute ihn besorgt an.

"Wie wäre es mit einer Tasse Tee?"

Der Melder öffnete den Mund. Sie machte sich schon auf eine schroffe Antwort gefasst. Aber Kramm schien zu begreifen, dass sie es nur gut mit ihm meinte.

"Ja, das ist sehr nett von Ihnen."

Die Kommissarin stand auf und ging zu der kleinen Teeküche hinüber. Die Juister Polizeiwache an der Carl-Stegmann-Straße war in einem Einfamilienhaus untergebracht. Die Amtsräume befanden sich im Erdgeschoss, während Antje das erste Stockwerk als Dienstwohnung nutzen durfte.

Sie hatte immer noch den Nachgeschmack von ihrem eigenen Morgentee auf der Zunge, den sie wie immer mit Sahne und Kandis genossen hatte. Die kräftige Assam-Mischung würde ihrem Besucher hoffentlich guttun.

Wo bleibt Roland nur? , fragte sie sich innerlich. So spät war ihr Kollege noch nie zum Dienst erschienen. Ob er an diesem schönen Spätsommermorgen einfach verschlafen hatte? Jetzt war jedenfalls keine Zeit, um den Kommissar anzurufen. Kramm benötigte momentan ihre volle Aufmerksamkeit.

Antje kehrte mit Tee, Sahne und Kluntjes zu dem Besucher zurück. Er bediente sich und nahm ein paar Schlucke, bevor er die Tasse wieder abstellte.

"Und Sie sind sicher, dass Ihr Boot versenkt und nicht gestohlen wurde?", vergewisserte sie sich. Der Tee schien Kramm wirklich gutzutun, jedenfalls hatte er schon wieder etwas Farbe bekommen.

"Ja, allerdings! Wäre die Gundis geklaut worden, dann müsste ihr Liegeplatz ja leer sein! Aber sie befindet sich noch dort, allerdings ist fast der ganze Schiffsrumpf unter Wasser. Würde das Boot ni

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