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Kälter als der Tod Thriller von Correnti, Dario (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2018
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Kälter als der Tod

Ein tief verschneites Dorf in Italien. Ein Killer, der eine blutige Spur hinterlässt. Am Rand der Alpen nahe Bergamo wird eine junge Frau grausam ermordet aufgefunden. Gerichtsreporter Marco Besana ist einer der ersten am Tatort und von der Brutalität des Täters fasziniert. Als das nächste Opfer auftaucht, wird Besana klar: Das ist der Fall, auf den er sein Leben lang gewartet hat. Der Fall, der seine Karriere krönen könnte. Zusammen mit seiner Praktikantin folgt er der blutigen Spur, die der Serienkiller in dem kleinen verschneiten Dorf hinterlässt. Aber der Killer ist nicht nur schlau, sondern auch eiskalt. Und erst mit Hilfe einer alten Fallakte beginnt das ungleiche Ermittlerduo zu ahnen, wo das Böse eigentlich lauert ... Für die Leser von Luca D'Andrea Ein tief verschneites Dorf in Italien. Ein Killer, der eine blutige Spur hinterlässt. Atmosphärische Spannung, die das Blut in den Adern gefrieren lässt Eiskalt und böse: ein kaltblütiger Serienkiller auf der Jagd Dario Correnti ist ein Pseudonym, oder besser gesagt, ein Doppel-Pseudonym, hinter dem sich zwei italienische Autoren verbergen. Das Thrillerdebüt "Kälter als der Tod" wurde schon vor seiner Veröffentlichung zur internationalen Sensation und in 15 Länder verkauft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 12.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641235420
    Verlag: Penguin Verlag
    Serie: Penguin Taschenbuch 10367
    Originaltitel: Nostalgia del Sangue
    Größe: 1991 kBytes
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Kälter als der Tod

Erster Teil

9. Dezember

"Ich will mindestens fünftausend Zeichen", sagt Besana und betätigt den Scheibenwischer, ehe ihm klar wird, dass es kein Wasser ist, was da über die Windschutzscheibe rinnt. Denn in Wirklichkeit rinnt es nicht, und an den Seiten hat sich bereits ein weißer Rahmen gebildet. Schnee, das hat gerade noch gefehlt. Besana setzt den Blinker und zieht in die rechte Spur hinüber, den Artikel wird er in der Raststätte schreiben. Er kann nicht riskieren, ausgerechnet heute Abend auf der Autobahn nach Mailand stecken zu bleiben.

"Vertrau mir, verdammte Scheiße", fügt er, immer noch über die Freisprechanlage, hinzu. Und er weiß nicht so recht, ob sich dieses so tief empfundene Scheiße auf den Lastwagen vor ihm bezieht, der ihn gerade geschnitten hat, oder auf den Ressortleiter, der sich immer anstellt, als würde er das Papier aus eigener Tasche bezahlen.

Dann bricht die Verbindung plötzlich ab. Der Akku ist leer. Und er hat schon wieder das Ladekabel fürs Auto zu Hause vergessen.

Besana parkt den Wagen, schlägt die Tür hinter sich zu und rennt los. Gebeugt, den Rucksack schützend über dem Kopf, erreicht er den Eingang der Raststätte.

"Ganz schönes Sauwetter, was?", sagt eine junge Frau hinter der Kasse. Der erste Lichtblick seit zehn Stunden. Das war aber auch bitter nötig.

Mit leicht schwankendem Gang bewegt er sich auf sie zu. Er konnte noch nie richtig laufen, selbst wenn er nüchtern ist, wirkt er betrunken.

"Vielleicht darf ich ja hier übernachten?" Er lächelt sie an. Sie langweilt sich offensichtlich, da kann es nicht schaden, ein bisschen mit ihr zu flirten. Außerdem muss er sie gleich noch um einen Gefallen bitten: Er muss unbedingt sein Handy aufladen, und zwar schnell.

"Meine Schicht ist um acht zu Ende. Fragen Sie meinen Kollegen." Aber sie lächelt zurück, sie hat angebissen, und nachdem sie ihm zwei Päckchen Zigaretten über den Tresen geschoben hat, hilft sie ihm, ein Brötchen auszusuchen.

"Bresaola? Ich bitte Sie. Ich habe Hunger bis unter die Arme", sagt er und zeigt auf eins mit Speck und Brie. "Und ein Bier, ein kleines, fürs Erste."

Er versteht selbst nicht, wie er nach diesem widerwärtigen Anblick einen solchen Hunger haben kann. Die Hälfte der Journalisten vor Ort musste sich übergeben, obwohl nur ein Foto gezeigt wurde.

Er entscheidet sich für einen Tisch am Fenster, mit Blick nach draußen. Zum Schnee ist es jetzt auch noch dunkel geworden. Wäre das Ambiente nicht so schäbig, könnte er sich einbilden, in einem Restaurant direkt am Wasser zu sitzen.

"Ich mach es Ihnen warm und bringe es Ihnen gleich", ruft die junge Frau. Der Saal ist groß, aber vollkommen leer. Da sie beide heute Abend allein sind, kann seine neue Freundin einmal so tun, als wäre sie die Chefin. Vielleicht träumt sie ja wirklich davon.

"Danke, Sie sind ein Engel. Und da wir schon mal dabei sind, würden Sie mir einen Gefallen tun?"

"Solange Sie mich nicht fragen, ob Sie rauchen dürfen", entgegnet sie lächelnd, als sie sieht, dass er mit Zigarette im Mund vor seinem iPad sitzt.

Besana schüttelt den Kopf und erläutert sein Problem, vernachlässigt auch nicht die Tatsache, dass er unbedingt seinen Chef anrufen muss, weil er an einer höchst wichtigen Sache dran ist.

"Ein Verbrechen?" Mit seinem Handy in der Hand, bleibt die junge Frau wie angewurzelt stehen.

"Ja, ein furchtbares Verbrechen", fügt er hinzu und gibt ihr mit einer freundlichen Kinnbewegung zu verstehen, dass er bereit ist, ihr ein paar exklusive Details zu verraten, sofern sie ihren Hintern in Bewegung setzt und eine Steckdose sucht.

"Oh, natürlich, Verzeihung", sagt sie und verschwindet gehorsam hinter dem Tresen, um eine Minute später mit einem großen Bier zurückzukommen, auf Kosten des Hauses.

"Wie nett", bemerkt Besana. "Genau das Richtige. Woher wussten Sie, dass ich so besser schreiben kann?"

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