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Kalte Blicke Kriminalroman aus Düsseldorf von Stickelbroeck, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.07.2012
  • Verlag: KBV
eBook (ePUB)
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Kalte Blicke

Ganz übersichtlicher Überwachungsauftrag... ganz simpel. Hartmann, Privatdetektiv und ehemaliger Fußballprofi, übernimmt den Fall und liegt... ganz falsch! Er soll sich um den alten Corneli kümmern, den einzigen Anwohner einer Häuserzeile in Flingern, der sein Eigentum noch nicht an den skrupellosen Investor verkauft hat. Dann wird jemand erschossen. Aber es ist nicht Corneli. Der Alte ist nämlich gar nicht so hilflos wie vermutet und pflegt ab und zu mit einer doppelläufigen Flinte auf Privatdetektive zu zielen. Seine Ermittlungen führen Hartmann quer durch Düsseldorf. Ihm zur Seite stehen bei dieser wahnwitzig schrägen Mörderhatz natürlich wieder sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter und erstmals auch sein Nachbar Jonny, der Taxi fahrende Medizinstudent aus Ghana. Und trotzdem wird es wieder verdammt eng für Hartmann.

Klaus Stickelbroeck wurde 1963 in Anrath geboren. Er lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000. Mit der Reihe um den Ex-Profifußballer und Privatdetektiv Hartmann begeistert er nicht nur Fans im Rheinland. Der Hartmann-Krimi FISCHFUTTER wurde 2011 als einer der fünf besten deutschsprachigen Kriminalromane für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Stickelbroeck ist außerdem einer der fünf KRIMI-COPS, deren Kriminalromane ebenfalls im KBV erscheinen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 295
    Erscheinungsdatum: 13.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954410873
    Verlag: KBV
    Serie: KBV Krimi Bd.2
    Größe: 659 kBytes
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Kalte Blicke

1. Kapitel

Hartmann seufzte, senkte die unabhängige, überparteiliche Tageszeitung und schüttelte genervt den Kopf. Katastrophen, Katastrophen, Katastrophen. Alleine auf der ersten Seite des Blatts hatten sich fünf fanatische Selbstmordattentäter quer über die Welt verteilt in die Luft gejagt. Dazu kamen die Horrormeldungen zur fürchterlichen Klimasituation und die Nachricht, dass das Heizöl noch teurer werden sollte. Okay. Das war jetzt, Anfang September, nicht ganz so schlimm, aber Hartmann fragte sich, ob so eine furchtbare Nachrichtenlage nicht für den ganzen Tag ein schlechtes Omen sein musste.

Er knisterte sich weiter auf die dritte Seite.

Hamster frisst Ohrläppchen .

Fett gedruckt und rot unterstrichen. Hartmann murmelte kopfschüttelnd: " London: July (23) fiel frühmorgens nach durchfeierter Nacht ins Bett. Als sie aufwachte, schmerzte ihr Ohr. Es dauerte eine Weile, da bemerkte sie, dass ihr linkes Ohrläppchen fehlte. Auf ihrer blutüberströmten Bettdecke saß ihr Hamster Harry ... Meine Güte!"

Hartmann flüchtete hastig in den Sportteil. Dann doch lieber die neuesten Weisheiten von Oliver Kahn, der sich zum Ende seiner großartigen Torwartkarriere bei Bayern München nahezu täglich zu allen Themen der wilden Fußballerwelt äußerte. Sollte er doch. Gerne auch in Großbuchstaben und rot unterstrichen. Hauptsache ohne Blut.

"Morgen, Hartmann!" Nicole stieß die Tür zu Hartmanns Büro auf.

Der zuckte zusammen und verraschelte erschreckt die Zeitung. Nicole trug einen dunkelblauen Seidenkimono, der mit glitzernden, goldfarbenen Monden und Sternchen bedruckt war. Er war zwei Nummern zu klein, und deshalb war der dünne, ebenfalls dunkelblaue Gürtel, der vorne alles zusammenhalten sollte - und das war bei Nicole eine Menge -, hoffnungslos überfordert. An ihren Füßen trug sie farblich perfekt abgestimmte, halboffene Fransenschlüffchen mit Bommel.

"Morgen, Nicole, schicke Schuhe."

"Ja? Findest du?" Sie glitt an Hartmanns Bürotisch, grinste kurz und zog ihre Augenbrauen zusammen. "Ich habe einen Job für dich."

"Oha", kombinierte Hartmann scharf und knisterte die Zeitung zusammen. "Suchst du den Dieb deines BHs?"

Nicole verdrehte die Augen und zupfte den Kimono vorne enger zusammen, der daraufhin allerdings unten ein wenig knapp wurde. "Ich bin bei der Arbeit und da trage ich keinen BH, weißt du doch."

Hartmann nickte, stand auf und ging rüber an den Kaffeeautomaten. Nicole betrieb zusammen mit ihrer schwarzhaarigen Freundin Petra in der Etage unter ihm einen kleinen, feinen Herrensalon. Medizinische Entspannungsmassagen. Wenig Medizin, viel Entspannung. Wurde gesagt! Hartmann selbst hatte ihre Dienste noch nicht in Anspruch genommen. Kein Sex mit Nachbarn! Gibt nur Ärger.

"Auch einen Kaffee?"

"Nee, danke, aber hast du vielleicht ein Glas Wasser für mich? Ich hatte da gerade einen Kunden und hab jetzt einen ganz komischen Geschmack im ..."

"Klar hab ich Wasser", unterbrach Hartmann hastig. Nie mehr Informationen als unbedingt nötig! Noch so eine Regel. Er glitt ins Nebenzimmer an die kleine Küchenzeile, riss den dicken Weißen auf und wurde links in der Ablage fündig. Glas, so, fertig. Hartmann ging zurück, klemmte sich wieder hinter den Schreibtisch und nippte am weißen Kaffeebecher mit rotem Fortuna-Emblem.

Nicoles Blick fiel auf das blaue Trikot der italienischen Fußballnationalmannschaft mit der Nummer 10, das über dem Sofa an der Wand hing. "Wo ist eigentlich deine Freundin? Die hab ich seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen."

"Gina ist für ein paar Wochen bei ihren Eltern in Italien. Ein paar Dinge regeln."

"Ach?", fragte Nicole

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