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Kalte Schatten über der Toskana: Ein Fall für Vittoria Pucci und Leonardo Vanucci - Band 1 Kriminalroman von Volpe, Gianni (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Kalte Schatten über der Toskana: Ein Fall für Vittoria Pucci und Leonardo Vanucci - Band 1

Eine Frau kämpft gegen das organisierte Verbrechen: Der Kriminalroman 'Kalte Schatten über der Toskana' von Gianni Volpe jetzt als eBook bei dotbooks. Frühsommer in der Toskana. Eigentlich wollte Vittoria Pucci, Commissaria aus Florenz, nur ein paar Tage auf dem Land ausspannen. Doch dann legt ein Kater ihr etwas Seltsames vor die Füße: einen abgeschnittenen Finger! Kurz darauf werden in der Umgebung zwei entstellte Leichen entdeckt. Scheinbar verbindet diese Toten nichts. Jemand hat alles darangesetzt, ihre Identität zu verschleiern. Vittoria zögert nicht und beginnt zu ermitteln. Je tiefer sie in den Sumpf aus Politik, korrupten Behörden und eiskalten Investoren eindringt, desto näher kommt sie einer gefährlichen Wahrheit, die bald tödliche Schatten auf ihre Familie zu werfen droht .... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Kalte Schatten über der Toskana' von Gianni Volpe. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Gianni Volpe ist das Pseudonym der Autoren Heike Reinecke und Andreas Schlieper. Beide waren lange Jahre in verschiedenen Positionen für das Land Nordrhein-Westfalen tätig. Heute lebt und arbeitet das Paar in Düsseldorf - mit vielen Abstechern in ihre Wahlheimat: die Toskana. Von Gianni Volpe erscheinen bei dotbooks: »Kalte Schatten über der Toskana« »Mord in der Toskana«

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 309
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961480340
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2601 kBytes
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Kalte Schatten über der Toskana: Ein Fall für Vittoria Pucci und Leonardo Vanucci - Band 1

1. Kapitel

While you see a chance, take it! - Gherardo sprach kein Englisch, aber er hätte sofort verstanden, um was es geht: Vielleicht kommt die Chance nie wieder! Nimm, was du kriegst! Da lag es vor ihm, mitten auf dem Weg: ein länglicher, blasser, sogar ziemlich weicher Gegenstand, wie er ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Gherardo betastete ihn vorsichtig, roch ausgiebig daran, rollte ihn ein paar Mal hin und her und befand schließlich, dass es gut war. Also nahm er ihn vorsichtig auf und trug ihn den Berg hinauf zu dem Haus, in dem er wohnte. Ein besonderes Ding würde auch besonders belohnt werden.

Die Sonne ging gerade über den Bergen auf und ihr Flimmern verkündete einen weiteren heißen Tag. Gherardo genoss die Wärme ihrer ersten Strahlen, als er auf die große Terrasse trat. Es roch erdig, nach dem Tau auf den Blättern, nach den großen Pinien links und rechts vom Haus. Gerade hatte der Kauz seine letzte Zugabe beendet und nun schwirrten frühe Bienen emsig von Blüte zu Blüte. Ihr Summen mischte sich in die Symphonie des Morgens, getragen vom Gesang der Amseln und Meisen, der Gartenbaumläufer und Heckenbraunellen, der Zaunkönige und Sperlinge, dazwischen nur das beifällige Krächzen der Elstern und Raben und Eichelhäher. Gherardo hätte es zwar nicht so ausdrücken können, aber das wahre Glück hat man erst dann gefunden, wenn man auch weiß, dass man gerade glücklich ist. Das ist ein seltener Moment, für den Erinnerung und Hoffnung nur ein matter Ersatz sind.

Noch ließ sich niemand von den anderen sehen, also setzte sich Gherardo in aller Ruhe mitten auf die Terrasse. Es dauerte etwas länger als sonst, bis dann tatsächlich jemand aus der Tür trat. Aber jetzt sollte es nur noch wenige Momente dauern, bis dieser Jemand ihn ausgiebig lobte, freudig das Geschenk entgegennahm und ihn zum Essen ins Haus bat. Er stellte sich schon vor, welche Köstlichkeiten man ihm vorsetzen würde - fein gewürztes Lamm oder zartes Huhn oder vielleicht sogar ein wenig Thunfisch, zubereitet mit viel Liebe, vor allem aber mit Öl und Käse. Gherardo spürte, wie ihm langsam der Speichel im Mund zusammenlief und sogar ein kleiner Tropfen über die Lippen das Kinn entlangfloss und auf den Boden fiel. »Überraschung!«, wollte er gerade sagen und erhob sich, um das Geschenk in all seiner Pracht zu präsentieren.

Micaela war an jenem Morgen etwas später aufgestanden als sonst, denn der Abend zuvor hatte auch etwas länger gedauert als üblich. Alle wussten, dass es erst um neun Uhr Frühstück gab. Das war die einzige Mahlzeit, die sie in ihrem kleinen Guesthouse anbot, dafür aber mit umso mehr Einsatz und Aufwand. Micaela hatte vor ein paar Jahren ihr Mediterranea Luxury House oder kurz MLH eröffnet. Von Anfang an war es gut gelaufen, obwohl es hier, 10 Kilometer südlich von Livorno, im kleinen Dörfchen Quercianella, keinen Sandstrand und kein Nachtleben gab. Aber gerade deswegen kamen die Gäste hierher, wegen der Ruhe und Stille und der Einsamkeit hoch auf dem Berg. Inzwischen musste man sogar viel Glück haben oder schon ein Jahr im Voraus buchen, um eines der nur drei Zimmer zu ergattern, die groß und geräumig waren, vor allem aber individuell und mit viel Aufmerksamkeit eingerichtet. Und weil es nicht billig war, kamen auch nur Gäste, die sich den Luxus von Ruhe und Stille leisten konnten.

Schon als sie aus der Tür trat, hatte Micaela Gherardo bemerkt; unmöglich, den dicken Kater mitten auf der Terrasse zu übersehen. Sie musste schmunzeln, denn mit seinem schwarz-weißen Fell sah er aus, als trage er ein Trikot von Juventus Turin. Und wie jeden Morgen war Micaela darauf vorbereitet, dass der Kater etwas von seinem nächtlichen Streifzug mitgebracht hatte. Und nun wartete er darauf, gelobt und in die Küche gebeten zu werden. Sie hatte schon einen Teller mit feinster Putenbrust neben den Herd gestellt und für alle Fälle eine Kehrschaufel mit nach draußen gebracht. Al

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