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Kaperfahrt Ein Juan-Cabrillo-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Kaperfahrt

Juan Cabrillo und die Crew der Oregon erhalten ihren bislang größten Auftrag. Die US-Außenministerin wurde von Terroristen entführt, um die Friedensgespräche im Nahen Osten zu blockieren, und Cabrillo soll sie befreien. Doch was haben eine seit zweihundert Jahren vergangene Seeschlacht und eine jahrhundertealte Schriftrolle mit den Plänen der Terroristen zu tun? Cabrillo bleibt nicht viel Zeit, um es herauszufinden - oder das Pulverfass Naher Osten wird explodieren!

Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 29.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641151928
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Juan Cabrillo 6
    Originaltitel: Corsair
    Größe: 1549 kBytes
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Kaperfahrt

Die Bucht von Tripolis
Februar 1803

Kaum hatte das Geschwader die wehrhaften Mauern der Barbareskenhauptstadt gesichtet, als plötzlich ein Sturm aufkam, der die Ketsch Intrepid und die größere Brigg Siren zwang, aufs offene Mittelmeer zurückzukehren. Durch sein Fernglas hatte Lieutenant Henry Lafayette, der Erste Offizier der Siren, die hohen Masten der USS Philadelphia entdeckt. Sie war auch der Grund dafür gewesen, dass sich die beiden amerikanischen Kriegsschiffe überhaupt so nahe an das Piratennest herangewagt hatten.

Ein halbes Jahr zuvor war die mit vierundvierzig Kanonen bewaffnete Philadelphia während der Jagd auf ein Korsarenschiff etwas zu weit in den bekanntermaßen tückischen Hafen von Tripolis eingedrungen und in seinen Untiefen auf Grund gelaufen. Damals hatte der Kapitän der Fregatte, William Baimbridge, alles versucht, um sein Schiff zu retten - er hatte sogar die Kanonen über Bord werfen lassen. Die Philadelphia aber hatte sich festgefahren - und bis zum Höchststand der Flut dauerte es noch Stunden. Bedroht von einem Dutzend feindlicher Kanonenboote hatte Baimbridge keine andere Wahl gehabt, als die Flagge zu streichen und das schwere Kriegsschiff dem Pascha von Tripolis zu übergeben. Aus Briefen des holländischen Konsuls, der damals in der Stadt residierte, ging hervor, dass Baimbridge und seine leitenden Offiziere zwar gut behandelt wurden. Doch die Mannschaft der Philadelphia, wie auch die meisten anderen, die in die Gewalt der Berberpiraten gerieten, erwartete dennoch das Schicksal der Sklaverei.

Die amerikanischen Kommandeure der Mittelmeerflotte waren sich darin vollkommen einig, dass der Versuch, die Philadelphia zurückzuerobern und aus dem Hafen zu segeln, ein hoffnungsloses Unterfangen sei. Daher beschlossen sie kurzerhand, das stolze Schiff zu verbrennen. Was aber das Schicksal ihrer Mannschaft betraf, so ließ der Bey von Tripolis signalisieren, dass er bereit sei, sie gegen ein Lösegeld in Höhe von etwa einer halben Million Dollar freizulassen.

Seit Jahrhunderten hatten die Piraten der Barbareskenstaaten an der Küste Europas ihr Unwesen getrieben und waren dabei bis nach Irland und sogar Island vorgedrungen. Sie hatten ganze Städte geplündert und Scharen von Gefangenen nach Nordafrika verschleppt, wo diese als Galeerensklaven oder Arbeiter und, sofern es sich um besonders schöne Frauen handelte, als Konkubinen in den Harems der verschiedenen Fürsten Frondienste leisten mussten. Die reichsten Gefangenen hatten die Möglichkeit, von ihren Freunden und Angehörigen freigekauft zu werden. Doch diese Armen erwartete ein Leben harter Arbeit und unsäglicher Qual.

Um ihre Handelsschiffe zu schützen, zahlten die führenden Seemächte England, Spanien, Frankreich und Holland den drei wichtigsten Städten der Berberküste exorbitant hohe Schutzgelder, damit die Piraten ihre Schiffe verschonten. Die frischgebackenen Vereinigten Staaten, die bis zu ihrer Unabhängigkeit den Schutz des Union Jack genossen hatten, bezahlten den Potentaten ebenfalls einen Tribut, der etwa ein Zehntel ihres jährlichen Steuereinkommens betrug. All dies änderte sich jedoch, als Thomas Jefferson als dritter Präsident des noch jungen Staatenverbundes die Amtsgeschäfte übernahm und verkündete, dass diese Praxis ab sofort ein Ende habe.

Da sie in dieser Ankündigung einen Bluff der jungen Demokratie vermuteten, erklärten die Barbareskenstaaten Amerika den Krieg.

Jefferson reagierte, indem er eine Armada amerikanischer Schiffe in Marsch setzte.

Allein der Anblick der Fregatte Constitution brachte den Herrscher von Tanger dazu, alle amerikanischen Seeleute, die sich in seiner Gewalt befanden, freizulassen und seine Schutzgeldforderung zu widerrufen. Als Gegenleistung gab ihm Kommodore Edward Preble die beiden Handelsschiffe zurück, die er ber

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