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Keim des Zweifels Thriller von Bräutigam, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Keim des Zweifels

'Victor war ehrlich zu ihr. Und das war das Wichtigste.' Wie falsch sie mit dieser Annahme liegt, merkt Stella erst, als es beinahe zu spät ist. Die dreißigjährige Journalistin Stella Bartholdy verliebt sich in den berühmten Genforscher Victor Degan. Hals über Kopf heiraten die beiden, und sie folgt ihm nach Dubai, wo er seine Forschungen betreibt. Victor arbeitet an einem ehrgeizigen Projekt: Er will das Alter besiegen. Zunächst ist Stella ungemein fasziniert von ihrem charismatischen Mann, doch dann beginnt die Fassade zu bröckeln. Schon bald ist sich Stella nicht mehr sicher, ob sie Victor vertrauen kann. Schließlich erfährt sie am eigenen Leibe, wie weit ihr Partner für seinen Traum vom ewigen Leben zu gehen bereit ist ... Mitreißend und erschütternd: Ein Thriller, der Sie bis in Ihre Träume verfolgen wird! Jetzt als eBook: 'Keim des Zweifels' von Sandra Bräutigam. dotbooks - der eBook-Verlag. Sandra Bräutigam, geboren 1960 in Hamburg, ist promovierte Biologin und war als Forscherin an wissenschaftlichen Instituten in Oxford, Würzburg und Greifswald tätig. Heute lebt, schreibt und arbeitet sie in Berlin. Sandra Bräutigam ist Mitglied im Berliner Autorenkreis. Bei dotbooks erschien bereits Sandra Bräutigams Thriller 'Keim des Zweifels'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 298
    Erscheinungsdatum: 03.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955204167
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 433 kBytes
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Keim des Zweifels

1

Schließlich war der Tod nur ein Konstruktionsfehler der Natur. Victor Degan rückte die Schale unter dem Mikroskop zurecht. Die weichen Gummiränder der Linsen legten sich um seine Augen, er drehte den Schärferegler und fokussierte das Wesentliche.

Der Anblick der Zellen, die sich auf dem Boden der Schale ausgebreitet hatten, ließ ihn ruhig werden, und er fühlte sich leicht, fast körperlos. Diese Zellen trugen in ihrem genetischen Code die Zukunft der Menschheit. Allen voran seine eigene. Kultiviert in einer Plastikschale und bedeckt von rotflüssigem Nährmedium waren sie ein gesünderer Teil von ihm als seine ihm fremd gewordenen Hände.

Der Signalton des Timers störte die stille Betrachtung. Widerwillig sah er vom Mikroskop auf, griff nach dem Gerät und hatte wieder seine Hände im Blickfeld. Die Fingerknöchel erhöht wie kleine Gebirge – nichts als eine optische Täuschung bedingt durch den Muskelschwund, der längst begonnen hatte, Täler zu fräsen zwischen seine Knöchel und auch zwischen Daumenballen und Zeigefingerwurzeln. Die Mittelgelenke aller Finger waren leicht geschwollen und etwas überstreckt. Schaute jemand länger hin, musste es ihm vorkommen, als böge Victor sie in die falsche Richtung. Die Endgelenke der Finger dagegen waren in einer kleinen Beugung fixiert. Schwanenhals lautete der medizinische Ausdruck für diese lächerliche Verformung. Victor trug die Schale in den auf Körperwärme temperierten Brutschrank zurück und zog den Laborkittel aus. Auf dem Weg nach oben wählte er die Treppe, wobei er immer zwei Stufen auf einmal nahm.

Als er den Gang betrat, sah er die Pressefrau schon von Weitem. Sie stand mit dem Rücken zu ihm vor dem Kongressplakat, das jemand viel zu niedrig neben seiner Bürotür aufgehängt hatte. Victor hatte den Kopf senken müssen, um es zu lesen, ihr ging es ebenso. Die Frau war schlank, trug Jeans und Blazer und hatte ihr welliges, braunes Haar in einem lockeren Pferdeschwanz gebändigt. Sie hatte eine Gerätetasche und eine Handtasche über der Schulter hängen und ihre Daumen locker unter die Riemen gehakt. Mit einer langsamen Körperdrehung wandte sie sich ihm zu. Er glaubte, Erstaunen in ihren Augen aufblitzen zu sehen. Vermutlich hatte sie recherchiert, wie alt er war, und war nun überrascht von seiner athletischen Gestalt und dem vollen, schwarzen Haar. Er schob seine Hände in die Hosentaschen.

"Stella Bartholdy, freie Journalistin!" Sie streckte ihm die Hand entgegen.

Für die undurchdringliche Miene, mit der er jeden schmerzhaften Händedruck überstand, hatte er sich ein kontrolliertes Erschlaffen seiner Wangenmuskulatur bei gleichzeitigem Ausatmen antrainiert. Sie setzten sich an den Besprechungstisch, und Stella Bartholdy packte ihre Geräte aus. Mit ihrer langen, feinen Nase und dem markant geschwungenen Mund erinnerte sie Victor an eine Pianistin, obgleich er sich fragte, ob es eine ihr ähnelnde Pianistin überhaupt gab.

"Der Fotograf ist krank geworden!" Sie deutete auf eine kleine Digitalkamera ohne Stativ und wirkte etwas unzufrieden. "Wir machen die Fotos nachher." Ihr Gesicht war symmetrisch schön wie eine mathematische Gleichung. Das Aufnahmegerät leuchtete bereits. "Professor Degan, gerade haben Sie eine Gastprofessur an diesem Kölner Forschungszentrum angenommen, verlassen uns aber schon wieder, um Ihre Arbeiten in Dubai fortzusetzen. Warum Dubai?"

"Als Wissenschaftler ist das Land für mich sekundär. Entscheidend ist die Exzellenz der Labore. Ich habe schon in den verschiedensten Ländern geforscht."

"Ja, Sie haben in Australien studiert und gearbeitet und sind später nach Amerika gegangen. Dort haben Sie das Gen youth entde

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