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Kein Mord ist auch keine Lösung Krimikomödie von Moeller, Cathrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Kein Mord ist auch keine Lösung

Drei Frauen, ein Ziel: Der Boss muss weg!
Seinen Namen, seine Gene und seinen Chef kann man sich leider nicht aussuchen Alwine, Özlem und Silvie sind verzweifelt: Denn Sebastian Voigt, der arrogante neue Programmleiter des Hamburger Phönix Verlags, quält sie, wo er nur kann, und macht ihnen den Arbeitsalltag zur Hölle. Dummerweise hat er sie aber auch alle drei auf ihre Weise in der Hand. Die einzige Lösung: Mord! Doch wie bringt man seinen Boss am besten um? Profikiller findet man nicht bei Google, das steht schnell fest. Also müssen sie wohl selber Hand anlegen. Und damit fangen die Probleme erst richtig an. Schnell stecken die drei Amateur-Mörderinnen knietief im Chaos, und zu allem Überfluss ist ihnen auch noch die Polizei auf den Fersen
»Eine rundum gelungene Urlaubslektüre.«
Leipziger Volkszeitung über »Mordsacker«



Spiegel-Bestsellerautorin Cathrin Moeller greift in jeder freien Minute zu Stift und Papier und verfasst Geschichten, in denen so manche Leiche auftaucht. Ihre kreativste Zeit ist morgens um fünf, dann schleicht sie sich auch sonntags ins Wohnzimmer und kuschelt sich mit Laptop und dem Hund Giovanni aufs Sofa, wo sie ihre Figuren und Plots erfindet. Cathrin Moeller hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit Mann und Hund in einem Haus (fast am See) bei Leipzig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 09.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745750300
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Mira Taschenbuch 29
    Größe: 1583 kBytes
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Kein Mord ist auch keine Lösung

Kapitel 2

Am Abend, es war längst einundzwanzig Uhr und die Sonne bereits untergegangen, kam ich nach gefühlten tausend Überstunden endlich zu Hause in Hamburg-Eilbek an. Ich stellte das Fahrrad in den Ständer vor dem Klinkerbau mit der hübschen Putzfassade aus der Gründerzeit, die von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg verschont geblieben war.

Ich beeilte mich, denn Herr Giovanni war heute viel zu lange alleine gewesen. Bevor Voigt in unserem Verlag anfing, hatte ich meinen alten Labrador immer mit ins Büro genommen. Das war für niemanden ein Problem. Herr Giovanni schlief tagsüber unterm Schreibtisch und störte keinen bei der Arbeit. Mittags ging ich mit ihm an der Binnenalster Gassi. Seine Anwesenheit wirkte sich sogar positiv auf den Umgang der Kollegen untereinander aus. Hatte jemand Stress, kam er zu mir und streichelte den Hund. Das war manchmal so hilfreich wie eine Therapiestunde. Außerdem war Herr Giovanni einmal der Star auf einem unserer Werbeplakate mit dem Slogan »Wir haben einen Riecher für gute Liebesgeschichten!« gewesen. Entscheidend war eben die Nase.

Voigt hatte nicht nur etwas gegen mich, sondern auch gegen meinen Hund. Vielleicht hatte er Angst vor dem einäugigen, fast zahnlosen Greis, der ihn einmal angeknurrt hatte, weil er mich während eines verbalen Angriffs vor ihm beschützen wollte. Herrn Giovannis feine Spürnase hatte dem treuen Tier von Anfang an verraten, dass dieser Mensch eher mein Feind als mein Freund war.

Nach dem Zwischenfall mit Voigt sammelte Silvie Unterschriften der Kollegen für ein Verbot von Hunden am Arbeitsplatz. Notgedrungen gab ich Herrn Giovanni, den mir mein verstorbener bester Freund Toni vor vier Jahren anvertraut hatte, die Arbeitswoche über zu Tonis Eltern. Ich konnte und wollte es nicht verantworten, dass der Hund den ganzen Tag allein in einer Wohnung verbrachte. Doch jetzt waren sie für drei Wochen in ihre alte Heimat Sardinien geflogen, um ihren verstorbenen Sohn auf dem Friedhof zu besuchen.

Schon im unteren Hausflur übermannte mich das schlechte Gewissen, denn ich hörte Herrn Giovanni im Dachgeschoss an der Wohnungstür kratzen. Er bellte. Durst und Hunger konnte er nicht haben, denn ich hatte ihm mehrere Pötte Wasser hingestellt und die zweite Ration Futter bekam er immer erst abends. Wenn ich früh mit ihm Gassi ging, hielt er acht Stunden durch. Aber heute waren es zwölf geworden, eindeutig zu viele. Ich nahm gleich zwei der durchgetretenen Stufen auf einmal, rannte schnaufend durch drei Stockwerke nach oben und beruhigte ihn durch die Tür, während ich aufschloss.

Im Flur empfing mich eine große Lache. Herr Giovanni hatte in den Flur gepinkelt.

»Oh, so ein Mist!«

Nun senkte er den Kopf, weil er sich schämte. Der arme Herr Giovanni. »Es war doch meine Schuld, ist ja gut!«, sagte ich tröstend und kraulte ihm die struppigen Ohren.

Es roch leider wirklich unangenehm. Ich riss alle Fenster auf und machte erst einmal Durchzug. Dann holte ich Küchenrolle, Scheuerlappen sowie einen Eimer voll Wasser aus dem Bad und beseitigte das Dilemma auf dem Dielenboden im winzigen Flur. Mit meinem Putzzeug bewaffnet, sah ich mich in den anderen Räumen nach weiteren Pfützen um. Wie immer, wenn er bei mir war, hatte ich alle Zimmertüren offen gelassen, damit er sich zwischen seinen Lieblingsplätzen - Sofa, Bett und Badvorleger - frei bewegen konnte.

Ja, ich weiß, Hunde nimmt man nicht mit ins Bett und verbietet ihnen auch das Sofa. Das sollten all die Hundeprofis machen, wie sie wollten. Ich konnte Herrn Giovannis Blick jedenfalls nicht widerstehen und ihn zurück in seinen Korb schicken, wenn er es sich neben mir gemütlich machte. Außerdem gab es keinen besseren Fußwärmer. Und meine Füße waren ständig kalt.

»Du Armer. Alles nur wegen diesem Arsch Sebastian Voigt! Früher musste ich nicht so viele Überstunden machen ... Ach, am liebsten würde ich diesem arroganten Idioten den

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