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Killer's Choice von Begley, Louis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2019
  • Verlag: Suhrkamp
eBook (ePUB)
18,99 €
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Killer's Choice

Ex-Marine und Bestsellerautor Jack Dana könnte eigentlich ein ruhiges Leben führen: Er hat seinen Erzfeind Abner Brown zu Fall gebracht, ist glücklich liiert mit der schönen Anwältin Heidi Krohn und hat gerade begonnen, sein neues Buch zu schreiben. Doch dann werden sein Freund Simon Lathrop und dessen Frau auf brutalste Weise ermordet. Jack vermutet sogleich, dass die Tat mit Abner Brown in Verbindung stehen könnte, schließlich hatte Lathrop Jack geholfen, Abner zu Fall zu bringen. Als dann auch noch sein Laptop gehackt und er massiv bedroht wird, besteht für Jack kein Zweifel mehr daran, dass hier einer Abners Tod rächen will - jemand, der Abner sehr nahegestanden haben muss. Er nimmt die Herausforderung an, um Heidis und sein eigenes Leben zu retten, und gerät in große Gefahr ... Louis Begleys neuer Roman verstrickt den Leser tief in die Machenschaften eines international agierenden Syndikats gewissenloser Gangster. Louis Begley, 1933 in Polen geboren, arbeitete bis 2004 als Anwalt in New York. Als Schriftsteller wurde er mit seinem Roman Lügen in Zeiten des Krieges weltweit bekannt. Seine Bücher wurden in 18 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 11.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783518750742
    Verlag: Suhrkamp
    Serie: Jack Dana 3
    Originaltitel: A Killer's Choice
    Größe: 3731 kBytes
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Killer's Choice

I

Mein Ende? So weit kommt es nicht. Dafür habe ich gesorgt. So weit wird es nie kommen, hatte Abner Brown zuletzt noch gespottet, Minuten bevor er sich die tödliche Dosis Insulin spritzte.

Damals hielt ich diese Drohung nur für eine der großmäuligen Tiraden, die der diabolische texanische Milliardär von sich gab, seit ich ihm gesagt hatte, dass ich die Akten, die ich ihm auf den Schreibtisch gepackt hatte, am folgenden Tag dem US -Attorney zustellen würde. Akten, die Abner mit Sicherheit für den Rest seines Lebens hinter Gitter oder sogar in die Todeszelle bringen würden, wenn sich mit ihrer Hilfe beweisen ließ, dass er international Morde in Auftrag gegeben hatte. Seine Prahlereien vergaß ich gern. Nicht zum ersten Mal kam mir der Verdacht, dass er wahnsinnig war.

Aber ich greife vor. Ich heiße Jack Dana. Ich bin ein ehemaliger Offizier der Marineinfanterie und habe eine der härtesten Kampfschulen der Marines absolviert. Als ich mit meinem Force-Recon-Zug in der Nähe von Delaram in der Provinz Helmand in Afghanistan auf Patrouille war, erwischte mich ein Taliban-Heckenschütze. Seine Kugel zertrümmerte meinen Beckenknochen. Es kostete eine Menge Zeit und chirurgisches Geschick, mich wiederherzustellen, bis ich so gut wie neu war, nur nicht mehr gut genug für den aktiven Dienst bei der Infanterie. Als das Walter-Reed-Militärkrankenhaus mich endlich entließ, hätte ich die elegante akademische Laufbahn wieder aufnehmen können, die ich vor 9/11 gestartet hatte, ehe ich beschloss, zu den Marines zu gehen, weil ich das Kämpfen nicht den armen Trotteln überlassen wollte, die nicht so privilegiert aufgewachsen waren wie ich und es nicht besser wussten. Aber während ich im Krankenhaus lag, begann ich, aufzuschreiben, wie der Krieg im Irak und in Afghanistan gewesen war und was er mir und meinen Männern angetan hatte. Dieses Buch zu Ende zu bringen wurde mein einziges Ziel. Und ich schloss es in New York ab, wo ich bei meinem Onkel Harry Dana wohnte, einem prominenten Anwalt, der wie ein Vater für mich war. Er stand mir sogar näher als mein wirklicher Vater. Er war auch das letzte Mitglied meiner Familie, das noch lebte. Mein Buch wurde sofort ein Erfolg; die Vorauszahlungen, die Tantiemen, die dann folgten, der Verkauf der Rechte zur Verfilmung und die Prämien, die mir zuflossen, als der Film einschlug und ein Hit wurde, all das machte mich reich. Meine beiden nächsten Romane verkauften sich fast genauso gut. So wurde ich Schriftsteller, ohne es groß geplant zu haben.

Aber ich greife schon wieder vor. Kurz nach dem Erscheinen meines ersten Buches, als ich in Brasilien auf einer Fazenda ohne Internet und Handyempfang Ferien machte, wurde mein Onkel Harry ermordet. Den als Selbstmord durch Erhängen deklarierten Mord beging ein Killer namens Slobo im Auftrag von Abner Brown. Brown war bis kurz davor Harrys wichtigster Mandant gewesen. Am Tag nach dem Mord brachte derselbe Killer Harrys langjährige Sekretärin um. Er stieß sie vor die U-Bahn. Diese Morde rächte ich sowie den Monate später begangenen Mord an Kerry Black, der besonders geschätzten Mitarbeiterin und späteren Juniorpartnerin meines Onkels, die mir geholfen hatte, das Beweismaterial gegen Brown zu finden, die Akte, die ich dem US -Bundesanwalt übergab und die zu Abners endgültigem Niedergang führte. Kerry und ich hatten uns leidenschaftlich ineinander verliebt, aber nachdem ich Slobo getötet hatte, statt ihn nur kampfunfähig zu machen und der Polizei zu übergeben, brach sie mit mir. Sie erklärte, ich hätte keinen Totschlag in legitimer Notwehr begangen, sondern einen Mord verübt. Arme Kerry! Abner vergaß nicht, wie sie mir geholfen hatte, das Dossier zusammenzustellen, das seine kriminellen Aktivitäten offenlegte. Er hatte auch sie ermorden lassen, diesmal war der Mord als Tod durch Überdosis eines Drogencocktails kaschiert.

Kerrys Mörder konnte ich nicht töten. Damit war mir Abner zuvo

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