text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Killt Grappa! Maria Grappas 7. Fall von Wollenhaupt, Gabriella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2013
  • Verlag: Grafit Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Killt Grappa!

Schönheit und Satanismus Als der bekannte Bierstädter Schönheitschirurg Dr. Oktavio Grid im Ehebett abgeschlachtet wird, ist die rothaarige Journalistin Maria Grappa sofort am Ball. Die Spuren deuten auf einen Racheakt der gequälten Ehefrau hin. Und tatsächlich - das Exmodel Eva Grid gesteht die Tat. Doch Grappa glaubt die Geschichte der frischgebackenen Witwe nicht, denn da sind auch noch Loki Detema, die durch eine vom Mordopfer durchgeführte Operation Missbildungen davongetragen hat, und Haushälterin Else, die in okkulten Kreisen verkehrt. Zusammen mit dem jungen, ehrgeizigen Kripobeamten Nik Kodil und dem Fotografen Turkey recherchiert Grappa zwischen Körpertherapie und Kirche, Schönheitschirurgie und Satanismus. Am Ende lernt sie den Teufel höchstpersönlich kennen ... Der bekannte Schönheitschirurg Dr. Oktavio Grid wird in seinem Bett abgeschlachtet - Racheakt einer verunstalteten Patientin, Verzweiflungstat der gequälten Ehefrau oder Ritualmord einer obskuren Sekte? Maria Grappa macht mit dem Satanismus Bekanntschaft.

Gabriella Wollenhaupt, Jahrgang 1952, arbeitet als Fernsehredakteurin in Dortmund. Ihre freche Polizeireporterin Maria Grappa hatte 1993 ihren ersten Auftritt. Seitdem stellte sie ihre Schlagfertigkeit in mehr als zwanzig Fällen unter Beweis.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 212
    Erscheinungsdatum: 01.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783894259860
    Verlag: Grafit Verlag
    Serie: Maria Grappa Bd.7
    Größe: 456 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Killt Grappa!

Eine eiskalte Sonderkommission

Mit gerunzelter Stirn las Peter Jansen meinen Artikel gegen. "Warum hältst du die Fakten zurück, die dir dein Spezi von der Polizei gegeben hat?", fragte er.

"Du meinst die Verstümmelung? Ich muss zuerst noch mehr darüber wissen. Ich sehe meinen 'Spezi' heute Abend. Diese Info haben wir doch sowieso exklusiv. Als Nächstes nehme ich mir die Haushälterin vor. Diese Else. Ihren kompletten Namen weiß ich morgen. Außerdem sollten wir uns auf die Suche nach der frischgebackenen Witwe machen. Die kann ja nicht ewig verschollen bleiben."

Ich hatte Jansen überzeugt. "Davon können wir noch Wochen zehren", freute er sich, "clever von dir, ein Krösken mit einem Bullen anzufangen. So sitzt du an der Quelle."

"Und er ist Mitglied der neuen SoKo", ergänzte ich. "Endlich kann ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Bisher haben mich meine Affären eher von der Arbeit abgehalten."

"Der arme Junge! Weiß er, dass du ihn ausnutzt?"

"Jetzt komm mir nicht so. Der arme Junge, wie du ihn nennst, ist ein überaus ehrgeiziger, intelligenter junger Mann, der möglichst schnell Karriere machen will. Wenn sich einer nicht ausnutzen lässt, dann ist es Nik."

Der Artikel wurde abgespeichert und fertig. Ich telefonierte kurz mit Nik und kündigte mein Erscheinen an. Zehn Minuten später klingelte ich an seiner Wohnungstür.

Er hatte die korrekte Kleidung gegen Jeans ausgetauscht. Über seinen nackten Oberkörper hatte er eine geblümte Hausfrauenschürze gestreift. Ich strich mit der Hand über seine muskulösen Schultern.

"Du bist ein verdammtes Lustobjekt", murmelte ich.

"Keine Anmache bitte!", grinste er. "Ich muss die Sauce hollandaise für den Brokkoli noch mal aufschlagen. Fast wäre sie geronnen. Setz dich solange."

Er stürmte in die Küche. Ich schaute mich um. Ich war noch nicht oft in seiner Wohnung gewesen. Sie war spartanisch eingerichtet, nur wenige Möbel standen hier, doch die waren erlesen. Edelstahl, Glas und weißer Marmor. Die Behausung hatte nichts von der gezwungenen Niedlichkeit an sich, mit der Junggesellen die Wärme einer hegenden und pflegenden Gattin ersetzen wollen.

Ganz anders die Küche. Sie war barock ausgestattet, mit allen Schikanen und Gerätschaften, die die Küchenbranche erfunden hatte, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Kodil war ein göttlicher Koch. Schon immer hatte ich es sexy gefunden, wenn Männer mit Töpfen und Kochlöffeln hantierten. Kodil zelebrierte die Herstellung von Mahlzeiten wie einen virtuosen Sexualakt: Konzentriert und zugleich losgelassen, erfolgsorientiert und doch spielerisch, heftig und trotzdem sensibel. Der Mann hatte nur einen wesentlichen Nachteil: Er war gute zehn Jahre jünger als ich.

"Es ist serviert, Madame!", rief Nik aus der Küche. Er hatte seinen Body mit einem roten T-Shirt bedeckt.

Die Mittagsmahlzeit aus der Döner-Bude lag mir noch etwas im Magen, als ich mich an den Tisch setzte.

"Knoblauch!", schnüffelte Kodil. Er war neben mich getreten und teilte die Suppe aus. Es war eine klare Rinderbrühe mit chinesischen Gemüsestreifen.

"Leider", seufzte ich. "Ich war mit dem Fotografen am Mordhaus, und dein Kollege Baißer hat uns verjagt. Also haben wir danach aus lauter Frust was gegessen."

"Der alte Baißer", meinte Nik und setzte sich. "Der Präsident hat ihn tatsächlich zum Leiter der 'SoKo Eiskalt' gemacht. Hatte keiner mehr mit gerechnet. Er säuft nämlich wie ein Loch. Jetzt muss er Erfolge bringen, sonst ist er ganz weg vom Fenster."

"Unangenehmer Typ." Ich probierte die Suppe. Sie war zart, hatte einen feinen Fleischgeschmack, das Gemüse war noch bissfest.

"Das sehe ich auch so", stimmte Nik zu, "er ist ein brutaler Widerling. Er bedient jedes Klischee vom bösen, hinterhältigen Bullen."

"Wieso heißt die SoKo 'Eiskalt'? Was hat das zu bedeuten?"

"Das sage ich d

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen