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Kleine Geschenke {E wie Eigennutz} von Grafton, Sue (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Kleine Geschenke

Eine der berühmtesten und erfolgreichsten Krimiserien der Welt - 'Sue Grafton wird von Thriller zu Thriller immer noch besser!' (Die Welt) 5000 Dollar werden einem nicht einfach geschenkt, denkt Kinsey Millhone. Sie soll recht behalten, denn bald schon wird sie der Bestechung beschuldigt, und die eigenwillige Detektivin muß ausnahmsweise in eigener Sache ermitteln. Als auch noch zwei Menschen sterben, steht für Kinsey alles auf dem Spiel - ihr Ruf, ihre Existenz, ihr Leben. Die Wurzeln der Verschwörung reichen weit, sehr weit in die Vergangenheit zurück ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 20.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955304904
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2042 kBytes
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Kleine Geschenke

1

Es war Montag, der 27. Dezember. Ich saß in meinem Büro und versuchte, meine Stimmung loszuwerden, die schlecht war, ausgesprochen schlecht. Sie bestand zu gleichen Teilen aus Ärger und Unbehagen. Den Ärger hatte ein Brief von meiner Bank hervorgerufen. Sie wissen schon, einer von diesen Fensterumschlägen, durch die man das gelbe Papier sehen kann. Zuerst dachte ich, ich hätte mal wieder überzogen, aber was dann zum Vorschein kam, war ein Auszug von Freitag, dem 24. Dezember, über eine Einzahlung von 5000 Dollar auf mein Konto.

"Was zum Teufel ist das denn?"

Die Kontonummer stimmte, aber ich hatte kein Geld eingezahlt. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Banken die am wenigsten hilfreichen Institutionen der Welt sind, und die Erkenntnis, daß ich unterbrechen mußte, was ich gerade tat, nur um deren Fehler auszubügeln, war fast mehr, als ich ertragen konnte. Ich schob den Brief beiseite und versuchte, mich wieder zu konzentrieren. Ich schickte mich an, den vorläufigen Bericht über einen Versicherungsfall zu schreiben, den ich hatte überprüfen sollen. Darcy, die Sekretärin der California Fidelity, hatte mir gerade am Telefon erklärt, Mac wolle die Akte umgehend vorgelegt haben. Im Geiste hatte ich schon einen bösen Vorschlag auf der Zunge, was sie meiner Meinung nach tun könnte, aber ich hielt den Mund und legte eine (wie ich fand) bewunderungswürdige Zurückhaltung an den Tag.

Ich wandte mich also wieder meiner tragbaren Smith-Corona zu, spannte das richtige Formular ein. Meine flinken Finger schwebten über den Tasten, während ich meine Notizen überflog. Und genau da blieb ich hängen. Irgend etwas stimmte nicht, aber ich kam nicht dahinter, was es war. Ich warf noch einen Blick auf den Kontoauszug.

Dann rief ich in der Bank an, hoffte, daß die Ablenkung mir helfen würde zu erkennen, was mich an der Situation bei Wood/Warren störte, einer Gesellschaft, die Hydrieröfen zur industriellen Verwendung herstellte. Da draußen hatte es am 19. Dezember gebrannt. Ein Lagerhaus war zerstört worden.

"Mrs. Brunswick, Kundenbetreuung. Kann ich Ihnen helfen?"

"Äh, ja, ich hoffe", antwortete ich. "Ich habe gerade eine Nachricht Ihrer Bank erhalten. Danach habe ich letzten Freitag fünftausend Dollar auf mein Girokonto eingezahlt. Aber das habe ich nicht. Können Sie das klären?"

"Darf ich bitte Ihren Namen und Ihre Kontonummer haben?"

"Kinsey Millhone", sagte ich und nannte ihr dann langsam und deutlich meine Kontonummer.

Sie bat mich zu warten, während sie ihre Daten im Computer abfragte. In der Zwischenzeit lauschte ich der Musik von "Good King Wenceslaus". Ich persönlich habe das nie verstanden. Um welches Fest geht es dabei?

Mrs. Brunswick schaltete sich wieder ein. "Miss Millhone, ich begreife nicht ganz, wo das Problem ist, aber unsere Unterlagen weisen eine Bareinzahlung auf dieses Konto auf. Wie es scheint, wurde das Geld im Nachttresor eingeworfen."

"Sie haben immer noch so etwas?" staunte ich.

"In unserer Filiale in der Innenstadt, ja."

"Aber da muß ein Fehler vorliegen. Ich habe diesen Nachttresor nie auch nur gesehen. Ich benutze immer meine Scheckkarte, wenn ich nach Bankenschluß noch etwas brauche. Was machen wir jetzt?"

"Ich kann eine Kopie des Einzahlungsbeleges suchen", schlug sie zögernd vor.

"Würden Sie das bitte tun? Weil ich nämlich letzten Freitag überhaupt nichts eingezahlt habe, und schon gar nicht fünftausend Dollar. Vielleicht hat jemand ein paar Ziffern auf dem Einzahlungsschein vertauscht, aber das Geld gehört bes

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