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Kloster, Mord und Dolce Vita - Eine rätselhafte Beichte von Morelli, Valentina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
3,99 €
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Kloster, Mord und Dolce Vita - Eine rätselhafte Beichte

Folge 5: Ganz Santa Caterina steht im Zeichen der Olivenernte - Hochsaison für die Olivenöl-Presse am Ort. Der Arbeiter Antonio legt bei Schwester Isabella die Beichte ab: Er hat gleich mehrere Gebote gebrochen, will aber nicht ins Detail gehen. Bevor Isabella aus der rätselhaften Beichte schlau wird, ist Antonio auch schon tot - in der Ölpresse ertrunken! Ein Unfall? Carabiniere Matteo ist jedenfalls abgelenkt: Er hat einen Spezialauftrag von Bürgermeister Lenzi erhalten und dessen schöne Tochter Nina geht ihm nicht aus dem Kopf. Also ermittelt Isabella selbst - und entdeckt Ungeheuerliches! Über die Serie: Benvenuto a Santa Caterina! In dem malerischen Dorf im Herzen der Toskana lebt, arbeitet und betet Kloster-Schwester Isabella. Doch wie aus heiterem Himmel muss sie plötzlich in einem Mordfall ermitteln! Von da an macht es sich die neugierige Nonne zur Lebensaufgabe, die großen und kleinen Verbrechen der Dorfbewohner aufzuklären. Carabiniere Matteo ist froh über diese himmlische Hilfe, denn schließlich hat er als einziger Polizist von Santa Caterina alle Hände voll zu tun ... Mit Witz, Charme und dem Blick fürs Menschliche ermitteln Isabella und Matteo in der Toskana. Klar, dass dabei auch die italienische Lebensfreude nicht zu kurz kommen darf! Kloster, Mord und Dolce Vita - eine Krimi-Serie wie ein Urlaub unter der Sonne Italiens. eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung

Valentina Morelli schreibt seit vielen Jahren Romane. Mit 'Kloster, Mord und Dolce Vita' setzt sie der Heimat ihres Herzens ein Denkmal und fängt das unvergleichliche Lebensgefühl der Toskana ein. Krimis sind für sie ein Mittel, zutiefst menschliche Geschichten zu erzählen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 138
    Erscheinungsdatum: 30.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732587773
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 5876 kBytes
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Kloster, Mord und Dolce Vita - Eine rätselhafte Beichte

2

Obwohl Isabella frisch aus der Dusche kam, haftete an ihr noch immer der Geruch von Zitronen. Es störte sie nicht - im Gegenteil! Sie bekam von diesem Duft einfach nicht genug. Er verfrachtete sie gedanklich zurück in ihre alte Heimat.

Ihre Großeltern hatten eine eigene kleine Zitronenbaumplantage besessen, direkt hinter dem Haus. Isabella und ihr Bruder Andrea hatten einen großen Teil ihrer Kindheit in diesem Garten verbracht. Und noch immer strömten die unterschiedlichsten, längst verloren geglaubten Erinnerungen auf sie ein, wenn sie Zitronen roch.

Im Hause Martini wurde jedem Gericht Zitrone hinzugefügt - und wenn es nur ein Spritzer war. Ihre Oma hatte ihr beigebracht, dass die Zitronensäure jedes Essen verfeinert. Zu gerne erinnerte sich Isabella an Omas selbst gemachtes Zitroneneis. Ein besseres hatte sie nie wieder gegessen.

Nach der heutigen Olivenernte war sie eine ganze Weile durch das angrenzende Feld mit den Zitronenbäumen gewandert, deren tiefgelbe Früchte an den knorrigen Ästen hingen. Darauf bedacht, sich nicht von den wild summenden Bienen stechen zu lassen, die zahlreich um die Bäume herumschwirrten, hatte sie ein paar besonders saftige Früchte vom Baum gepflückt, um sie Schwester Hildegard in die Küche zu bringen.

Die Zitronen in ihren Händen hatten sich rau angefühlt. Auf dem Weg von den Obstplantagen bis zum Kloster hatten sie solch ein Aroma versprüht, dass sie nicht nur von einer Schar Bienen begleitet worden war, sondern sich der intensive Zitrusduft tief in ihren Poren eingenistet hatte.

Und wenn schon, dachte sie. Es gibt weitaus schlimmere Gerüche. Allerdings hatte sie beim Duschen so viel Zeit vertrödelt, dass sie sich nun sputen musste.

Mit nassen Haaren unter ihrem Schleier eilte sie in die Klosterkirche. Die Äbtissin hatte ihr aufgetragen, die Sitzbänke noch vor dem Stundengebet, der Non, vom sandigen Staub zu befreien. In den letzten Tagen war ein heftiger Wind über Santa Caterina hinweggefegt, der den Sand von der Küste kilometerweit ins Landesinnere getragen hatte.

Bewaffnet mit einem Besen, Putztuch und einem halb vollen Eimer Wasser durchschritt sie den Kreuzganghof und zog die schwere Holztür zum Hauptportal auf. Bunte Sonnenstrahlen drückten sich in dicken Linien durch die hohen Glasfenster und tauchten die kleine Kirche in ein beinahe mystisches Licht. Es war immer wieder aufs Neue ein atemberaubender Anblick.

Als sie die Tür hinter sich schloss und ins Mittelschiff trat, hielt sie kurz inne, weil eine Gestalt in der vorderen Reihe kniete, die Hände betend gefaltet.

Sie fuhr herum, als Isabella näher trat. »Hallo, Schwester!«

Isabella blickte in das freundlich lächelnde Gesicht eines Mannes, der nicht älter zu sein schien, als sie es war.

Er richtete sich auf und quetschte sich mühsam aus der Kirchenbank heraus. »Verzeihen Sie, bitte«, begann er, obwohl es doch gar nichts zu verzeihen gab. »Ich wollte die Ruhe nutzen und ...«

»... beten«, sagte Isabella, woraufhin er dankbar nickte.

»Genau, ja. Ich heiße Antonio.« Er streckte ihr die Hand entgegen. »Antonio Melani.«

»Es freut mich, Sie kennenzulernen, Antonio.« Der Mann hatte einen kräftigen Händedruck. Seine Hand fühlte sich rau an und erinnerte Isabella an die Schale einer Zitrone.

Von den groben Arbeitshänden abgesehen, wirkte er jungenhaft. Er hatte ein auffallend hübsches Gesicht und klare hellblaue Augen, die sie aufmerksam betrachteten. Sie standen im Kontrast zu seiner braun gebrannten Haut. Man sah ihm an, dass er ein Mann war, der sich viel im Freien aufhielt und sein Geld mit körperlicher Arbeit verdiente.

»Ich hoffe, es ist kein Problem, dass ich hier hereingeplatzt bin. Aber ich wollte alleine sein.«

Er sah an sich herab und strich sich über das schmutzige Hemd, auf dem sich zahlreiche dunkle Flecken abzeichneten. Isabella kannte die

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