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Krähenblut Ein Westerwald-Krimi von Krämer, Micha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.04.2013
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
eBook (ePUB)
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Krähenblut

Nina Morettis zweiter Fall. Der scheinbar natürliche Tod eines Betzdorfer Rentners wirft Fragen auf. Was hat die tote Krähe an der Volierentür im Garten des Mannes zu bedeuten? Ist es doch Mord? Nur Stunden später verschwindet ein Freund des Toten aus einem Altenheim. Eine Entführung? Als Angler am nächsten Morgen die Leiche eines jungen Mannes in einem Weiher im Westerwald finden, wird der Fall für Kommissarin Nina Moretti immer suspekter. Welches dunkle Geheimnis hüteten die beiden alten Männer? Und was hat ein zwielichtiger Siegener Kunsthändler mit all dem zu tun?

Micha Krämer wurde 1970 in Kausen im Westerwald geboren. 1989 zog es ihn nach Betzdorf, wo er es ganze 15 Jahre aushielt, bevor das Heimweh ihn zurück nach Kausen führte. 2009 veröffentlichte der gelernte Elektroniker kurz nacheinander die beiden Kinderbücher Willi und das Grab des Drachentöters und Willi und das verborgene Volk. Der regionale Erfolg der beiden Bücher, die er eigentlich nur für seine eigenen beiden Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt musste im Jahre 2010 nun ein richtiges Buch her. Im Juni erschien sein erster Roman für Erwachsene und zum Ende des Jahres 2010 sein erster Kriminalroman, der die Geschichte der jungen Kommissarin Nina Moretti erzählt. Neben seiner Familie, dem Beruf und dem Schreiben gehört die Musik zu einer seiner großen Leidenschaften. Mehr über Micha Krämer auf www.micha-kraemer.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 306
    Erscheinungsdatum: 23.04.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827198419
    Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
    Serie: Nina Moretti .2
    Größe: 1996 kBytes
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Krähenblut

Kapitel 1
Sonntag, 15.05.2011, 8:12 Uhr
Betzdorf / Karl-Stangier-Straße
Verschlafen blinzelte Nina auf die Leuchtziffern des Tchibo-Radioweckers. Durch die heruntergelassenen Rollläden ?elen einige Streifen Licht auf ihr Bett. Angestrengt versuchte sie zu registrieren, woher das Klingeln kam. Es dauerte einige Sekunden, bis sie begriff, dass es sich bei dem nervtötenden Geräusch um das Bimmeln ihres Handys handelte.
Sie tastete über den Boden vor dem Bett, bis sie das vibrierende Gerät zu fassen bekam. Noch während sie es aufhob, drückte sie ohne hinzusehen auf die grüne Taste, um das Gespräch anzunehmen.
"Hier Moretti. Wer nervt?", meldete sie sich.
"Hey, Nina, hier ist Thomas, hab ich dich geweckt?"
Für einen Moment ließ sie das Telefon sinken. Dann nahm sie es seufzend wieder ans Ohr.
"Nein, hast du nicht. Musste eh aufstehen. Das Telefon hat geklingelt. Irgendein Idiot ruft hier Sonntagmorgen um kurz nach acht an."
"Ach gut", sagte Thomas hörbar erleichtert. "Dachte schon, ich hätte dich geweckt. Und weil ja heut dein freier Tag ist ..."
"Was willst du?", unterbrach sie ihn barsch.
"Ähm ja. Ähm, wir haben einen Toten", stotterte er. "Wär schön, wenn du dir das mal ansehen würdest."
Sofort war sie hellwach.
"Wo?"
"Im Gäulenwald vierzehn."
"Okay, Thomas, bin gleich da."
Noch während sie die Taste zum Beenden des Gespräches betätigte, meldete sich ihr schlechtes Gewissen. Sie drehte sich um und sah in die Augen von Klaus, der sie liebevoll anlächelte.
"Ich muss kurz weg", flüsterte sie und rückte näher an ihn heran.
Wortlos packte er sie und küsste sie. Nina erwiderte den Kuss. Doch sie ärgerte sich ein wenig über seine Reaktion. Verflucht! Warum nur war er immer so verständnisvoll?
Eine viertel Stunde später schlug sie die Tür ihres marineblauen VW-Käfers zu, startete den Motor und rollte langsam aus der Garage. Klaus stand in kurzen Hosen und einem Metallica-T-Shirt an der Haustür und winkte ihr zu. In der anderen Hand hielt er eine Tasse Kaffee. Nina winkte kurz zurück, während sie auf den zu dieser Zeit noch nicht vorhandenen Verkehr auf der Karl-Stangier-Straße achtete, und gab dann Gas. Bis zur Gäulenwaldstraße war es nicht weit. Vielleicht einen Kilometer.
Als sie ihr Ziel erreichte, waren ihre Gedanken immer noch bei Klaus, der nun in der Küche das Frühstück für sie beide zubereitete. Hoffentlich dauerte das hier nicht so lange. Klaus und sie waren nun seit sechs Monaten ein Paar und sahen sich eigentlich nur am Wochenende, weil er im gut zweihundert Kilometer entfernten Trier studierte. Die ganze Woche freute sie sich auf das gemeinsame Wochenende. Umso mehr ärgerte es sie nun, dass sie heute, an ihrem freien Tag, den sie eigentlich mit ihm verbringen wollte, zu einem Tatort musste.
Sie parkte rechts am Straßenrand hinter einem Mercedes-Leichenwagen und stieg aus.
Auf dem Bürgersteig stand gut und gerne ein Dutzend Schaulustige, von denen sie einige vom Sehen her sogar flüchtig kannte. In einer Kleinstadt wie Betzdorf war das nichts Ungewöhnliches. Anders als an ihrem früheren Dienstort Köln stolperte man hier auf dem Land ständig über Leute, die man kannte.
Dies war einer der Gründe gewesen, warum sie sich vor einem halben Jahr dazu entschlossen hatte, nach acht Jahren Großstadt zurück in die Kleinstadt an der Sieg zu ziehen. Der Hauptgrund war jedoch ihre Mama gewesen, die seit dem Tod von Ninas Vater im verga

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