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Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp Kriminalroman von Fürk-Hochradl, Doris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.10.2016
  • Verlag: Emons Verlag
eBook (ePUB)
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Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp

Als im Wallfahrtsort Maria Schmolln eine junge Frau ermordet wird, ist wieder einmal Kräuterrosis Spürsinn gefragt. Die detektivische Kräuterhexe legt Pflanzenbüschel und Schmalzsalbe zur Seite und macht sich mit Klosterschwester Klara auf die Suche nach der Wahrheit. Als fanatische Konservative rund um Pater Boris in den Fokus der Ermittlungen rücken, ahnt Rosi nicht, dass ihr eigenes Leben in Gefahr ist. Doris Fürk-Hochradl wurde 1981 in Braunau am Inn geboren. Sie lebt mit ihrer Familie in Eggelsberg, arbeitet als Lehrerin an einer Grundschule und schreibt seit gut fünf Jahren Regionalkrimis und Jugendbücher. Sie malt, musiziert und kocht mit Leidenschaft, und auch die Kräuterheilkunde ist ihr nicht fremd.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 19.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960410966
    Verlag: Emons Verlag
    Serie: Die Kräuterrosi Bd.2
    Größe: 3185 kBytes
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Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp

Neue Liebe - neues Leben

Abhilfe bei Verstopfung

Milchzucker regt die Darmtätigkeit an. Naturtrüber, nicht pasteurisierter Apfelsaft löst so manchen Klumpen. Viel trinken hilft auch. Außerdem empfehlenswert: ein Esslöffel Leinsamen oder ersatzweise Flohsamen am Vorabend eingeweicht und am Morgen eingenommen.

Manche Dinge ändern sich und andere eben nie. Diese Weisheit ist genauso wahr wie die Tatsache, dass Ferkelbauer Hias erneut mit einem Minischwein in meiner Stube steht und um Hilfe bittet. Nur dass er diesmal nicht allein, sondern mit Zenzi als Verstärkung angerückt ist. Die beiden haben sich nach all den Turbulenzen der vergangenen Monate gefunden wie ich den Sepp, mein Sohn Raphael seine Kalina und meine Tochter Daniela ihren Kurt. Es war ein mörderischer Sommer, aber auch einer der Liebe.

Ich schmunzle in mich hinein und hole mein Mittel gegen Verstopfung aus der Kommode. Das Ferkelchen kann nicht, obwohl es dringend einmal müsste. Ganz gequält guckt es mich mit seinen Schweinsäuglein an.

"Wie jetzt? A Milli-Pulver?"

Ich lächle und nicke. "Ja, richte dem Ferkel ein Babyfläschchen her, aber gib noch extra Milchzucker hinein, dann erledigt sich das Problem ganz schnell. Das hat noch jedem Baby geholfen, also wirkt es bei deinem Ferkel allemal." Ich reiche ihm noch die Packung Milchzucker.

Hias zieht die Augenbrauen hoch und presst die Lippen aufeinander.

"Die Rosi hat bestimmt recht, Hias. Komm, wir lassen sie jetzt allein. Sie will bestimmt den letzten Abend mit ihrem Liebsten in Ruhe verbringen, bevor dieser ins Rampenlicht muss. Wir sind ja alle schon so gespannt. Du und der Sepp, ihr werdet richtige Fernsehstars! Ich bin ehrlich stolz, dich zu kennen, Rosi", sagt Zenzi und strahlt mich an wie eine Hundert-Watt-Glühbirne kurz vor dem Durchbrennen.

"Ja, ja", seufze ich. Mir ist die ganze Angelegenheit mehr peinlich, als dass ich mich darüber freuen könnte. Glücklicherweise konnte ich den Fernsehsender davon überzeugen, dass ich die absolut Falsche für ihre Sendung bin. Sepp kann sich bestimmt viel besser vor der Kamera präsentieren als ich. Außerdem ist er der Profi in diesem Gewerbe, ich bleibe da viel lieber bei meinen Kräutern.

"Stimmt es, dass der Sepp in ganz Österreich Bordelle -"

Ich winke ab, bevor Zenzi weiterfragt. "Vorerst will der Sender einfach drei Probesendungen drehen und dann schauen, wie das Format bei den Zuschauern ankommt."

Zenzi schüttelt ungläubig den Kopf. "Und das alles habt ihr der Gitti zu verdanken. Wie sie nur immer an diese Kontakte kommt? Gitti ist eine Wucht."

"Mmh. Die liebe Gitti. Sie ist schon etwas ganz Besonderes", sage ich und dränge Hias und Zenzi leicht in Richtung Ausgang.

Langsam beschleicht mich der Verdacht, dass die beiden gar kein Problem mit dem Ferkel haben, sondern vielmehr selbst mit einer Krankheit namens Neugierde geschlagen sind.

"Erzählst du uns, wie es war?", fragt Zenzi beim Hinausgehen.

"Da müsst ihr den Sepp fragen. Ich habe mich geweigert, ins Fernsehen zu gehen. Mir reicht meine Stube", sage ich und schließe die Tür hinter den beiden, bevor sie mich weiter mit Fragen durchlöchern können.

Endlich Ruhe. Gemächlich gehe ich zur nagelneuen Kaffeemaschine. Raphael und Kalina haben zur Hochzeit zwei dieser Kapselmaschinen geschenkt bekommen, und nun steht eine davon neben meiner alten Filtermaschine. Wenn ich allein bin und gerade kein besonderes Bedürfnis nach einem Kopi Luwak oder einer Meinl-Spezialröstung habe, dann drücke ich schon mal auf die Taste und lasse mir eine Kapsel in die Tasse. Es ist beeindruckend, welch intensiven Duft die kleinen bunten Aluminiumdinger verbreiten. Den Preis pro Kaffee darf ich mir freilich nicht ausrechnen, sonst lasse ich mich lieber von Sepp nach Salzburg kutschieren und genieße im Sacher an der Salzach einen Espresso mit einem ordentlichen S

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