text.skipToContent text.skipToNavigation

Kuckucks Uhr Ein menschlich ökologischer Roman von Martin, Ninni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.10.2014
  • Verlag: epubli
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Kuckucks Uhr

Änderung, Anpassung und Wandel sind zentrale Inhalte von 'Kuckucks Uhr', in dessen Handlungsverlauf Themen des aktuellen Zeitgeschehens wie Naturschutz und Wölfe, Unternehmertum und Waffenschieberei in Zusammenhang mit zeitlosen Aspekten menschlicher Sinnsuche gebracht werden. Ein sprichwörtlicher Wandel vom Saulus zum Paulus ist zwar löblich, doch zu selten, als unbedingt zu erwarten, eben auch von Darius Wolfer und Dr. Karin Allgaier nicht, den Hauptfiguren dieses Romans. Darius ist Mitte vierzig, ein glücklicher Mensch, der den Wohlstand in vollen Zügen genießt, für welchen ein vorteilhafter Ehevertrag nach der Scheidung gesorgt hat. Karin hingegen ist nicht unbedingt eine Frohnatur und hadert unentwegt mit ihrer Rolle als Mutter, Ehefrau, Unternehmerin und Biologin. Mehr schlecht als recht betreibt sie eine Holzuhrenmanufaktur zur Fortführung eines Familienerbes weiter. Neben Veränderung, Anpassung und Wandel handelt der Roman auch von einigen Abgründen menschlicher Natur, von Wildschweinen, Zigarren, Segeltouren, Feinschmeckerlokalen, Verkaufsfernsehen, einem Cherokee-Indianer, dem Wissenschaftsnachwuchs, zwei Kommissaren, einem heruntergekommenen und einem Karrieristen. Die Geschichte spielt zunächst in Berlin und Umland, kurz im Schwarzwald, dann auf der Schwäbischen Alb sowie in Stuttgart und schließlich in Südfrankreich. Der Roman 'Kuckucks Uhr' ist vollkommen fiktiv und in jeder Hinsicht frei erfunden. Zumal das Manuskript kein Verlagslektorat durchlaufen hat, bittet der Autor um Nachsicht für Schreib- und Formatfehler, welche dem Roman sicher noch anhaften. Nichtsdestoweniger darf beim Lesen abwechslungsreiche und spannende Unterhaltung erwartet werden. Der Autor, Jahrgang 1963, lebt im Raum Stuttgart und veröffentlicht unter Pseudonym und ohne Garantie für Schreib-, Format- und Herstellungsfehler. Schlagworte: Kuckucksuhren, Waffenhandel, Wirtschaftskrimi, Ökothriller, Ökologie, Veränderung, Anpassung, Wandel

Der Autor lebt im Raum Stuttgart und veröffentlicht unter Pseudonym.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 28.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783737514637
    Verlag: epubli
    Größe: 452 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Kuckucks Uhr

1. Ein leichtes Leben

Im Halbschlaf streckte Darius die Hand hinter sich und fühlte in einer sanften leeren Mulde noch ihre Wärme und Feuchte, bis seine Finger an einen Schlüsselbund stießen. Das Metall, das nichts vom Klima des warmen Bettes angenommen hatte, war kalt geblieben und ließ ihn für einen kurzen Augenblick schaudern. Anjela musste eben erst gegangen sein. Verlassen zu werden, auch wenn eine Trennung das Beste bedeutete und sie zuletzt beide darauf zugesteuert hatten, schmerzte ihn. Niemals wäre er einen solchen Schritt als Erster gegangen, nicht weil er das Ende nicht wollte, sondern weil er immerzu zögerte. So fehlte ihm auch diesmal der Mut, im Nachhinein Reue über das Vorpreschen überwinden zu müssen. Unentschlossener, jedoch aus Erfahrung weitaus einfacher, schien es Darius hingegen erneut, der Verlassene zu sein. Die Enttäuschung eher über seine Bequemlichkeit verflog daher so rasch, wie sie gekommen war, und Darius Wolfer haderte nicht weiter mit sich und der steten Flüchtigkeit seines Liebesglücks. Im Grunde doch ziemlich erleichtert und mit einem müden Lächeln versuchte er, wieder in den Schlaf zu finden. Darius zog die Decke weit über sich. Anjelas verbliebener Geruch aus Parfüm, Schweiß und Kohlsuppe des Vorabends zog ihm in die Nase und wog ihn traumhaft in Erinnerung an so viele schönen Stunden zusammen mit ihr. Beinahe bis zum Schluss war sie ihm im Bett eine nahezu vollendete Geliebte geblieben. Erinnerungen an all das Zermürbende in ihrer kurzen Beziehung ließ er gar nicht erst aufkommen. So schnell heilte die Zeit die Wunden. Nun war ein weiteres Kapitel zu Ende gegangen und ein neues wartete längst darauf, begonnen zu werden. Völlig einschlafen konnte Darius dennoch nicht. Blähungen, mit denen er die ganze Nacht und selbst während des Versöhnungsaktes zu kämpfen hatte, drückten noch immer in seinem Darm und nur dann und wann gelang es ihm, Druck abzulassen. Anjela war es nicht besser ergangen, wie er roch, denn aus den Federn ihrer Bettenhälfte dünstete noch immer eine nicht weniger scharf schwefelige Note aus. Er hätte eben mehr Kümmel als Zutat der Suppe hinzugeben sollen, dann wäre sie verdaulicher gewesen. Auf den Batzen Bauchspeck, den er zu brauchen glaubte, um dem Mal überhaupt Gehalt zu geben, hätte Darius zunächst nicht bestehen dürfen. Der Streit, der daraufhin hatte entbrennen müssen, war im weiteren Verlauf ziemlich hässlich geworden. Glaubte er wirklich, dass sie das Ganze nur zum Spaß äße und ihr Kohl schmecken würde, hatte Anjela anfangs noch die sachliche Auseinandersetzung gesucht und ihm abermals die Segnungen einer Kohldiät vorgepredigt. Darius verfluchte das Zeitgeistmagazin, das Anjela vor etwa zwei Wochen auf diesen Trichter gebracht hatte. Mit dem Einwand, dass keine Frau, die weder die Schwelle zum Übergewicht noch zur Magersucht zu überschreiten drohte, eine Diät nötig hätte, hatte er sie nicht überzeugt. Und überhaupt, warum sollte er fasten? Ein Schweinebauch gehörte in die Suppe, unbedingt! Tränen ihres Unverständnisses und Trotzes, ihrer Macht- und Hilflosigkeit waren daraufhin geflossen und damit jede Schachlichkeit in einem Schwall aus Wort und Widerwort davon gespült worden. Wie gemein er wäre, ihre Figur, mehr noch sie als Frau und Mensch so infrage zu stellen. Er wäre es doch gewesen, vor einiger Zeit angedeutet zu haben, dass er sie zu dick fände, ihm ihre Hüfte zu füllig wäre und zudem die Orangenhaut an ihren Schenkeln störte. Darius konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, jemals solche Bemerkungen fallen gelassen zu haben, obwohl er durchaus daran gedacht hatte. Vor vier Wochen erst hatten sie sich kennen gelernt und bald eine Woche musste verstreichen, bis sie miteinander geschlafen hatten. Wann sollte er in einer so kurzen Zeitspanne des über beide Ohren verliebt Seins je in Verlegenheit gekommen sein, sich offen und abfällig über ihre Figur zu äußern. Konnte Anjela Gedanken

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen