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KuckucksMord Roman von Lewentz, Manuela (eBook)

  • Verlag: LangenMüller
eBook (ePUB)
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KuckucksMord

Ein neuer Fall für Jil Augustin 'Als ich meine Augen öffne, sehe ich in den Lauf einer Flinte, höre einen Kuckuck, vielleicht ist es nur eine Einbildung. Wo ist Andreas? Ich will nach ihm schreien, dann wird es dunkel.' Die Geister der Vergangenheit ruhen nicht: Petra, eine junge Journalistin findet heraus, dass im Kreiskrankenhaus Babys vertauscht wurden. Die Recherche wirbelt viel Staub auf. Doch bevor sie ihren Artikel veröffentlichen kann, wird sie vergiftet, Achim, ihr Vorgesetzter, erschossen. Zwei Fälle, die Kommissarin Jil Augustin auf den Plan rufen. Bei ihren Ermittlungen findet sie in der kleinen Gemeinde ein Netz aus Neid, Eifersucht und eiskalter Berechnung. Ein Jagd-Krimi! Manuela Lewentz verbrachte ihre Kindheit am Mittelrhein, wo auch ihre Kriminalromane spielen. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben. Inspirationen für ihre Arbeit findet sie im Alltäglichen, im Umgang mit ihren Mitmenschen. Auch auf ihren Reisen bekommt die Autorin immer wieder neue Impulse, Eindrücke, die ihre Romane bereichern. Manuela Lewentz schrieb Kinder- und Jugendbücher, bevor sie ihren ersten Kriminalroman veröffentlichte. Bei Universitas erschienen die beiden erfolgreichen Romane Mörderjagd (2013) und Tödliche Treibjagd (2014).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 240
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783784482088
    Verlag: LangenMüller
    Größe: 238 kBytes
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KuckucksMord

Januar

Petra

Auf die lustigen und angenehmen Erlebnisse warte ich voller Sehnsucht, ebenso auch auf eine Schwangerschaft, die sich nicht einstellen will. Jeden Monat darf oder muss ich das Gleiche durchmachen, erst hoffen, endlich ein Kind in meinem Körper zu tragen, bangen, dass alles gut gehen mag, um dann doch festzustellen, dass ich wieder einmal nicht schwanger bin. Vielleicht ist dieses Warten auch der Grund meiner inneren Veränderung? Dieser Unruhe, die mehr und mehr mein Leben erschwert.

Es tut so weh, dieses Warten. Unser Sex verläuft inzwischen geplant ab, immer schön alles aufheben für die fruchtbare Phase, die Lust bleibt mehr und mehr auf der Strecke, das Verlangen, den Anderen zu spüren, genießen, sich hingeben zu wollen, weicht nur noch einem einzigen Ziel: endlich schwanger zu werden. Es gibt sogar Monate, in denen Andreas und ich nicht ein Mal miteinander schlafen, wie Geschwister das Leben teilen. So habe ich gewiss keine Chance, endlich schwanger zu werden. Mich beschäftigt nur noch dieses eine Thema: Wie werde ich schwanger? Auch meine Arbeit in der Redaktion ordne ich inzwischen diesem Leitgedanken unter. Lieber schreibe ich über einen Kinderarzt oder ein Kinderwunschzentrum als über den örtlichen Sportverein oder das Feuerwehrfest.

Mein Chef hat mich bereits abgemahnt, meint, ich sei verrannt, solle mal locker werden, auch meine Berichte würden verkrampft rüberkommen.

Ich spüre tief in mir ein Verlangen, etwas zu verändern. Aus diesem Korsett, wie ich mein Leben gerade empfinde, zu entfliehen.

"Du musst was tun, Petra! Schau mal in den Spiegel!", ermahnt Monika mich. Seit Jahren sind wir befreundet und verbringen meistens die Freitagabende zusammen. Kino, klönen, Pizza essen, mal shoppen fahren, eben das Frauenprogramm!

"Weißt du, ich habe keinen Spaß mehr am Sex."

Monika lacht zuerst, kein Wunder, meine Erkenntnis teile ich ihr mit, während ich auf einem Stück Pizza kaue.

"Klar, Petra, du mit deiner besonderen Art von Humor."

Für Monika gibt es kein Problem mit dem Thema Kind, d.h. das Thema Kind ist nicht mal ein Thema. Monika möchte einfach keine Mutter werden, somit lacht sie meine Sorgen immer weg.

"Denk mal darüber nach, wie viele Freiheiten du jetzt hast! Das Leben mit Andreas kann doch auch ohne Nachwuchs schön sein, keine Nächte mit Geschrei oder Pullis, die zeigen, was es heute für das Baby zum Essen gab. Nee, das ist nichts für mich."

Mein Blick wandert nach ihren Worten automatisch zu Silke, der Dritten in unserem Bunde.

"Und Silke? Die macht das doch ganz toll, auch noch als alleinerziehende Mutter. Und jetzt sei mal ehrlich, Monika, dir gefällt die Kleine doch auch?"

Monika nickt.

"Klar gefällt sie mir. So für dreißig Minuten macht es auch Spaß, mit der Kleinen zu spielen, aber bitte", sie hebt ihre Stimme, "das reicht dann auch."

An diesem Abend spreche ich nicht weiter über meine Probleme. Wir bestellen Wein und verfallen in Themen, die uns zum Lachen bringen.

Dieses Treffen ist nun schon ein Jahr her. Wahnsinn, was ich im letzten Jahr alles erlebt habe, was sich in meinem Leben verändert hat. Noch vor zwei Jahren, wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich heute von meinem Mann getrennt in einer eigenen Wohnung leben werde, laut losgelacht hätte ich. Nein, geplant war die Veränderung nicht, jedenfalls nicht von langer Hand.

Es gab diesen einen Morgen, mitten im Mai, den ich gerade wieder deutlich vor mir sehe. Die Sonne scheint in unser Schlafzimmer, und ich denke, so, das war es jetzt? Das soll alles gewesen sein in meinem Leben?

Lange Zeit zum Denken bleibt mir an dem Morgen nicht. Ich stehe auf, eile unter die Dusche und decke anschließend den Frühstückstisch für Andreas, meinen Mann, und für mich. Als Andreas mir gegenübersitzt, wie an jedem Morgen mit der Tageszeitung beim Frühstück, ich hätte Grimassen schneiden können, er hätte es ni

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