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Langeooger Schampus. Die Inselkommissare - Ostfrieslandkrimi von Freund, Marc (eBook)

  • Verlag: Klarant
eBook
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Langeooger Schampus. Die Inselkommissare - Ostfrieslandkrimi

Die neuen Langeooger Inselkommissare Gerret Kolbe und Rieke Voss haben ihren ersten grausigen Mordfall zu lösen. Die Spur führt zu ausschweifenden Partys auf der ostfriesischen Insel, bei denen der Schampus in Strömen fließt... Doch zunächst beginnt der Fall mit einer Vermisstenmeldung: Kurz vor der geplanten Abreise stellt der Langeoog-Urlauber Hajo Scholten schockiert fest, dass seine Frau Marianne und der zehnjährige Sohn Marten plötzlich spurlos verschwunden sind. Die handschriftliche Notiz »Es tut mir leid« ist alles, was ihm bleibt. Die Kommissare Gerret Kolbe und Rieke Voss sind sich schnell sicher, dass etwas Furchtbares geschehen sein muss. Und tatsächlich lässt ein Leichenfund nicht lange auf sich warten. Die Ermittlungen führen zu einem geheimnisvollen Waldhaus. Offenbar nahm Marianne Scholten hier abends an dekadenten Partys teil, bei denen die attraktive junge Frau sich nur »Mary Ann« nannte. Hat einer der Partygäste im Champagner-Rausch die Kontrolle verloren? Oder steckt in Wirklichkeit etwas ganz anderes dahinter? Auch Hajo Scholten selbst macht sich nämlich durch widersprüchliche Angaben verdächtig. Irgendetwas ist auf der idyllischen Nordseeinsel völlig aus dem Ruder gelaufen...

Produktinformationen

    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965862449
    Verlag: Klarant
    Größe: 329 kBytes
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Langeooger Schampus. Die Inselkommissare - Ostfrieslandkrimi

Kapitel 1

 

Dass etwas an einem Tag wie diesem nicht in Ordnung sein könnte, wäre Hajo Scholten nie in den Sinn gekommen. Warum auch? Hinter ihnen lagen zwei Wochen Ferien, in denen sie fast durchgehend Glück mit dem Wetter gehabt hatten.

Gut, er hatte sich am zweiten Tag eine scharfkantige Muschel in den linken Fußballen getreten, was schmerzhaft gewesen, zum Glück aber nicht zu einer dauernden Belastung geworden war. Und als er den kleinen Fahrradanhänger verschnürt hatte und die drei Stufen zu ihrem Feriendomizil hinauflief, verspürte er eine gute Laune wie schon lange nicht mehr.

Grund dafür war weniger ihre kurz bevorstehende Abreise, sondern die Tatsache, dass die letzten vierzehn Tage einfach gutgetan hatten. Auf voller Linie.

Marianne und er waren sich endlich wieder nähergekommen, nachdem sie sich zu Hause in Köln überwiegend nur noch angeschwiegen hatten.

Schweigen. Anstrengend. Oh ja, das war es gewesen. Aber hier auf Langeoog hatten sie plötzlich neue Themen gefunden. Sie hatten sich wieder etwas zu sagen gehabt.

Hajo trat durch den hellen Flur in die geräumige Küche, in der Marianne und er manchmal noch am späten Abend für sich und ihren gemeinsamen Sohn Marten eine Pizza warm gemacht hatten, weil ... nun weil so ein Nachmittag am Strand einfach verdammt hungrig machen konnte.

Marianne stand an der Arbeitsfläche neben der Mikrowelle, drehte ihm den Rücken zu. Sie hatte die kleine Schublade aufgezogen und kramte darin herum.

Hajo trat leise an sie heran, umfasste ihr Becken und küsste sie zärtlich auf ihren schlanken Nacken, dort, wo sich ihr blondes Haar zu einem feinen Flaum kräuselte.

Sie zuckte zusammen. Dann erstarrte sie regelrecht, machte sich steif, so als hätte das erneute Aufblühen ihrer Ehe auf dieser Insel nicht stattgefunden.

»Alles in Ordnung mit dir?«

Hajos Frage blieb lange, eine Spur zu lange, im Raum stehen, bevor Marianne antwortete.

Sie löste ihre Verbindung und schob die Schublade mit einer energischen Bewegung zu.

»Ja«, gab sie knapp zurück, als ihr offenbar klar wurde, dass Hajo noch immer wartete. Ein wenig hilflos wartete, mit fragendem Gesicht und leicht hängenden Schultern.

»Wirklich? Du ... du wirkst gerade nicht so, als ob ...«

Als ob ... was eigentlich? Was hatte er ihr sagen wollen?

Hajo blickte die Frau in dem hellen Sommerkleid an, bei der er sich in den letzten Tagen wieder gefragt hatte, wie jemand wie er jemals bei einer wie ihr hatte landen können.

Aber genau so war es gekommen. Vor zwölfeinhalb Jahren in Köln am Rhein, aloha und alaaf!

Sie drehte sich zu ihm um, ein Stück zusammengefaltetes Papier in der einen Hand, in der anderen einen Kugelschreiber, den sie offenbar zuvor so verzweifelt in der Schublade gesucht hatte.

»Später, Hajo, ja?«, sagte sie, kurz bevor sie seinem Blick auswich, sich zum Küchentisch abwandte und einen Stuhl darunter hervorzog.

»Du wirkst verändert«, stellte er trocken fest, wartete dieses Mal jedoch nicht auf eine Antwort, sondern wandte sich der Tür zu, durch die eine frische Brise ins Haus wehte, um im Wohnzimmer mit den leichten Vorhängen zu spielen. Auf der Schwelle kam Hajo ein anderer Gedanke. Er blieb stehen, eine Hand an den Türbalken gelehnt. Sein Kopf drehte sich leicht zur Seite.

»Hat es mit dem Handyanruf von vorhin zu tun?«

Sie saß am Küchentisch, hatte bereits angefangen zu schreiben, als sie zu ihm herübersah.

Was in dieser Sekunde in ihrem Blick lag, vermochte Hajo nicht zu deuten. Aber es sollte ihn noch beschäftigen. Lange.

Marianne warf den Kugelschreiber hin, stützte ihre Ellenbogen auf die Tischplatte und massierte ihre Schläfen.

»Bitte, Hajo, lass uns das verschieben, ja? Ich will doch nur die Nachricht an den Vermieter schreiben. Wegen der kaputten Fernbedienung.«

Hajo antwortete nicht. Er nickte nur. So wie er es oft

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