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Leberkäsjunkie Der siebte Fall für den Eberhofer Ein Provinzkrimi von Falk, Rita (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.01.2016
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)

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Leberkäsjunkie

Cholesterin, Brandanschlag und Brutpflege Schluss mit Fleischpflanzerln von der Oma: Die Cholesterinwerte vom Eberhofer sind so hoch wie die Laune im Keller. Dazu macht die Susi ihm Stress mit dem Sprössling: knallhart durchorganisierte Besuchszeiten, da kennt sie kein Pardon. Und dann noch dieser grausame Mord an einer Frau in der Pension von der Mooshammer Liesl. Warum wollte man sie so brutal aus dem Weg schaffen? Als ausgerechnet der angolanische Fußballspieler Buengo vom FC Rot-Weiß Niederkaltenkirchen unter Mordverdacht gerät, nimmt der Eberhofer die Ermittlungen auf. Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt in Bayern, ist Mutter von drei erwachsenen Kindern und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet. Mit ihren Provinzkrimis um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer und ihren Romanen 'Hannes' und 'Funkenflieger' hat sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser geschrieben - weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Höchst erfolgreiche Kino-Verfilmung der Eberhofer-Serie mit Sebastian Bezzl und Simon Schwarz in den Hauptrollen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 22.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423428163
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: Franz Eberhofer Bd.7
    Größe: 1762 kBytes
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Leberkäsjunkie

Kapitel 1

"Bei der Mooshammerin brennt's, Bub", schreit mich die Oma vom Türrahmen her an, dass ich beinah vom Kanapee flieg. "Jetzt komm schon, steh auf und zieh dir was an!"

"Ich bin bei der Polizei, Oma, das weißt doch, und nicht bei der Feuerwehr. Außerdem ist München jetzt mein Revier und nicht Niederkaltenkirchen", schrei ich aus meinen Federn her zurück und fuchtle dabei auch noch mit Händen und Füßen, weil die Ohren von der Oma seit geraumer Zeit eher dekorative Zwecke erfüllen als funktionale. Ich schau auf den Wecker, es ist Viertel nach zwei. Der Ludwig liegt vor mir am Boden und blickt von der Oma zu mir und wieder zurück, gähnt einmal tief durch, dreht sich ab und schläft seelenruhig weiter. Hund müsste man sein.

"Bei der Mooshammerin brennt's, Franz", brummt jetzt auch noch der Papa, grad wie er zur Türe reinschlurft.

"Und was, bitte schön, soll ich da machen? Drüberpieseln, oder was?", frag ich ehrlich genervt und setze mich auf. "Herrschaftszeiten, bin ich denn hier für alles verantwortlich!?"

"Ja, hinfahren vielleicht, immerhin bist ja bei der Polizei", sagt er weiter und krault dem Ludwig übern Schädel.

"Du sagst es, bei der Polizei und nicht bei der Feuerwehr. Vielleicht rufst einfach mal bei denen an, was meinst?"

"Die sind schon vor Ort."

"Dann ist ja alles paletti, oder? Und jetzt raus hier, ich muss in drei Stunden zum Dienst", knurr ich noch so, leg mich wieder nieder und zieh mir die Decke übern Kopf. Die zwei verziehen sich nörgelnd, und dann kehrt endlich wieder Ruhe ein. Aus der Ferne kann ich durchs Fenster hindurch das Blaulicht erkennen. Das ist schön, irgendwie beruhigend, wie es so leuchtet und kreist, und schon schlaf ich wieder ein. Allerdings wohl nur ein paar Atemzüge lang. Weil dann läutet mein Telefon. Es ist zum Verrücktwerden in diesem Kaff hier, es geht praktisch zu wie am Stachus. Der Ludwig sendet mir vorwurfsvolle Blicke. Ich schau ihn kurz an und zuck mit den Schultern.

"Hm?", grunze ich in den Hörer.

"Eberhofer", kann ich unseren werten Herrn Bürgermeister sofort eindeutig erkennen. "Sie müssen umgehend kommen, bei der Mooshammerin brennt's!"

"Seid ihr jetzt allesamt komplett narrisch, oder was? Für Brände bin ich nicht zuständig, zefix! Rufen S' mich an, wenn irgendwo eingebrochen wird. Bei einem Verkehrsunfall, Raubüberfall, einer Geiselnahme oder Vergewaltigung meinetwegen. Im Idealfall bei einem glasklaren Mord! Aber nicht, wenn's bloß irgendwo brennt, verstanden? Ausnahmefälle sind einzig und allein die Metzgerei Simmerl und das Wirtshaus vom Wolfi. Ende der Durchsage!"

Dann häng ich ein.

Mein sehnlichster Wunsch auf eine kurze Privataudienz mit dem Sandmännchen bleibt leider unerhört, einfach weil beim erneuten Anruf des Bürgermeisters die Welt gleich ganz anders ausschaut. Gut, sagt er nämlich, mit einem glasklaren Mord kann er vielleicht nicht direkt dienen, zumindest nicht hundertprozentig. Es könnte sich auch durchaus nur um einen Unfall handeln. Eine Leich allerdings, die hätte er schon im Angebot. Genauer gesagt eine Brandleich. Und zwar exakt bei diesem depperten Feuer im Haus von der Mooshammer Liesl. Sie selber, sagt er weiter, scheidet als Opfer allerdings Gott sei Dank aus. Weil sie derzeit nämlich grad für ein paar Tage in Bad Wörishofen zum Wellnessen verweilt. Deshalb kann es eigentlich nur einer von ihren Untermietern sein. Na bravo!

Was mich jetzt erwartet, weiß ich leider genau. Und schön ist es nicht, das kannst du mir glauben. Immerhin gehören Brandleichen garantiert mit zu den unerfreulichsten Fällen, die wo es überhaupt gibt. Außer Wasserleichen vielleicht, die schon ein Weilchen so vor sich hingelümmelt haben. Das ist dann auch nicht lustig, keine Frage. Bei Brandleichen aber ist es eben neben den optischen Zuständen auch noch dieser Geruch, der mich schier wahnsinnig macht. Wobei es da jedoch freilich drauf ank

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