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Lene und die drei Mütter Kriminalroman von Bieber, Horst (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.08.2016
  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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Lene und die drei Mütter

Laura Kuhlmann, noch nicht zwei Jahre alt, wird entführt. Von ihr gibt es nie wieder ein Lebenszeichen, kein Entführer meldet sich mit einer Forderung. Rund siebzehn Jahre später wird eine Leiche gefunden, die als Laura Kuhlmann identifiziert werden kann. Allerdings hat ein Ehepaar vor drei Jahren seine Tochter Laura als verschwunden gemeldet und behauptet nun, bei der Leiche handele es sich um seine Tochter. Die Hauptkommissarin Lene Schelm beginnt zu ermitteln, und bei den Ermittlungen trifft sie auf eine dritte Frau, die behauptet, die leibliche Mutter der entführten Laura Kuhlmann zu sein. Sobald sich Lene mit Lauras Erzeuger in Verbindung setzt, beginnt eine Reihe rätselhafter Attacken auf die Kommissarin...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 111
    Erscheinungsdatum: 25.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738905106
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 819 kBytes
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Lene und die drei Mütter

Zweites Kapitel

Es nieselte unangenehm kräftig und über die Felder fegte ein sehr kühler Wind, zu kalt für die Jahreszeit. Der asphaltierte Wirtschaftsweg war nass und auf den Feldern stand das Wasser in großen Pfützen. Die in weiße Overalls gekleideten Spurensicherer hatte das Auto schon durchsucht und war nun bereit, mit dem äußerlich unbeschädigten Wagen in die Kriminaltechnik abzurücken; der Transporter wartete schon. Die Frauenleiche lag sieben bis acht Meter vor dem Auto auf dem Rücken, mit einer grünen Plane abgedeckt.

" Wissen wir, wer sie ist?", fragte Marlene Schelm, Erste Hauptkommissarin im Referat 11 - Mord, Totschlag und gewaltsame Entführung oder Freiheitsberaubung.

Seidel, Leiter der Spurensicherung, konnte Auskunft geben: "Sie hat im Portemonnaie Kreditkarten der Leininger Agrarbank auf den Namen Brenda Horn."

" Und die Todesursache, verehrter Medizinmann?"

Lene Schelm konnte Dr. Rupp nicht besonders leiden, was der aus ganzem Herzen erwiderte. "Kopfschuss aus größerer Entfernung. Eintritt des Projektils an der linken Schläfe, Austritt unter den Haaren nicht sichtbar. Kann sein, dass die Kugel noch im Gehirn steckt. Tod vor schätzungsweise sieben Stunden."

" Also am Vormittag gegen zehn Uhr."

" Anzunehmen, ja."

Das Opfer hatte aus irgendeinem Grund den Wagen verlassen; die Glasscheibe in der linken Tür war unbeschädigt. Ein Raubmord war es wohl nicht, im Portemonnaie steckten neben den Kreditkarten fast 500 Euro in bar; der Brillantring und die goldene Armbanduhr hatten zusammen bestimmt mehr gekostet als die meisten Männer und Frauen, die wegen der Leiche nach Solgen, am Stadtrand von Tellheim, ausgerückt waren, im ganzen Jahr verdienten.

Jule Springer, Oberkommissarin im R - 11, klapperte mit den Zähnen. "Warum musste sie hier sterben und nicht hundert Meter weiter? Mirlenbach gehört schon nicht mehr zu unserem Amtsbezirk." Das vom Regen blank gewaschene Ortseingangsschild Mirlenbach war von hier aus gut zu sehen. Auch Lene schauderte unter den kalten Böen und war froh, als sie einpacken und in den Krötengraben , ins Präsidium, losfahren konnten. Lenes Stellvertreterin Ellen König war ihnen voraus in die Stadt gefahren, um sich bei einer Filiale der Leininger Agrarbank zu erkundigen. Sie traf eine Viertelstunde später ein und stürzte sich auf die Thermoskanne mit Kaffee. "Brenda Horn, sie besitzt eine Boutique und Modelagentur Lola in der Weizengasse. Wohnung am Fürstenpark 19. Ihre Eltern leben noch am Ulanenhügel 10."

Kommissarin Sigrid Bauer, die Jüngste im R - 11, bot sich freiwillig an, mit Lene Schelm zu den Eltern zu fahren.

Das Haus, eine große, ältere, aber aufwendig renovierte Villa verriet Geld, ebenso der große und gepflegte Vorgarten. Nach dem Klingeln öffnete eine Hausangestellte: "Ja, die Familie Horn ist da. Aber beide sitzen noch beim Frühstück."

" Fragen Sie bitte trotzdem nach, ob Herr und Frau Horn Zeit für uns haben."

" Wie waren noch mal Ihre Namen?"

Lene war nahe daran, die Geduld zu verlieren: "Sagen Sie nur, Kriminalpolizei, Mordkommission."

Die junge Frau zuckte zusammen und verschwand umgehend mit einem Gesicht, als stünden nicht die Mordaufklärer, sondern ein Paar Serientäter vor ihr.

Das Frühstückszimmer schien aus einem Kitschfilm entnommen und nachgebaut zu sein, war sehr groß und hell, und

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