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Letzter Applaus Ein Altaussee-Krimi von Dutzler, Herbert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.05.2015
  • Verlag: Haymon Verlag
eBook (ePUB)
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Letzter Applaus

MORD AM NARZISSENFEST: GASPERLMAIERS FÜNFTER FALL! Aufruhr in Bad Aussee - und dann auch noch eine tote Narzissenkönigin: Der Gasperlmaier hat alle Hände voll zu tun: Die einheimische Bevölkerung geht mit jähem Zorn gegen eine Billigtrachten-Kette vor, die in Altaussee eine neue Filiale eröffnet hat. Ausgerechnet vor dem Narzissenfest, wo der gemütliche Dorfpolizist ohnehin rund um die Uhr im Dienst ist. Als dann die gerade gewählte Narzissenkönigin tot aufgefunden wird, stellt sich die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen ihrem Tod und der Eröffnung des Geschäfts besteht. Dass der grantige Oberst Resch die Ermittlungen übernimmt und ihm ab sofort das Leben schwer macht, hilft da wenig - der Gasperlmaier, als neuer Postenkommandant auf sich allein gestellt, kommt ins Straucheln. Die Sorge um seine Tochter Katharina, die zur neuen Narzissenkönigin gekürt wird, macht es nicht besser. Zum Glück steht ihm trotz Karenzurlaub auch diesmal Frau Dr. Kohlross helfend zur Seite ... Der fünfte Band der erfolgreichen Krimi-Serie: Endlich hat das Warten ein Ende! Auch Franz Gasperlmaiers fünfter Fall überzeugt mit allem, was ein hervorragender Krimi braucht: einem durch und durch liebenswürdigen Ermittler, authentischem Ausseer Flair, einer großen Portion Humor und einer noch größeren Portion Spannung! Wer die ersten vier Altaussee-Krimis gerne gelesen hat, wird den fünften lieben! Und wer sie nicht gelesen hat, wird ihn ebenfalls lieben! Man schwankt zwischen Schmunzeln und Gänsehaut und kann das Buch nicht mehr weglegen!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 392
    Erscheinungsdatum: 11.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709936429
    Verlag: Haymon Verlag
    Serie: Gasperlmaier Bd.5
    Größe: 2022 kBytes
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Letzter Applaus

1

Auf diesen Einsatz hätte Gasperlmaier gern verzichtet. Zum einen, weil der ganze Wirbel ausgerechnet am Tag vor dem Beginn des Narzissenfestes stattfinden musste. Und zum anderen, weil er völlig gegen seine eigene Überzeugung handeln musste.

Es war wegen dem Trachtenparadies . Nicht, dass er an und für sich etwas gegen Trachten gehabt hätte, ganz im Gegenteil. Er trug seine Lederhose seit Jahrzehnten mit Stolz und Selbstverständlichkeit, wie auch seine Frau ihrer Arbeit als frisch gebackene Direktorin der Altausseer Volksschule gewöhnlich im Dirndl nachging. Und jedes zweite Geschäft in Bad Aussee war ohnehin ein Trachtengeschäft, eine Lederhosenmacherei oder eine Stoffdruckerei. Daran lag es also nicht. Es lag nur an dem besonderen Trachtengeschäft, das heute eröffnet werden sollte. Das Trachtenparadies war nämlich kein alteingesessenes Geschäft, sondern eine Filiale einer Textilkette, die sich bereits über fast ganz Österreich und Bayern verbreitet hatte und Billigtrachten völlig unklarer Herkunft verkaufte. Gemunkelt wurde sogar, dass die angebotene Ware in Indien und Bangladesch gefertigt wurde. Aus billigem Ziegenleder sollten die Lederhosen sein, hörte man. Gasperlmaier hatte nichts, rein gar nichts, gegen die Inder an sich, und gegen die Ziegen schon gar nicht, aber dass im Ausseerland Lederhosen und Dirndl verkauft würden, die irgendeine bitterarme Näherin in einer Bruchbude am Brahmaputra zusammengestichelt hatte, das ließ ihn erschauern.

Und so hatte es natürlich, nachdem ruchbar geworden war, dass das Trachtenparadies eine Filiale in Bad Aussee eröffnen wollte, wütende Proteste aller Art gegeben. Ein Boykottaufruf in der Alpenpost war noch das Harmloseste gewesen. Etwas deutlicher war der Stammtisch geworden, sogar sein ehemaliger Postenkommandant, der Kahlß Friedrich. Der hatte hinter seinem Bier etwas von "Anzünden" und "Scheiben einschlagen" gemurmelt. Und darauf hingewiesen, dass er jetzt schließlich Zivilist sei und keine Uniform mehr trage, und als Pensionist könne er es sich jederzeit leisten, zivilen Ungehorsam in Betracht zu ziehen.

Warum er denn plötzlich so radikal sei, hatte Gasperlmaier gefragt. Er habe doch sonst nichts anderes im Sinn gehabt als seine Ruhe. "Eben!", hatte der Friedrich gerufen und mit der flachen Hand auf den Tisch geschlagen. "Verstehst du denn nicht, dass es mit der Ruhe dann vorbei ist, wenn sich sogar hier die Großkonzerne mit ihrem Plastikgewand einnisten? Dann ist nämlich Feuer am Dach, wenn unsere Trachtenschneider in den Konkurs müssen!" So weit hatte Gasperlmaier selbst noch gar nicht gedacht. "Und wenn alles zugrunde geht, sperren auch noch die letzten Wirtshäuser zu!", hatte der Friedrich gewettert. Damit hatte er Gasperlmaier völlig auf seine Seite gezogen. Er nickte ergeben.

Kurzum, für den Termin der Eröffnung des neuen Geschäfts in der Ischler Straße war gleichzeitig eine Protestkundgebung ebendort anberaumt worden. Die Straße hatte wegen des Menschenauflaufs vor dem Geschäftslokal bereits gesperrt werden müssen, und Gasperlmaier begab sich, zusammen mit der Manuela Reitmair, seiner Kollegin vom Posten in Altaussee, zum Ort des Geschehens, wo sie bereits von zwei Kollegen vom Bad Ausseer Polizeiposten erwarten wurden. "Dank schön, für die Verstärkung." Der Grill Peter, einer der Kollegen, schüttelte ihnen die Hand. "Bis jetzt ist alles ruhig geblieben!" Gasperlmaier sondierte die Situation. Auf der einen Seite die Auslagenscheiben des Trachtenparadieses , mit großen Plakaten, die die heutige Neueröffnung in neonfarbenen Buchstaben auf schwarzem Grund ankündigten. Prosecco sollte es geben. Und Gutscheine sollten verschenkt und großzügige Rabatte gewährt werden. Gasperlmaier seufzte.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte sich bereits eine beträchtliche Anzahl Einheimischer versammelt, fast alle, wie er feststellte, in der Tracht und mit finsteren Gesi

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