text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Lokalausgabe - Der erste Fall für Lisi Badichi Kriminalroman von Lapid, Shulamit (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.06.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Lokalausgabe - Der erste Fall für Lisi Badichi

Ausgezeichnet mit dem deutschen Krimipreis: der israelische Bestseller 'Lokalausgabe' von Shulamit Lapid - jetzt als eBook bei dotbooks. Nach einer wilden Partynacht wird die Gattin eines angesehenen Richters erschossen am Pool aufgefunden. Lisi Badichi, Reporterin bei einer kleinen israelischen Zeitung, soll über den Fall berichten. Die junge Journalistin ist bekannt für ihren ausgezeichneten Spürsinn. Schnell findet sie heraus, dass die Tote eine geheime Affäre hatte. Wurde sie erpresst? Oder sind die zwielichtigen Geschäfte, in die sie zusammen mit ihrem Mann verwickelt war, das Tatmotiv? Entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, schaltet Lisi sich in die Ermittlungen ein. Dabei begeht sie einen fatalen Fehler, der sie direkt in die Arme des Mörders treibt ... 'Shulamit Lapid hat in ihrem spannenden Krimi eine wunderbare Frauenfigur erschaffen.' Brigitte Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Lokalausgabe' von Shulamit Lapid. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Shulamit Lapid wurde 1934 in Tel Aviv geboren. Sie ist eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen Israels; ihre Werke sind preisgekrönt. Neben Kriminalromanen schreibt sie historische und sozialkritische Romane sowie Kurzgeschichten, Theaterstücke und Kinderbücher. Besonders bekannt ist Lapids Krimireihe über die Journalistin Lisi Badichi. 'Lokalausgabe', der erste Teil der Serie, wurde 1996 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Bei dotbooks erscheinen alle fünf Bände der Lisi-Badichi-Reihe: 'Lokalausgabe', 'Der Hühnerdieb', 'Goldstück', 'Der tote Bräutigam' und 'Die Geliebte auf dem Berg'. Diese sind auch in den Sammelbänden 'Tödliche Wahrheiten' und 'Mörderische Spuren' erhältlich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 27.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958246423
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1204 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Lokalausgabe - Der erste Fall für Lisi Badichi

Kapitel 1

Niemand wußte, wann Lisi Badichi bei der Party von Hornsticks erschien und mit wem sie kam, und es interessierte sich auch niemand dafür, daß sie dort war, denn sie war keine Frau, die man groß bemerkte, obwohl man sie nicht gerade als leicht zu übersehen bezeichnen konnte - nicht mit ihren großen platten Füßen, die aussahen wie die Flossen eines Seehundes, und nicht mit ihrem großen Busen, der jeden, der es vielleicht vergessen haben könnte, daran erinnerte, daß es so etwas wie Schwerkraft auf der Welt gab, und nicht mit ihrer Art zu sprechen, wobei sie zwischen "Schätzchen" und "hach?" ein paar Wörter aneinanderreihte wie zerkaute Perlen auf einer alten Schnur.

In der Redaktion nannte man sie "Lisi die Bekloppte". Sie wußte das, aber es störte sie nicht, solange man sie in Ruhe ihre Arbeit tun ließ und sich nicht in das einmischte, was sie schrieb. Sie war "unsere Reporterin" der Zeitung Zeit im Süden, einer Lokalbeilage der überregionalen Zeit. Genaugenommen schrieb sie die ganze Beilage selbst, machte sich höchstpersönlich mitten in der Nacht auf den Weg, wenn man sich mitten in der Nacht auf den Weg machen mußte, kippte sich etwas Wasser über den Kopf, um wach zu werden, strich sich Fettstift auf die Lippen, steckte sich riesige Plastikclips an die Ohrläppchen und den Pieper an den Gürtel, zog ihre Füße über den leeren Gehsteig und hoffte, daß der Anlasser ihres Autos keine Schwierigkeiten machen würde und daß ihr Informant an der Stelle wartete, die er ihr angegeben hatte, daß die Nachricht in den überregionalen Teil der Zeitung aufgenommen würde, denn dann bekam sie eine Prämie. Sie wußte, und alle in Be'er Schewa wußten es, daß Lisi Badichi "die Lokalzeitung" war, und das sparte ihr Zeit, überflüssige Formalitäten und alle möglichen Gänge.

Wenn es darum ging, die Mutter eines Getöteten zu interviewen oder die Freundin des Sängers, der eine Nutte vergewaltigt und ihr vier Zähne eingeschlagen hatte, oder den heldenhaften Soldaten, den Stolz der Siedlung D - Lisi war zur Stelle, sie und ihre großen Füße. Dann wußte sie, daß Dahan, der Chef der Zeit im Süden, in Tel Aviv angerufen und Bescheid gesagt hatte, daß Lisi die Bekloppte zu dem Betreffenden hingefahren war. Sie wußte es nicht nur, es war ihr auch egal, denn sie wußte ebenfalls, daß er den Satz mit den Worten beendet hatte: "Sie wird schon eine Geschichte aus ihm herausholen."

Sie war nicht besonders stolz auf das, was sie tat, und sie war nicht übermäßig bescheiden. Sie tat ihre Arbeit professionell, und das befriedigte sie. Wenn sie einen Faden in der Strickwarenfabrik eingezogen hätte, wie es ihre Mutter tat, oder im Soroka Spritzen gegeben hätte, wie es ihre Schwestern Georgette und Chawazelet taten - dann hätte sie dies auch professionell erledigt, und auch das hätte ihr Befriedigung verschafft. Nun war sie also "unsere Reporterin" im Süden. Big deal. In zwei Monaten würde sie dreißig, und das war es, was für ihre Mutter wirklich eine Rolle spielte, auch für Georgette und Chawazelet. Manchmal kamen ihre Schwestern zu ihr und sagten Schmeicheleien, und dann wußte Lisi, daß sie sie am Schluß bitten würden, ihnen Geld zu leihen, was sie auch tun würde. Sie würde sich vornehmen, beim nächsten Mal ihre Schwestern davon abzuhalten, ihr Schmeicheleien zu sagen. Aber wenn dann das nächste Mal kam, ließ sie wieder zu, daß die beiden erzählten, wie erfolgreich und bedeutend sie, Lisi, war, und wie stolz sie waren, daß so eine zu den Badichis gehörte, die es bis jetzt zu nichts Besonderem gebracht hatten, bis Lisi aufgetaucht war. Sie ließ sie in dem Glauben, sie hätten sie rumgekriegt - wenigstens diese Befriedigung konnte sie ihnen geben nach der Beschämung, daß sie um Geld bitten mußten. Sie hatten Kinder, die nicht nur etwas zum Essen und zum Anziehen brauchten, sondern auch eine Ausbildung, das war wichtiger als ihr eigener Stolz.

Sie hatte al

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen