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London Killing von Harris, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.02.2012
  • Verlag: Blessing
eBook (ePUB)
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London Killing

Eine tödliche Spirale aus Lügen und Korruption, aus Identitätsschwindel und Finanzbetrug und ein punktgenaues Porträt Londons Es sieht nicht gut aus für Detective Nick Belsey: Er hat einen Haufen Schulden - verursacht durch zwei hartnäckige Exfrauen und einen ausschweifenden Lebenswandel -, kein Dach mehr über dem Kopf und ein Disziplinarverfahren am Hals. Fieberhaft überlegt er, wie er sich aus dem Staub machen könnte. Da landet ein Fall auf seinem Schreibtisch: Ein russischer Oligarch aus dem reichsten Stadtteil Londons, Hampstead Heath, ist spurlos verschwunden. Belsey fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln, denn in ihm reift ein Plan - die Identität des Vermissten könnte ihm dabei helfen, sich heimlich abzusetzen und ein neues Leben anzufangen. Als er bemerkt, dass jemand vor ihm bereits dieselbe Idee gehabt hat, hält ein zielsicherer Auftragskiller bereits die ganze Stadt in Atem. Belsey steckt mittendrin in einem Strudel aus Korruption und Finanzbetrug und versucht abzutauchen, bevor er untergeht ... Ein raffinierter, schneller und wendungsreicher Thriller mit einem erfrischend anderen Detective, der selbst ständig hart an der Grenze zur Illegalität ermittelt, in der Hoffnung, damit seine eigene Haut zu retten, und mit einem atemberaubenden Finale. Oliver Harris, geboren 1978, hat am University College of London Englische Literatur studiert und in Psychologie promoviert. Sein Debüt London Killing, Detective Nick Belseys erster Fall, erschien 2012 bei Blessing. 2014 folgte London Underground. Oliver Harris lebt in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 27.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641073268
    Verlag: Blessing
    Serie: Nick Belsey Bd.1
    Originaltitel: The Hollow Man
    Größe: 1096 kBytes
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London Killing

4

Belsey fuhr am East-Heath-Parkplatz vorbei. Den Streifenwagen hatten sie abgeschleppt. Es war nichts mehr zu sehen, nicht mal die Glassplitter.

Er grübelte darüber nach, welche Radarkamera ihn letzte Nacht aufgenommen haben könnte, welche Kameras das Gesicht des Fahrers aufzeichneten. Er hielt neben dem U-Bahn- Depot in der Highgate Road und blieb kurz im Wagen sitzen. Dann stieg er aus und tauchte in die schäbige Geschäftigkeit der Kentish Town Road ein.

Was hatte er getan?

Er ging ins Bürgerbüro und holte sich eine Broschüre mit dem Titel "Wege aus der Privatinsolvenz". Dann ging er zu Tote, dem Buchmacherladen, wo an einer Plastiktheke heiße Getränke und Snacks verkauft wurden. Er hatte gerade noch genug Kleingeld für einen Kaffee. Belsey suchte sich einen Platz im hinteren Teil des Ladens. Er schluckte vier Paracetamol und blätterte in der Broschüre: Machen Sie eine Liste mit Ihren täglichen Ausgaben. Seien Sie ehrlich. Er legte die Broschüre mit der Vorderseite nach unten auf den Tisch.

Die vergangene Nacht markierte einen Einschnitt in seinem Leben. Das spürte Belsey. Sie war eine Brandschneise. Er versuchte die Nacht vom Ende her zu rekonstruieren: vom demolierten Auto zurück bis zu den Ereignissen, die dazu geführt hatten. Der Wagen gehörte zum Revier Kentish Town. Wenn er in Kentish Town gelandet war, hatte er sich in der Gegend wahrscheinlich noch irgendwo einen Absacker genehmigen wollen. Er erinnerte sich jetzt, dass er in einem Laden in der Fortress Road Zigaretten hatte kaufen wollen, dass aber seine Brieftasche weg gewesen war. Das war einen Block vom Revier Kentish Town entfernt.

Während er seinen Kaffee trank, kamen die ersten Zocker des Tages herein. Er stand auf und überließ sie ihrem Glück.

Der Empfang im Revier Kentish Town war mit einem Polizeianwärter besetzt: ein Frischling, vielleicht neunzehn, gebleichtes blondes Haar. Belsey zeigte seine Marke.

"Nick Belsey. Revier Hampstead. Hab gehört, euch ist ein Streifenwagen abhandengekommen."

"Richtig."

"Wann war das?"

"Gemeldet um 3 Uhr 17."

"Inspector Gower würde gern die Bänder sehen."

Der Frischling schaute verunsichert. "Die Aufzeichnungen von unserem Parkplatz?"

"Richtig. Wissen Sie, wo die aufbewahrt werden? Ich meine, wo die Festplatte ist, auf denen die Aufnahmen gespeichert werden?"

"Ja." Dann tauchte Detective Constable Robin Oakley auf, und Belsey sah seine Felle schon davonschwimmen. Belsey und Oakley hatten zusammen an Lehrgängen teilgenommen. Er fuhr einen Nissan GT-R, sammelte Kampfsportwaffen und war ein Großmaul.

"Nick", sagte Oakley und beäugte Belseys Schnittwunden. "Was ist mit deinem Gesicht passiert?"

"Sind letzte Nacht ein Handy und eine Brieftasche abgegeben worden?"

"Warum?"

"Weil ich meine verloren habe", sagte Belsey.

Oakley fand das sehr komisch. "Hat irgendwer Nick Belseys Brieftasche abgegeben?", brüllte er. "Die könnte überall sein, Nick. Wenn du weißt, was ich meine?"

"Nein."

Oakley grinste. Der Frischling schaute verwirrt. "Soll ich mich jetzt um die Sache mit dem Parkplatz kümmern?"

"Ist schon okay", sagte Belsey. "Nicht so wichtig."

"Welche Sache mit dem Parkplatz?", fragte Oakley.

"Nichts. Hast du eine Zigarette?"

Sie gingen nach draußen. Oakley zog eine Zehnerpackung Superkings aus seiner Brusttasche und gab Belsey eine.

"Was ist los mir dir, du durchgeknallter Mistkerl?", sagte Oakley.

"Hast du mich letzte Nacht gesehen?"

"Halb London hat dich gesehen."

"Wo war ich?"

"Hast du mit deinem Boss gesprochen?"

"Gower? In letzter Zeit nicht."

"Jesus!" Oakley musste sich sehr zusammenreißen, um nicht laut loszulachen, das war ihm anzusehen. "Wo bist du gelandet?"

"Warum?"

"Nick, du musst unb

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