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London Underground von Harris, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2014
  • Verlag: Blessing
eBook (ePUB)
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London Underground

Ein atemberaubender Thriller um späte Rache vor der beeindruckenden Kulisse Londons Bei einer Verfolgungsjagd durch die Londoner City entdeckt Detective Nick Belsey einen Bunker und ein mysteriöses Tunnellabyrinth unter den Straßen der Stadt. Der Verdächtige verschwindet darin spurlos, aber der ungewöhnliche Ort bringt Belsey auf eine Idee: Am Abend verabredet er sich dort mit einer jungen Frau zu einem ganz besonderen Rendezvous. Als er die junge Frau in der Dunkelheit des Tunnelsystems verliert, ist ihm bald klar, dass sie entführt worden ist. Weil niemand erfahren darf, dass er selbst in den Fall verwickelt ist, ermittelt Belsey fieberhaft und muss seinen Kollegen immer einen Schritt voraus sein: Er liefert sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Entführer, gerät immer tiefer in die Londoner Unterwelt hinein und stößt dabei auf eine eiskalte Rachegeschichte, die bis in die Zeiten des Kalten Krieges zurückreicht. Ein intelligenter, wendungsreicher Thriller und ein neuer Fall für Detective Nick Belsey, der den Leser mit seinen Ermittlungsmethoden hart an der Grenze zur Illegalität in Atem hält. Oliver Harris, geboren 1978, hat am University College of London Englische Literatur studiert und in Psychologie promoviert. Sein Debüt London Killing, Detective Nick Belseys erster Fall, erschien 2012 bei Blessing. 2014 folgte London Underground. Oliver Harris lebt in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 29.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641092832
    Verlag: Blessing
    Serie: Nick Belsey Bd.2
    Originaltitel: Deep Shelter
    Größe: 813 kBytes
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London Underground

1

Er versuchte gerade, einen Augenblick zur Ruhe zu kommen, als der Wagen auftauchte. Montag, der 10. Juni, das Ende eines heißen Tages. Schon zur Mittagszeit hatte die Stadt zu trinken angefangen, und spätestens gegen drei oder vier Uhr schien das die einzige angemessene Reaktion auf die strahlende Schönheit des Nachmittags zu sein. Belseys Schicht enthielt zwei Vierzehnjährige mit Stichwunden und einen verärger ten Gast, der den Pub in der Nachbarschaft mit einer Bohrmaschine attackiert hatte. Um Viertel vor fünf war er der Meinung, seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung geleistet zu haben. Er hatte in einer Seitenstraße der Hampstead High geparkt, einen doppelten Wodka in einen Eis-Cappuccino aus Nicaragua-Espresso gekippt und die Lehne nach hinten gestellt. In einer Stunde war Feierabend, und ein paar Stunden danach hatte er ein Date mit einer Kunststudentin, die er vor Kurzem wegen Drogenbesitzes festgenommen hatte. Jetzt musste er nur noch darauf achten, dachte er, dass er nicht noch mehr Blut auf den Anzug bekam.

Noch bevor er den ersten Schluck getrunken hatte, erschien der BMW in seinem Blickfeld. Er hörte ein Reifenquietschen und einen Schrei. Fast schon auf zwei Rädern schleuderte der Wagen aus der Heath Street um die Kurve Richtung Rosslyn Hill. Er sah aus, als wäre er auf der Flucht, wurde jedoch nicht von einem anderen Fahrzeug verfolgt. Beim Beschleunigen überfuhr der BMW eine rote Ampel. Fußgänger brachten sich mit Hechtsprüngen in Sicherheit. Ein Taxi musste ausweichen und landete im Schaufenster von Gap Kids.

Belsey schaltete die Sirene an. Er presste den Becher in den Getränkehalter, bog auf die High Street und griff nach dem Funkgerät.

"Verfolgung: Silberner BMW auf der Rosslyn Hill Richtung Süden. Mögliche Verletzte am U-Bahnhof Hampstead."

Immer noch keine anderen Sirenen. Er seufzte, stellte die Lehne hoch und beschleunigte auf über hundert. Die Polizei besaß ein paar gute, auf hohe Geschwindigkeiten getunte Sko das, dieser gehörte jedoch nicht dazu. Per Funk versuchte die Einsatzzentrale Verstärkung zu organisieren. Die Kollegen wa ren mindestens zwei Kilometer entfernt. Er blieb nah hinter dem BMW, als sie sich Belsize Park näherten. Allem Anschein nach war der Fahrer allein.

Der BMW blieb auf der Hauptstraße. Das war seltsam. Es gab leerere Straßen, auf denen er entkommen könnte, aber entweder hatte der Fahrer einen Plan, oder er freute sich über die Zuschauer. Oder ihm war alles scheißegal, weil er high war und sich köstlich amüsierte: Hey, die Sonne scheint, ich klau mir 'nen Wagen. Belsey winkte, dass er ranfahren sollte. Ver suchen konnte man es ja mal. Sie rasten bei Rot über die Kreu zung an der Pond Street, worauf Belsey klar wurde, dass es Tote geben könnte. Er war drauf und dran, die Verfolgungsjagd abzubrechen. Dann bremste der Fahrer scharf.

Der BMW schlidderte geradeaus über die Kreuzung. Belsey riss das Lenkrad zur Seite, streifte einen Kleinbus und kam kurz darauf zwanzig Meter weiter zum Stehen. Er griff nach den Handschellen, als die BMW-Tür aufgerissen wurde, ein Weißer mit schwarzen Handschuhen heraussprang, den Kopf unter einer Kapuze verbarg und einen schwarzen Rucksack aus dem Wagen zog.

"Verfolgung zu Fuß", funkte Belsey. "Belsize Park."

Der Mann drängelte sich durch die Menge. Aber offenbar kannte er sich in dieser Gegend nicht aus: Er rannte in eine Gasse neben dem Costa Coffee. Belsey wusste, dass es eine Sack gasse war. Er entfernte den Sicherungsclip von seinem Pfeffer spray und rannte um die Ecke.

Etwas flog auf sein Gesicht zu. Belsey riss den Arm hoch. Kaltes Metall traf seinen Ellbogen und seine linke Wange. Er drehte sich um, ließ blind vor Schmerz das Pfefferspray fallen. Er hörte, wie der Mann weiter

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