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Louba der Spieler von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Louba der Spieler

Der junge Leutnant Reggie Weldrake ist auf Malta stationiert und spielt gerne Roulette. Leider nicht sehr erfolgreich, in der Spielhölle von Emil Louba hat er große Summen verloren. Eines Tages wird Weldrake erschossen aufgefunden und sein Mentor, Captain Brown, hat jetzt nur noch ein Ziel: Louba und seine Spelunke müssen endlich verschwinden ...

Richard Horatio Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört heute noch zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 17.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958704718
    Verlag: Nexx
    Größe: 349kBytes
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Louba der Spieler

1

Ein Schuss zerriss die Stille. Captain Hurley Brown fuhr herum - er wusste sofort, was geschehen war.

Reggie Weldrake! Der junge Mann war mit verstörtem Gesicht an ihm vorbei in sein Zimmer gerannt und hatte die Tür hinter sich zugeschlagen. Hätte er ihn nur aufgehalten ...

Hurley Brown hatte einen solchen Gesichtsausdruck schon einmal bei einem Menschen gesehen. Auch jener Mann - genau wie Reggie Weldrake ein junger Offizier - war eben von einer letzten Unterredung mit Emil Louba zurückgekommen ... Auch damals fiel gleich darauf ein Schuss.

Nachdem der Captain vorher Reggie gesehen hatte, war er voll Unruhe im Gang stehengeblieben und hatte eine Zigarette nach der anderen gepafft, unschlüssig, ob er sein eigenes Quartier aufsuchen sollte. Unentwegt musste er an das verzerrte Gesicht Weldrakes denken. Als der Captain sich eben entschloss, doch an der Tür seines Kameraden zu klopfen, krachte der Schuss. Mit zwei Sätzen war Brown an der Tür und rüttelte an der Klinke.

Es war abgeschlossen, und obwohl er mit aller Kraft gegen die Tür hämmerte und laut rief, kam keine Antwort - er erwartete auch keine. Mit seinen schweren Schuhen trat er gegen das Schloss und hatte es schon beinahe zertrümmert, als McElvie, Weldrakes Bursche, und ein paar Offiziere und Diener die Treppe heraufstürzten. Ihren vereinten Kräften gab das Schloss so plötzlich nach, dass sie alle miteinander einige Schritte in das Zimmer hineintaumelten.

Reggie Weldrake aufzurichten, ihm zu helfen, war sinnlos. Schon ein oberflächlicher Blick genügte, um festzustellen, dass er tot war. Den Raum durchzog ein beißender Geruch; Weldrakes Finger hielten immer noch krampfhaft den Armeerevolver umspannt.

"Dieser verfluchte Louba, der Teufel soll ihn holen!" Brown brach als erster das unheimliche Schweigen, und die anderen stimmten mit kräftigen Verwünschungen ein.

"Wenn sich doch jemand finden würde, der diesen Dreckskerl umlegt. Malta wäre bedeutend sauberer", erklärte McElvie grimmig. Kein Mensch war anderer Meinung. Es war jedem ganz klar, dass Louba die Ursache dieser Tragödie war. Schließlich war es kein Einzelfall!

Captain Brown hasste Louba besonders. Schon zu oft hatte er es miterlebt, wie nette, ein wenig leichtsinnige Burschen durch ihn und seinesgleichen ruiniert wurden. Er hatte auch längst den Entschluss gefasst, diesen Louba aus Malta hinauszubefördern. Sein erster Schritt war es deswegen gewesen, sich mit seinen Vorgesetzten auf der Militärbehörde in Verbindung zu setzen - mit allem Nachdruck hatte er sie auf den schlimmen Einfluss aufmerksam gemacht, den Loubas Unternehmen auf die Truppen der Insel ausübte.

Brown hatte das Unheil, dem Reggie Weldrake entgegensteuerte, kommen sehen. Hätte der Junge nur ein wenig mehr Vertrauen zu ihm gehabt - aber alle seine Versuche, ihn zu warnen, waren fehlgeschlagen. Wahrscheinlich hatte Reggie schon zu tief in der Sache dringesteckt, als dass er sich noch hätte frei machen können.

Der Captain strich sich mit der Hand über die Stirn und riss sich zusammen. Die andern harten inzwischen den Toten aufs Bett gelegt - sie überließen ihn jetzt seiner Einsamkeit. Mit einem kurzen Entschluss trennte sich Brown von den Kameraden und ging quer über die Straße; dorthin, wo eine grell aufflammende Reklameschrift den Eingang zu Loubas Lokal kennzeichnete.

Das Kabarett, das er betrat, war nur eine prunkvolle Attrappe für den anderen, bedeutend wichtigeren Teil des Unternehmens. Nach einigen Schritten blieb er stehen - irgendetwas Außergewöhnliches musste passiert sein.

Das Lärmen der Jazz-Musik war verstummt, die allgemeine Unterhaltung wie abgestorben. Auf den Tischen standen die Gläser unberührt, und alle Augen starrten neugierig nach einer Richtung.

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