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Mörderischer Freitag Thriller - Frieda Kleins härtester Fall Bd. 5 von French, Nicci (eBook)

  • Verlag: C. Bertelsmann
eBook (ePUB)
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Mörderischer Freitag

Frieda Kleins Ex-Lebensgefährte Sandy wird ermordet in der Themse aufgefunden. An seinem Handgelenk befindet sich ein Patientenarmband mit ihrem Namen. Frieda ist tief getroffen und gerät noch dazu bald ins Visier der Polizei, bei der sie an wichtigen Stellen höchst unbeliebt ist. Doch bevor es zur Anklage kommt, hat Frieda Klein sich abgesetzt und ermittelt auf eigene Faust. Wie hat Sandy nach der Trennung von ihr gelebt? Wer waren seine Geliebten, Freunde, Kollegen? Frieda stellt fest, wie wenig sie ihren Ex-Partner kannte, nd als sie hinter das Geheimnis kommt, schwebt sie in höchster Gefahr ...
Ein psychologischer Thriller, der Frieda in dunkle Lebenswelten führt und sie von ihrer verletzlichsten Seite zeigt ...

Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben Süden Englands.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641155025
    Verlag: C. Bertelsmann
    Serie: Frieda Klein .5
    Originaltitel: Friday on My Mind
    Größe: 3693 kBytes
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Mörderischer Freitag

2

D etective Chief Inspector Sarah Hussein und Detective Constable Glen Bryant stiegen aus dem Wagen. Hussein fischte ihr Handy aus der Tasche, während Bryant eine Zigarettenschachtel und ein rosa Plastikfeuerzeug aus der seinen zog. Er war ein hochgewachsener, kräftig gebauter Mann mit kurz geschorenem Haar, großen Händen und Füßen und breiten Schultern wie ein Rugbyspieler. Im Moment schwitzte er ziemlich. Neben ihm wirkte Hussein klein, kühl und kompakt.

"Es wird heute später", sagte sie in ihr Telefon. "Ich weiß. Es tut mir leid. Du kannst den Mädchen Nudeln machen. Oder Pizza, es sind welche in der Gefriertruhe. Keine Ahnung, bis wann ich es nach Hause schaffe. Sie sollten nicht aufbleiben und auf mich warten. Du auch nicht." Sie sah einen Mann auf sie beide zusteuern. "Nick, ich muss aufhören. Tut mir leid."

Der Mann trat zu ihnen. Sein Gesicht war gerötet, sein Haar zerzaust. Er hatte mehr Ähnlichkeit mit einem Trawlerfischer als mit einem Polizeibeamten.

"Hallo." Er streckte Bryant eine Hand hin. Letzterer blickte zwar leicht betreten drein, griff aber trotzdem danach. "Ich bin Detective Constable O'Neill. Sie müssen DCI Hussein sein."

"Eigentlich ...", begann Bryant.

"Das ist Detective Constable Bryant", erklärte Hussein kühl. "Ich bin DCI Hussein."

"Oh! Entschuldigen Sie. Ich dachte ..."

"Keine Sorge, daran bin ich schon gewöhnt."

Husseins Blick wanderte den Fluss entlang, nach rechts zur Tower Bridge und nach links zum Canary Wharf und dann hinüber zu den schicken neuen Wohnungen von Rotherhithe, direkt an der Themse.

"Schöne Wohnlage", bemerkte sie.

"Sie sollten das Ganze mal im November sehen."

"Mich wundert, dass man diese Seite noch nicht für Wohnungen verkauft hat. Gelände in so erstklassiger Lage, hier ganz vorne am Fluss."

"Wir bräuchten trotzdem noch Platz für unsere Boote." DC O'Neill deutete auf ein Gebilde, das aussah wie ein großes quadratisches Zelt aus blauer Plastikplane. Hussein zog ein Gesicht.

"Ist das Ihr Ernst?"

"Wir legen sie da hinein, um einen schnellen ersten Blick auf sie zu werfen. Damit wir entscheiden können, ob wir Sie rufen sollen oder nicht." O'Neill zog die Plane zur Seite und ließ Hussein eintreten. Drinnen bewegten sich zwei Gestalten mit Plastikhauben, Überschuhen und weißen Kitteln vorsichtig um die Leiche herum. "Manchmal sind wir nicht sicher. Aber diesem Kandidaten hier wurde die Kehle durchgeschnitten."

Bryant sog tief und hörbar die Luft ein, während O'Neill sich mit einem Lächeln nach ihm umwandte. "Sie halten das für schlimm? Sie sollten sie sehen, wenn sie ein, zwei Monate im Wasser waren. In manchen Fällen kann man nicht mal mehr sagen, welches Geschlecht sie haben. Selbst ohne Klamotten."

Die Leiche lag in einem großen, flachen Metallbecken. Der ganze Körper wirkte aufgedunsen, als hätte man ihn mit einer Pumpe voll Luft geblasen. Das Fleisch war unnatürlich bleich, zugleich aber auch fleckig, wie marmoriert. Gesicht und Hände wiesen Blutergüsse auf. Der Leichnam trug noch Kleidung, ein dunkles Hemd, eine graue Hose und feste Lederschuhe, eher schon Stiefel. Beim Anblick der nach wie vor doppelt verknoteten Schuhbänder konnte Hussein nicht umhin, sich vorzustellen, wie er sich hinuntergebeugt und sie fest zugezogen hatte.

Sie zwang sich, das Gesicht zu betrachten. Es waren Überreste der Nase vorhanden, allerdings kaum noch mehr als freigelegte Knorpel. Die Gesichtszüge wirkten verschwommen, wie zerfressen, doch die durchgeschnittene Kehle war deutlich zu erkennen.

"Er sieht übel zugerichtet aus", stellte sie schließlich fest.

Bryant gab neben ihr ein kleines, zustimmendes Geräusch von sich. Er hatte sein Taschentuch gezückt und tat, als würde er sich die Nase putzen.

"Das hat gar nichts zu sagen", erklärte O'Neill, "abgesehen von der Kehle. Der Fluss beutelt sie

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