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Mörderisches Leverkusen und Umgebung 11 Krimis und 125 Freizeittipps von Schleheck, Regina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.08.2018
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Mörderisches Leverkusen und Umgebung

Leverkusen ist nicht nur Fußball, Autobahn oder Chemie, es ist ein spannender Ort mit viel Geschichte. In 11 kurzweiligen Krimis lässt Regina Schleheck bekannte Schauplätze der Stadt und des Umlands in neuem, kriminellem Licht erscheinen. Unterhaltsam und bunt sind die Geschichten - wie auch ihre 11 verschiedenen Protagonisten. Abwechslung garantiert! Und nach dem Lesen heißt es: Runter vom Sofa, hinaus in die Stadt oder die idyllische Umgebung, um die 125 Freizeittipps selbst vor Ort zu erkunden. Regina Schleheck hat sich im Krimi und in der Phantastik einen Namen gemacht. Mit dem Friedrich-Glauser-Preis der Krimiautoren und dem Deutschen Phantastikpreis wurden ihr die begehrtesten Auszeichnungen beider Genres zugesprochen - neben vielen anderen. Die Oberstudienrätin, freiberufliche Referentin, Herausgeberin, Lektorin und fünffache Mutter veröffentlicht seit 2002 ihre Werke. Unter ihrem Namen sind Hunderte Kurzgeschichten erschienen, zudem Hörspiele, Lyrik, Theaterstücke und Drehbücher. Sie ist Mitglied im Phantastik-Netzwerk PAN, in den Kriminetzwerken "Syndikat" und "Mörderische Schwestern" sowie im PEN. Mit "Mörderisches Leverkusen und Umgebung' wendete sie sich ihrer Wahlheimat Leverkusen schriftstellerisch zu. www.regina-schleheck.de

Produktinformationen

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Mörderisches Leverkusen und Umgebung

Kreuz-Ritter

Wir waren noch mitten in dem Alter, in dem man auf Mittelalter steht, Ritter und so. Beziehungsweise die moderne Variante: Jedi-Ritter. "Wir" hieß Finn und ich. Weil man modernen Rittern nix vom Pferd erzählen kann, waren wir mit Skates und Mountainbikes unterwegs. Im Neuland -Park 1 , im Wiesdorfer Skatepark 2 unter der Stelzenbrücke und auf der Leichlinger Sandberge-Crosspiste 3 von "Forest Jump". Als Padawane - so was wie Knappen oder Azubi-Ritter - wussten wir, dass es neben flexiblen Fortbewegungsmitteln auf totale Körperbeherrschung ankam. Also lagen wir unseren Eltern in den Ohren, dass wir was mit Klettern machen wollten. Im Aktionsklettergarten Alkenrath 4 , im A-Werk 5 und im Leichlinger Steinbruch 6 . Wir wollten fit sein für den nächsten Krieg der Sterne.

Bis uns George und Lucas in die Quere kamen.

Finn kannte ich schon seit dem katholischen Kindergarten Kreuzhof bei St. Antonius 7 . Die Kommunion, das Café Mittenmang 8 , diverse Zeltlager und die Zeit am Lise 9 hatten uns zusammengeschweißt. Unsere Freundschaft überlebte, als wir in die Pubertät kamen, Lisa und Maite und sogar Günni, der sich, wenn wir uns mit einigen aus der Klasse abends zum Lagerfeuer zwischen den Wiesdorfer Buhnen 10 unterhalb des Kanuclubs 11 und der "Wacht am Rhein" 12 t rafen, vergeblich bemühte, uns ans andere Ufer zu locken, bis er schließlich dem dicken Dorian auf die Nerven ging, der bei den Mädels eh nix zu melden hatte.

Finn stand Schmiere, als ich am Regenrohr zu Lisas Fenster hochkletterte, um einen Maibaum auf dem Sims zu befestigen. Zwei Monate später zündete ich auf demselben Fensterbrett eine Stinkbombe in Form einer mit Milch, Cola, Apfelschorle und Deo gefüllten Plastikflasche, in der eine Wunderkerze steckte, nachdem ich Lisa nach ein paarmal knutschen und kurz nach dem öffentlichen Bekenntnis, dass wir miteinander gingen, mit einem anderen Jungen erwischt hatte.

Bei Maite war weder das eine noch das andere erforderlich, weil sie erst ab Juni mit Finn gegangen und in den Sommerferien überraschend weggezogen war. Ihr Vater wurde vom Bayer nach Brunsbüttel geschickt, wie sie Finn per SMS mitteilte.

Das war's dann erst mal mit der Minne. In den Sommerferien konzentrierten wir uns wieder auf unsere Kernkompetenzen als Ritter und trainierten Urban Climbing auf den Dächern unserer Elternhäuser. Als die Nachbarn Alarm schlugen, mussten wir etwas Neues auftun. Also suchten wir am Wochenende Baustellen heim und fuhren unter der Woche durch die Gegend, um Gelegenheiten zu checken. Unsere Eltern waren einigermaßen gechillt und fragten nicht, wo wir uns rumtrieben, während sie in der Firma waren. Auch nicht, als die Schule wieder anfing. Hauptsache, es gab keine Klagen und wir brachten gute Noten heim. Wo es später hingehen sollte, war eh klar: Unsere Eltern und Großeltern waren beim größten Arbeitgeber vor Ort, auch wenn der inzwischen lauter andere Namen hatte. Irgendwie blieb trotzdem alles in der Familie. Opa hatte noch Elektriker gelernt, Papa war Industriemechaniker. Ich hatte in beiden Abteilungen ein Praktikum gemacht, aber als wir in der siebten Klasse Chemie bekamen, wusste ich, dass ich wie meine Mutter Chemikant werden wollte.

In der Schule kamen

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