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Magier-Mord Ein Hänsel und Gretel Krimi von Brackston, Paula J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.03.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Magier-Mord

Gretel hat sich nie viel aus Zauberern gemacht. Alles Schaumschläger, zudem ausgestattet mit einem ziemlich fragwürdigen Modegeschmack. Also stimmt sie nur widerwillig zu, den Mord an einem Magier aufzuklären, von dem allein ein ... Blinddarm übriggeblieben ist. So gut wie jeder, der dem miesen Zeitgenossen begegnet ist, scheint einen guten Grund gehabt zu haben, ihn um die Ecke zu bringen. Daher macht Gretel sich bei ihren Nachforschungen nicht eben beliebt, und manch einer wünscht sich rasch, sie möge dem verschwundenen Magier schnurstracks folgen - ob mit oder ohne Blinddarm ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 317
    Erscheinungsdatum: 16.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732530199
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Sorceror's Appendix
    Größe: 708 kBytes
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Magier-Mord

2

Z wei Stunden später ruhte Gretel mit schmerzenden Füßen, tief gerunzelter Stirn, von der Hitze gekräuseltem Haar und geschlossenen Augen auf ihrem geliebten Sofa und fand Trost in der Weichheit und den Rundungen der vielen Seidenkissen, die auf ihm lagen.

Hans kam aus der Küche.

"Hattest du einen erfolgreichen Ermittlungsbeginn?", fragte er.

"Ganz und gar nicht."

"Ach, dann hast du den Fall nicht übernommen?"

"Doch, allerdings, Hans, denn wie sonst sollte ich dich über den Winter mit Weißwurst und Bier versorgen?" Sie gab ihm keine Gelegenheit zu einer Antwort, sondern fuhr gleich fort: "Ich habe die Instruktionen von Frau Arnold erhalten, zusammen mit den Namen und Adressen jener, die ich befragen muss, um mir Hintergrund- und Vordergrundinformationen hinsichtlich des Verschwindens des unglückseligen Zauberers zu verschaffen."

"Ei, das hört sich doch nach einem guten Anfang an!"

"Nicht für mich, Hans. Nicht, wenn man kreuz und quer durch diese ganze erbärmliche Stadt gestapft ist und an Türen geklopft hat, die verschlossen blieben, um Leute zu sprechen, die fortgezogen sind oder krank oder anderweitig indisponiert, und am Ende keine einzige Frage stellen und genauso wenig Antworten erhalten konnte." Sie schlug die Augen auf und setzte sich auf, um ihre in Strümpfen steckenden Füße zu reiben. "Ich sage dir, Bruder mein, du weißt erst, was echte Beschwerden sind, wenn du die Tyrannei des Kopfsteinpflasters unter schmalen Stummelabsätzen erfahren hast. Nicht ein Mal bin ich umgeknickt, nein, ein Dutzend Mal!"

"Du könntest versuchen, vernünftiges Schuhwerk zu tragen."

"Diese beiden Worte passen nicht zusammen."

"Wie wäre es mit einer kleinen Erfrischung? Könnte das die Dinge in ein angenehmeres Licht rücken?"

"Es könnte, und es ist definitiv einen Versuch wert."

"Recht hast du!" Hans machte kehrt und ging wieder in Richtung Küche, hielt aber noch einmal inne. "Ach ja, ich habe Neuigkeiten, die dich aufheitern dürften."

"Das bezweifle ich."

"Nein, wirklich, hör mich an. Herr Mozart kommt hierher, um ein Konzert zu geben. Wie klingt das?"

"Mozart? Der Liebling von Wien? Der begehrteste Musiker im ganzen Land kommt nach Gesternstadt? Du musst dich irren, Hans."

"Ich irre nicht." Er fummelte in seiner Hosentasche herum und zog ein zerknittertes Flugblatt hervor, das er Gretel reichte. "Ein Mann im Wirtshaus hat mir das erst gestern Abend gegeben. Sieh selbst."

Sie nahm den Zettel und las, dass ein gewisser WA Mozart in zwei Wochen ein neues Musikstück im Rathaus zum Besten geben werde. Eintrittskarten seien nun erhältlich.

"Guter Gott!", rief Gretel. "Es scheint tatsächlich wahr zu sein!" Und in der Tat fühlte sie, wie sich ihre Stimmung hob, getragen vom unerwarteten Hauch wienerischer Kultiviertheit. Solch ein Ereignis erforderte selbstverständlich ein neues Gewand. Bot Gelegenheit, mit jenen zu verkehren, die in dieser Region zu den besseren Kreisen zählten. Mochte ihr sogar eine Chance für einen romantischen Abend liefern. Ein Gedanke, den sie unbesonnenerweise Hans gegenüber laut aussprach.

"Ich frage mich, ob der General an jenem Tage wohl frei wäre", sinnierte sie. "Ich glaube, er hat seinen Dienst im Sommerschloss wieder aufgenommen. Möglicherweise fände er Vergnügen daran, mich zu solch einem kultivierten Ereignis zu begleiten."

Dies war der Moment, in dem Hans einen eigenartigen Laut von sich gab. Er mochte als kohärenter Satz begonnen haben, kam jedoch als verstümmelte Lautäußerung heraus, die keinerlei Sprachelemente enthielt, sonderbarerweise jedoch immer noch geeignet war, seine Stimmung zu übermitteln.

"Was war das, Hans?"

"Nichts. Ich habe kein Wort gesagt."

"Ein Wort hast du nicht gesagt, richtig, aber du hast unverkennbar eine Meinung geäußert, und zwar eine, die Restbestände von pah! zu en

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