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Maiglöckchensehnsucht Roman von Rath, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.03.2015
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Maiglöckchensehnsucht

¯F r mein Maigl"ckchen Lily, in Liebe Hermann® steht auf der alten Spieluhr, die Maja beim Renovieren der geerbten alten Villa am Bodensee, in der sie eine Pension er"ffnen will, findet. Was hat die sonderbare Irin Nora damit zu tun, die eines Tages dort auftaucht und behauptet, die rechtm"áige Erbin zu sein? Als auch noch der attraktive Pensionsgast Peter auf mysteri"se Weise ums Leben kommt, wird es Zeit f r Kommissar Michael Harter, die Sache in die Hand zu nehmen - und f r Maja, um ihre Existenz und ihr Gl ck zu k"mpfen. Christine Rath, Jahrgang 1964, lebt seit ihrer Kindheit am Bodensee. Nach einigen Jahren als Presse- und Marketingassistentin bei der Messe Friedrichshafen und im Immobilienb ro ihres Mannes betreibt sie seit 2006 mit ihrer Familie ein Hotel in Ludwigshafen. Mit Butterblumentr"ume

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 348
    Erscheinungsdatum: 04.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839245699
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2422 kBytes
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Maiglöckchensehnsucht

1. Kapitel: "Leise rieselt der Schnee"

Sanft, ganz sanft fallen sie vom Himmel ... kleine, große, unendlich viele und unglaublich zarte weiße Schneeflocken. Ich stehe am Fenster und betrachte, wie sich die Welt um mich herum in einen weißen Wintertraum verwandelt.

Wie still es ist! Kann man Schnee eigentlich hören? Vielleicht, wenn man selbst ganz leise ist? Ich öffne das Fenster und strecke die Hand nach draußen, um ein paar der kleinen Flocken einzufangen. Im Nu ist mein Ärmel auch ganz weiß. Komisch, dass einem die Nässe des Schnees überhaupt nichts ausmacht! Bei Regen hätte ich das Fenster längst geschlossen. Aber Regen ist auch laut und unangenehm, während die leise Stille des herabfallenden Schnees den Lärm und die Hektik des Tages komplett vergessen lässt. "Leise rieselt der Schnee ... still und starr ruht der See ...", fällt mir das alte Weihnachtslied ein, das ich bereits als Kind so sehr geliebt habe. Wie schön auf einmal alles aussieht, selbst der ruhige See in seinem sanften Grau. Schon haben alle Büsche und Bäume im Garten weiße Mützen auf, und auch der Steg ist mit einer kuschelweichen Schneeschicht überzogen. Dabei hatte es am Vormittag noch so sonnig ausgesehen, obwohl es bereits bitterkalt war. Jedoch hatte der Himmel schon diese seltsame rosa-graue Farbe angenommen, die immer den Schnee ankündigt. Wenn man am See lebt, bekommt man mit der Zeit einen Blick dafür, wenn sich das Wetter ändert. Besonders, wenn man so oft den Blick zum Himmel richtet wie ich!

Ich schließe das Fenster, denn auf einmal ist mir doch kalt. Außerdem sollte ich nicht noch mehr Zeit mit Träumereien verplempern, denn heute ist der 24. Dezember - Heiligabend! Und ich habe noch kein einziges Geschenk. Wie oft habe ich früher die Leute belächelt, die noch am Weihnachtstag hektisch durch die Geschäfte eilen, um noch irgendwo ein brauchbares Geschenk aufzutreiben, mit dem sie am Abend ihre Lieben erfreuen können. Die meisten von ihnen mit diesem verzweifelten Gesichtsausdruck, weil die besten und schönsten Dinge leider schon lange ausverkauft sind.

Und nun bin ich selbst eine von diesen Wahnsinnigen! Ich hoffe inständig, dass ich in einer der kleinen Boutiquen etwas für Nini und vielleicht auch eine nette Kleinigkeit für Christian erstehen kann. Wenigstens muss ich keinen Parkplatz suchen, da ich ja zu den Glücklichen gehöre, die in Überlingen am schönen Bodensee leben dürfen.

Ich ziehe meinen dicken schwarzen Wollpullover über und setze meine rote Pudelmütze auf, die bei dem Schnee sicher schon bald weiß statt rot sein wird.

Den dicken Daunenmantel und die festen Stiefel werde ich heute auf jeden Fall auch benötigen. Erwartungsfroh wedelt meine Mischlingshündin Jojo mit dem Schwanz und läuft zur Tür.

"Heute nicht, Jojo!"

Am Klang meiner Stimme merkt Jojo, dass ich sie nicht mitnehmen möchte. Sie sieht mich vorwurfsvoll an und trollt sich in ihr Körbchen. In der Küche meines Cafés Butterblume empfängt mich Ruth, die gerade dabei ist, die Geschirrspülmaschine auszuräumen.

"Du bist ja immer noch da!", sage ich vorwurfsvoll zu ihr. Die Gute hat nicht nur die letzten Gäste bedient, sondern auch schon den gemütlichen kleinen Gastraum blitzblank geputzt.

"Ab nach Hause mit dir!" Ich versuche, meiner Stimme einen strengen Ton zu geben.

"Wie könnte ich wohl nach Hause gehen, ohne dir 'Frohe Weihnachten' zu wünschen?", fragt Ruth lächelnd daraufhin, während sie ruhig die kleinen Teetassen in unseren Küchenschrank stellt.

Ich bin so froh, dass es sie gibt und sie mir in meinem Café Butterblume zur Hand geht. Seitdem meine Tochter Nini ein Studium in Mannheim begonnen hat und deshalb nur noch selten am See ist, und meine Mutter seit dem letzten Jahr glücklich verheiratet in den Staaten lebt, bin ich hier doch ziemlich allein. Na ja, bis auf meine kleine Hündin Jojo, die ich außer dem alten Nac

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