text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Mark Feller Flashback von Bardon, Michael (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Mark Feller

Zwei Tote nach einem Sprengstoffattentat. Eine Mauer aus Schweigen. Eine Spur, die ins Zentrum der Geheimdienste führt. In Europa soll es einen organisierten Menschenhandel mit Frauen geben. Mark Feller, Agent des Bundesnachrichtendienstes, wird zum Leiter einer kleinen Sonderkommission ernannt und nimmt mit seinem neuen Team die Ermittlungen auf. Die Mitglieder der Soko Menschhandel Mörderische Nachbarn

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 467
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742763556
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Serie: Mark Feller 1
    Größe: 832 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Mark Feller

-1-

Tag 1

Ich saß auf einer Parkbank und starrte auf das Grab der Frau, die ich einmal über alles geliebt hatte.

Die Bank, alt, marode und verwittert, war in den vergangenen Wochen zu einer Art zweitem Zuhause für mich geworden; sie stand im Schatten einer Ulme, deren ausladendes Blattwerk bis an Julias Grab reichte.

Mir gingen die milden Sommernächte durch den Kopf, an denen Julia, nachdem wir uns geliebt hatten, in mein altes Armeeshirt geschlüpft war und sich mit mir auf die steinerne Bank im Garten gesetzt hatte. Hand in Hand, zwei Menschen, die sich stundenlang in die Augen schauen konnten, ohne des anderen überdrüssig zu werden.

Glauben Sie an die Liebe? Ich meine jetzt nicht nur die banale Liebe. Nein! Was ich meine, ist die wahre, große Liebe.

Glauben Sie daran? Ich jedenfalls glaube an die wahre, große Liebe, denn ich habe sie gefunden. Oder besser, sie hat mich gefunden.

Julia stand eines Tages vor mir, lächelte mich mit ihrem tanzenden Sommersprossenlächeln an und eroberte mein Herz sprichwörtlich im Sturm.

Großer Gott, es kommt mir vor, als wäre es vor einer Ewigkeit geschehen. Dabei hatte ich Julia gerade einmal sieben Monate gekannt, bevor sie ermordet wurde.

Himmel, waren wir naiv! Wir dachten, das gesamte Leben läge noch vor uns. Wir dachten wirklich - na ja, das mag jetzt ein klein wenig verschroben für Sie klingen - aber wir dachten damals wirklich, zusammen wären wir unsterblich.

Was für ein Kitsch! Ich weiß.

Wie sagt man so schön: Denn erstens kommt es anders, als man zweitens meistens denkt! Ich meine damit, dass das Schicksal sich gegen uns oder besser: Gegen unsere Liebe und eine gemeinsame Zukunft entschieden hat - in Gestalt eines Sprengstoffattentats.

Wir, Julia und ich, tappten blindlings in eine Falle, als wir an einem lauen Sommerabend einen Informanten treffen wollten. Die Explosion war gewaltig, Julia und der Informant hatten keine Chance.

Während ich in den darauffolgenden Wochen im künstlichen Koma lag, wurde sie still und leise zu Grabe getragen. Es muss eine einsame Beerdigung gewesen sein, denn aus ihrer Familie war wohl niemand da, der um sie getrauert hat.

Gott, wie sehr ich Julia vermisse! Wie sehr mir ihr Lachen, ihre Stimme und ihre Gesellschaft fehlen. Sie hat an mich geglaubt und darauf vertraut, dass ihr in meinem Beisein nichts Schlimmes widerfahren kann.

Ein tödlicher Irrtum.

Heute weiß ich: Du kannst noch so gut sein, irgendwann unterläuft dir doch der eine finale Fehler. Die Konsequenzen meines Versagens sind nicht rückgängig zu machen. Julia und der Informant sind tot und gegen mich wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet: wegen Insubordination und nicht autorisierter Ermittlung. Als ob das noch von Bedeutung für mich wäre!

Eine Bewegung, links vor mir, ließ mich aus den Gedanken schrecken. Ich blickte auf und sah einen hochgewachsenen Mann, der mit weit ausgreifenden Schritten über den Hauptweg eilte. Ich sah noch mehr. Ich sah sechs Männer, die sich zu drei Zweierteams strategisch gut über den Friedhof verteilten. In ihren schwarzen Anzügen und den mattschwarzen Sonnenbrillen wirkten sie, als wären sie dem Film 'Men in Black' entstiege - der Gedanke daran entlockte mir ein freudloses Grinsen.

Ich wusste es allerdings besser. Vor mir standen gut ausgebildete Männer. Kampferprobte Soldaten, die aus dem Kommando Spezialkräfte, kurz KSK, rekrutiert worden waren. So wie ich: Ein ehemaliger Elitesoldat der Division 'Schnelle Kräfte', der nun seinen Dienst beim Bundesnachrichtendienst versah, oder besser: bis zu seiner Freistellung versehen hatte.

Hätte, wäre, wenn ...

Es ist müßig, über Entscheidungen im Nachhinein zu philosophieren. Das wusste ich. Und dennoch fragte ich mich immerzu, wieso ich meinem Vorgesetzten Major Starke erst eine Stunde vor dem Treffen per SMS Be

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen